Sonntag,

Veröffentlicht: 26 April 2009 in Uncategorized

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26. April – Jenson Button siegt beim Grand Prix von Bahrain, der 3. Triumph in 4 Grands Prix der Saison 2009. Der Brite schlug nicht nur die Favoriten Sebastian Vettel und Pole-Mann Jarno Trulli, sondern sicherte Mercedes-Benz auch den 70. Sieg als Formel 1-Motorenbauer. Apropos Trulli: Welchen aussergewöhnlichen Rekord stellte der Italiener am heutigen Rennsonntag auf?

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16/4/1988, José Dolhem stirbt

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Louis José Lucien Dolhem war Didier Pironis Halbbruder und versuchte sich nach einigen passablen Resultaten in der Formel 2 1974 auch in der Königsklasse. Er trat für Surtees bei 3 Grands Prix an, konnte sich aber weder in Frankreich, noch in Italien qualifizieren. Der nächste Versuch hätte beim GP der USA erfolgen sollen, doch das Team zog sich nach dem tödlichen Unfall von Teamkollege Helmut Koinigg von der Veranstaltung zurück. Dolhems Karriere war auch weiterhin Schwankungen ausgesetzt, mal absolvierte er eine volle Saison, mal gab es nur Einzelstarts. Gerade 8 Monate nach Pironis tödlichem Unfall 1988, wurde Dolhem Opfer beim Absturz eines Privatfliegers in der Nähe von Saint-Just-Saint-Rambert in der Loire-Region.

Geboren: 26. April 1944 in Paris, Frankreich;
Verstorben: 16. April 1988 in Saint-Just-Saint-Rambert, Frankreich, 43-jährig.

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26/4/1995, Willi Krakau stirbt

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Wilhelm Krakau war Mitglied der deutschen Olympia-Mannschaft im Rudern und nahm 1936 an den Sommerspielen teil. Doch nach Ende des 2. Weltkriegs war er auch der erste Deutsche, der bei einer internationalen Motorsport-Veranstaltung an den Start ging. Zudem machte er sich einen Namen als Konstrukteur. Beim Grossen Preis von Deutschland schrieb er sich allerdings mit einem von einem 6-Zylinder BMW-Motor befeuerten AFM ein. Zwar qualifizierte er sich für das Rennen, trat aber letztlich nicht zum Start an.

Geboren: 4. Dezember 1911 in Studerdorf, Deutschland;
Verstorben: 26. April 1995 in Peine, Deutschland, 83-jährig.

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26/4/1937, Jean-Pierre Beltoise wird geboren in Boulogne-Billancourt, Frankreich

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Jean-Pierre Maurice Georges Beltoise war mehrfacher französischer Motorradmeister, bevor er auf vier Räder umstieg. Tragischerweise erlitt Jean-Pierre im vermeintlich sicheren Automobilsport einen so schweren Unfall in Reims, dass ihm das Ellenbogen-Gelenk danach steif bleib. Sein Debüt in der Formel 1 wurde 1968 beim verregneten Grand Prix von Holland auf einem Matra V12 mit einem brillianten 2. Platz gekrönt. 1969 kam er bei Ken Tyrrells Matra International-Team als Jackie Stewarts in den Genuss des agileren Matra-Ford, doch ein 2. Platz hinter dem angehende Weltmeister Stewart beim GP von Frankreich in Clermont-Ferrand blieb da sein bestes Ergebnis. 1970 kehrte er in die Matra-Werksmannschaft zurück, wo er zwar hoffnungsvoll, aber letztlich ohne eine echten Durchbruch bis Ende 1971 verweilte. Im Sportwagen-Team von Matra lief es zwar besser, aber beim Saisonauftakt 1971 löste er einen Unfall aus, der Ignazio Giunti in Buenos Aires das Leben kostete, worauf ihm die Lizenz zeitweise entzogen wurde.

