Donnerstag,

Veröffentlicht: 23 April 2009 in Uncategorized

23. April – HEUTE VOR 20 JAHREN: Gerhard Bergers Feuerunfall in der Tamburello 1989 beim Grand Prix von San Marino schien nur zu bestätigen, trotz hartem Aufprall und anschliessender Feuersbrunst, dass die Zeiten vorbei sind, in denen Rennfahrer bei Hochgeschwindigkeitsunfällen ums Leben kamen. Fünf Jahre wurden wir erst durch Roland Ratzenbergers tragischen Unfalltod auf derselben Strecke und demselben Schicksal Ayrton Sennas, sogar an derselben Kurve wie Bergers Crash, dass die Formel 1 noch lange nicht als „sicher“ eingestuft werden konnte. Dass die Schutzengel des Tirolers damals Überstunden machten, darf angenommen werden.

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23/4/1963, Paul Belmondo wird geboren in Boulogne-Billancourt, Frankreich

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Paul Belmondo begann seine Rennfahrer-Karriere ernsthafter zu betreiben, nachdem er 1982 die Pilote Elf Nachwuchs-Sichtung gewonnen hatte. Der Sohn des bekannte Filmschauspielers Jean-Paul Belmondo hangelte sich durch die Formel 3 und debütierte 1987 in der Formel 3000. In dem damaligen Vorzimmer zur Formel 1 blieb er allerdings bis 1991 hängen. Für die darauffolgende Saison eröffnete sich eine Chance beim March F1-Team, ein 9. Platz beim Grand Prix von Ungarn sollte sein insgesamt bestes Ergebnis bleiben, er beendete aus finaziellen Gründen die Saison nicht. Erst 2 Jahre später erschien er wieder in der Formel 1 als Mitglied des nicht konkurrenzfähigen Pacific Grand Prix-Team, schaffte aber nur bei zwei GPs die Quali-Hürde. Ohne Aussichten auf ein F1-Cockpit, widmete sich Paul dem GT-Sport, bewegte Anfangs nur als Fahrer eine Chrysler Viper, später dann in Personalunion als Fahrer und Teameigner. Heutzutage hat der Franzose sich allerdings von der Rundstrecke auf Off-Road-Rennen und Rallyes zurückgezogen, arbeitet dazu als Berater für Teams und vereinzelte Fahrer und hat diverse Jobs bei TV- und Film-Produktionen. 2007 machte er noch einmal Schlagzeilen, als er an einer französischen Promi-Reality-Show teilnahm.

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23/4/1961, Pierluigi Martini wird geboren in Ravenna, Italien

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Pierluigi Martini klopfte mit dem Meistertitel der 1983er Formel 3-EM bei diversen Formel 1-Teams an und durfte in einem Toleman anlässlich des Grand Prix von Italien 1984 Platz nehmen, scheiterte aber an der Quali-Hürde. 1985 durfte der kleine Italiener dann seine 1. volle F1-Saison auf einem mit Motori Moderni V6-Turbopower ausgestatteten Minardi in Angriff nehmen. Es war keine glückliche Saison und Pierluigi musste einen Schritt zurück in die Formel 3000 machen. Für 1988 hote ihn Giancarlo Minardi dann wieder in sein Team zurück und nun trumpft der Lockenkopf mit einem 6.Platz beim Detroit GP auf, sicherte damit Minardis allerersten WM-Punkt. Seine besten Resultate erzielte er 1991 mit den jeweils 4. Plätzen bei den GPs von San Marino und Portugal, dann allerdings im Team BMS-Dallara. 1993 kehrte er zu Minardi zurück, 1994 holte er bei den GPs von Spanien und Frankreich mit jeweils einem 5. Platz erneut wichtige Punkte. Doch noch vor Ende 1995 verlor er sein Cockpit, das Team aus Faenza musste zahlenden Fahrern Vorrang geben, um zu überleben. Pierluigi wanderte in die Sportwagen-Szene ab und sein grösster Erfolg blieb der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1999 am Steuer des BMW V12 LMR. Nach einem kurzen Comeback in der Grand Prix Masters-Serie, hat sich Martini endgültig aus dem Sport zurückgezogen.

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