Archiv für August, 2012

The day After: Die 250-Kilo-Fliegerbombe im Zentrum vom Münchener Stadteil Schwabing wurde gestern Nacht „kontrolliert“ gezündet. Erwartungsgemäß schaut es in der Feilitzschstrasse nun aus, wie auf einem Kriegsschauplatz. Ein Ladengeschäft ist komplett ausgebrannt, Fensterscheiben sind noch in einem Umkreis jenseits von 100 Meter zerpsrungen. Es wird befürchtet, dass die Gebäude in unmittelbarer Nähe der Detonation so in ihren Grunhdfesten erschüttert wurden, dass sie möglicherweise nicht mehr bewohnbar sein werden. Genaueres werden die Statiker heute ermitteln.

Dieses VIDEO gibt einen Eindruck, wie heftig die Explosion war, vor allem der gut und gerne dreissig Meter hohe Feuerball ist eindrucksvoll. Auch wenn die Gaffer über den Knall jubelten, die Nachdenklicheren dämmert, was die Menschen zu Kriegszeiten erlebt haben. Und auf Teilen dieser Erde gegnwärtig erleben. Mit ein bisschen Phantasie wird jedem schnell klar, wie das ohne weiträumige Absperrung und Evakuierung – also in einem realen Kriegs-Szenrio – ausgegangen wäre.

Krieg ist grausam und darf nicht sein. Weder hier, noch sonstwo auf der Welt!

VORBEIKOMMUNIZIERT

Veröffentlicht: 28 August 2012 in TV, WWW
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Nehmen Sie TV-Werbung wahr? Ich meine: Schauen Sie sich diese notorischen Unterbrechungenen des eigentlichen „Konsumgutes“ etwa mit Begeisterung und ganz bewusst an? Zugegeben, neben den lästigen, meist viel zu lauten Martkschreiereien gibt es durchaus witzige oder auch die sonstige Sinne ansprechenden Werbespots, die durchaus einen gewissen Unterhaltungswert haben. Etwa die McDonald’s-Werbung mit dem kleinen, rotzfrechen blonden Mädchen, das aus Papas Anruf, es werde etwas später und man solle schon mal ohne ihn mit dem Essen beginnen, schlagfertig gegenüber Mutti einen vom Familien-Oberhaupt vermeintlich angeordneten Besuch im Fastfood-Restaurant macht. Köstlich. Also das Storyboard. Nicht die Mahlzeit.

Andererseits würde ich nie einen Audi A3 kaufen, nur weil sich das Ding eine solche bizarre Adresse wie „Jackson Park“ auf ein paar Fingerbewegungen hin merken kann. „Jackson Park“! Wer kommt denn auf die Idee eine solche – übrigens völlig unglaubwürdige – Geschichte eines fränkischen Automobils mit Ingolstädter Kennzeichen zu erzählen, das ganz offensichtlich deutsche Insassen zu einer Adresse befördert, die so ganz sicher im deutschsprachigen Raum nicht existiert? Was soll das?

Wie auch immer: Die Audi A3-Werbung ist ein Paradebeispiel dafür, wie leicht der Konsument – vom Werbenden völlig ungewollt – von der eigentlichen Botschaft auf Nebensächliches abgelenkt wird, wenn Kreative und abnickende Industriemenschen an der Zielgruppe vorbei denken und damit auch kommunizieren. Denn die Kernaussage ist doch wohl, dass dieses Auto offenbar magisch mit dem Smartphone anderer Menschen kommunizieren kann. Einmal davon abgesehen, ob ich das für erstrebenswert halte, dass ein vorbeifahrendes Auto theoretisch Zugriff auf meine Smartphone-Daten nehmen könnte, habe ich nur eines von dieser ganzen seltsamen Werbebotschaft behalten: „Tschäckssonn Paahk“…