Beltoise wechselte für 1972 zum Marlboro BRM-Team und errang in Monaco endlich seinen ersten GP-Sieg. Doch BRM schlitterte in immer ärgere finanzielle Probleme und 1974 waren Fahrer und Team am Ende ihres jeweiligen Werdegänge in der F1 angelangt. Beltoise wechselte dann in den Tourenwagen-Sport, gewann auf BMW zweimal die französische Meisterschaft und fand dann Begeisterung für Rallyecross, wo er auf Alpine-Renault ebenfalls nationaler Meister wurde. 1981 kehrte er auf die Rundstrecke zurück und fuhr die 80er lang für Peugeot. Im Winter entdeckte er die Freuden von Eisrennen. Heute betreibt Jean-Pierre, der mit Francois Ceverts Schwester Jacqueline verheiratet ist, eine Kartbahn bei Paris und ist noch im Rennsport involviert.

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26/4/1958, Johnny Dumfries wird geboren in Rothesay, Isle of Bute, Schottland.

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John Crichton-Stuart, der Marquis von Bute, Graf von Windsor, Vicomte von Ayr, Lord Crichton von Sanquhar und Cumnock, Vicomte von Kingarth, Lord Montstuart Cumbrae und Inchmarnock, Baron Cardiff und Viscount Mountjoy wurde 1958 im Familienschloss zu Rothesay als Graf von Dumfries und Erbe einer von Schottlands ältesten, aristokratischen Familien mit einem der grössten Vermögen im britischen Königreich geboren. Doch statt sich standesgemässem Lebenswandel hinzugeben, nahm der junge adelige den Künstlernamen „Johnny Dumfries“ an und besorgte sich über Cousin Charlie Crichton-Stuart, damals de Sponsoren-Acquisiteur des Williams-Formel 1-Teams, einen Job als Lieferwagen-Fahrer. Nebenbei erledigte er Maler- und Renovierungsarbeiten. Das alles um die eigene Rennfahrer-Karriere zu finanzieren, die der Familie ein Dorn im Auge war. 1983 machte er erstmals von sich in der Formel 3-EM reden, legte in Silversotne einen sehenswerten Zweikampf mit einem gewissen Ayrton Senna hin.

In der darauf folgenden Saison dominierte er die englische Formel 3-Meisterschaft, gewann 10 Läufe und wurde hinter Ivan Capelli Zweiter in der EM-Endwertung. Das brachte ihm den Testfahrerjob bei Ferrari für 1985 ein, während er die Formel 3000-EM bestritt. 1986 debütierte das schottische Blaublut mit Lotus in der F1, hatte aber Mühe sich neben Senna zu etablieren. Nach nur einer Saison war er bei Lotus wieder draussen und nahm daher eine offerte von Tom Walkinshaw an, um auf Jaguar 1987 die Marken-WM zu bestreiten. Im Sportwagen kehrte Johnny auf die Siegerstrasse zurück, gewann 1988 sogar den 24-Stunde-Klassiker von Le Mans. Er beendete seine Karriere Ende 1990 nach zwei Jahren als Toyota-Werksfahrer, um wieder in den Schoss der Familie zurück zu kehren und sich um die Liegenschaften und Geschäfte zu kümmern.

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Kommentare
  1. Bono sagt:

    … leider fehlt die Ergänzung zu Trulli; welchen aussergewöhnlichen Rekord stellt er nun auf?

    Gruss
    Bono

  2. grandprixinsider sagt:

    Naja, eigentlich sollten hier die Besucher des Blogs ihr Wissen testen? Hat niemand einen Tipp, um was es sich dabei handeln könnte…?

  3. grandprixinsider sagt:

    Also gut, dann löse ich es mal auf: Jarno Trulli hält den Rekord für die längste Durststrecke in Sachen schnellste Rennrunde.

    Erst bei seiner 206. GP-Teilnahme gelang es dem Italiener die schnellste Rennrunde in einem WM-Lauf zu fahren.

  4. Bono sagt:

    … okay, hab die Vorgehensweise der Fragen in Zwischenzeit intus .. 😉
    … danke und Gruss, Bono

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