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Die GT Academy auf RTL istt entscheiden. Was das motorsportliche Pendant zu „Deutschland sucht den Superstar“ hätte werden können und eigentlich eine ganz passable Idee war, wurde jedoch – dem TV-Format zu Liebe – mit völlig verblödeten „Hürden“ für die Teilnehmer und einem schon fast peinlichen Produktplacement verhunzt. Schade eigentlich. Wer unter den Anwärtern wirklich Talent hat, war eh schnell klar. Aber alles hängt dann am Ende von einem einzigen Sprintrennen ab? Lächerlich. Dann hätte man sich den Waldlauf und den ganzen anderen Blödsinn gleich schenken können, der mit den tatsächlichen Anforderungen an einen Rennfahrer herzlich wenig zu tun hatten. Sorry, nicht überzeugend. Es scheint dabei auch nicht wirklich um das Finden von Talenten zu gehen, sondern schlicht um Sendezeit für den Konsolenhersteller und den Importeur der verwendeten japanischen Autos zu sein. Und DAS ist nun einmal nicht unterhaltsam, weil nich koherent. Note 5 in der Ausführung, würde ich sagen.

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Veröffentlicht: 28 August 2012 in TV, WWW
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Nehmen Sie TV-Werbung wahr? Ich meine: Schauen Sie sich diese notorischen Unterbrechungenen des eigentlichen „Konsumgutes“ etwa mit Begeisterung und ganz bewusst an? Zugegeben, neben den lästigen, meist viel zu lauten Martkschreiereien gibt es durchaus witzige oder auch die sonstige Sinne ansprechenden Werbespots, die durchaus einen gewissen Unterhaltungswert haben. Etwa die McDonald’s-Werbung mit dem kleinen, rotzfrechen blonden Mädchen, das aus Papas Anruf, es werde etwas später und man solle schon mal ohne ihn mit dem Essen beginnen, schlagfertig gegenüber Mutti einen vom Familien-Oberhaupt vermeintlich angeordneten Besuch im Fastfood-Restaurant macht. Köstlich. Also das Storyboard. Nicht die Mahlzeit.

Andererseits würde ich nie einen Audi A3 kaufen, nur weil sich das Ding eine solche bizarre Adresse wie „Jackson Park“ auf ein paar Fingerbewegungen hin merken kann. „Jackson Park“! Wer kommt denn auf die Idee eine solche – übrigens völlig unglaubwürdige – Geschichte eines fränkischen Automobils mit Ingolstädter Kennzeichen zu erzählen, das ganz offensichtlich deutsche Insassen zu einer Adresse befördert, die so ganz sicher im deutschsprachigen Raum nicht existiert? Was soll das?

Wie auch immer: Die Audi A3-Werbung ist ein Paradebeispiel dafür, wie leicht der Konsument – vom Werbenden völlig ungewollt – von der eigentlichen Botschaft auf Nebensächliches abgelenkt wird, wenn Kreative und abnickende Industriemenschen an der Zielgruppe vorbei denken und damit auch kommunizieren. Denn die Kernaussage ist doch wohl, dass dieses Auto offenbar magisch mit dem Smartphone anderer Menschen kommunizieren kann. Einmal davon abgesehen, ob ich das für erstrebenswert halte, dass ein vorbeifahrendes Auto theoretisch Zugriff auf meine Smartphone-Daten nehmen könnte, habe ich nur eines von dieser ganzen seltsamen Werbebotschaft behalten: „Tschäckssonn Paahk“…