Archiv für September, 2011

Morgen beginnt die IAA 2011. Naja, nicht für jedermann, aber zumindest für die Journalisten ist am 13.11. schon einmal Arbeitsbeginn in der Messe Frankfurt. Leider ist es zur Unsitte geworden, zwischen die Presseabteilungen der jeweiligen Automobilhersteller und den Medien-Vertretern irgendwelche Agenturen zwischen zu schalten. Wozu, erschließt sich mir nicht, denn faktisch verhindern diese vorgeschalteten Pseudokreativen ohnehin nur den reibungslosen Informationsaustausch zwischen Industrie und Presse.

Nicht anders erging es mir heute mit einer Agentur, die auf der eigenen Homepage noch mit Phrasen auftrumpft wie: „Wir sind überzeugt, dass nur dann effektiv und effizient kommuniziert wird, wenn das Verhältnis von Strategie (Hirn), zielgruppenrelevanter Kreation (Herz) und professioneller Umsetzung (Hand) stimmt. Daher müssen wir auf allen drei Ebenen exzellent sein.“ Tja, in der Praxis blieb auch diese Agentur – wie so viele anderen, die da auflaufen – die angekündigte exzellente Umsetzung schuldig. Wie sagt man so schön: Der gute Wille zählt…

Diese achso geschäftigen Agenturmenschen, von denen viele rein optisch schon irgendwie  am Rande eines vermeintlichen Kollapses – oder eines größeren Abhängigkeitsproblems – scheinen, haben wir Journalisten vom Fach noch nirgends in unserer Berufsausübung gebraucht. Dennoch ist diese Geldvernichtungs-Industrie in der eigentlichen Industrie, um die es bei der IAA ja eigentlich geht, weiter gewachsen und scheinbar gibt es kein Rezept, wie man diese parasitären Auswüchse auch wieder los wird. Oder doch? Der Agentur-Kunde darf – und soll – sich ja nicht einfach wundern, warum er von einem Journalisten einen Korb bekommt. Er sollte schon wissen, warum das so ist. Darum stornieren ich dann auch mal hier und da ein Ersuchen, wenn es mir zu blöd wird. Mit CC an den Kunden betreffender Agentur, versteht sich.

Wieder eine Image erfolgreich beschädigt. Was wäre besagter – international sehr bekannter – Autohersteller in der Öffentlichkeit nur ohne seine Kommunikations-Agentur…?

Apples Pyrrhussieg über Samsung

Veröffentlicht: 9 September 2011 in Uncategorized

Na toll, die Rechtssprechung in Deutschland wird immer abstrakter. Da wird ein Galaxy Tab, der neue Tablet PC vom koreanischen Elektronikriesen Samsung, wegen äußerllicher Ähnlichkeit (!) per Richterurteil aus dem Markt verbannt. Dass Apple damit ein ernstzunehmenden Konkurrenten ihres nicht sonderlich gut ausgestatteten iPad2 mit Rechtsverdreherei in die Schranken weisen ließ, spricht nicht für ein gesundes Selbstbewußtsein der Amerikaner. Zumal die äußerliche Ähnlichkeit das einzige ist, bei der das Samsung-Produkt im direkten Vergleich mit dem iPad2 nicht einen deutlich besseren Eindruck macht!

Was dieser Rechtstreit wert ist? Nicht viel. Deutsche Grossisten können das Samsung Galaxy Tab dennoch im Ausland einkaufen und ohne weiteres im deutschsprachigen Raum verkaufen. Solange kann ich noch warten…