Montag,

Veröffentlicht: 20 April 2009 in Uncategorized

20. April – vor exakt einem Jahr schrieb Danica Patrick Motorsport-Geschichte mit ihrem Sieg beim 3. Lauf zur IndyCar-Serie am Motegi Twin-Ring in Japan. Zum ersten Mal gewann eine Frau eine internationale Veranstaltung auf einem Formel-Rennwagen.

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20/4/1961, Paolo Barilla wird geboren in Mailand, Italien

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Paolo Barilla, Mitglied der schwerreichen Pasta-Dynastie der Barillas, fuhr Formel 2-Rennen, war aber auf Sportwagen klar erfolgreicher. So gewann er 1985 etwa die 24 Stunden von Le Mans. 1987 wurde er von Benetton als F1-Testfahrer unter Vertrag genommen, fuhr aber in der Hauptsache Gruppe C und Formel Nippon in Japan. Dort bewies er Heldenmut, als er den Dänen Kris Nissen bei dessen schweren Feuerunfall aus dem brennenden Wrack barg – als Zuschauer in normaler Alltagsbekleidung. Als Minardi Test- und Ersatzfahrer winkte 1989 endlich die Chance in der Formel 1 zu debütieren, als er für den verletzten Pierluigi Martini in Suzuka einspringen durfte. 1990 sollte eigentlich eine volle Saison folgen, doch er erwies sich als zu langsam und wurde gegen Ende der Saison durch Gianni Morbidelli ersetzt. Zwar bekam er von Bridgestone einen Vertrag in Japan af einem geheimen Reynard F1-Prototyp Reifen zu testen, doch seine aktive F1-Karriere war da bereits zu Ende. Heute leitet Paolo Barilla als stellvertretender Vorstandsvorsitzende die Geschicke des Familienunternehmens mit seinen Brüdern Guido und Luca. Gelegentlich nimmt er noch an Rallyes oder dem einen oder anderen Langstrecken-Rennen teil.

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20/4/1963, Mauricio Gugelmin wird geboren in Joinville, Brasilien

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Mauricio Gugelmin debütierte 1987 mit dem March-Team in der Formel 1 und blieb lange Jahre dem Rennstall treu, auch als daraus Leyton House Racing wurde. 1989 gelang ihm in der Heimat sein bestes Resultat: 3. Platz beim Grand Prix von Brasilien in Rio de Janeiro in. Ende 1991 verliess er Leyton House in Richtung Jordan, erlebte aber mit den schwachen Yamaha-Motoren eine enttäuschende letzte F1-Saison. Er wanderte in die damals sehr beliebte CART-Serie ab, wo es bis 1997, bis er wieder in die Siegerstrasse einbiegen konnte. 2001 war wohl der Tiefpunkt seines Lebens, das Ehepaar Gugelmin verlor den kleinen Sohn durch zerebrale Kinderlähmung und Mauricio gab Ende des Jahres demotiviert die Karriere auf.

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20/4/1927, Phil Hill wird geboren in Miami, USA

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Philip Toll Hill gehörte zu der überschaubaren Gruppe der intelligenten Rennfahrer, seine Übersicht und Konzentrationsstärke war berüchtigt. Mit ersten Sportwagen-Erfolge an der US-Westküste im Gepäck, reiste Hill Anfang der 50er nach Europa, um dort Fuss zu fassen. Und tatsächlich wurde ihm für für 1955 ein Vertrag von Ferrari angeboten, bei den 24 Stunden von Le Mans einens Werkswagen zu steuern. Insgesamt würde er den Langstrecken-Klassiker in der Sarthe dreimal gewinnen, ein Angebot von Ferrari für die Formel 1 liess nicht so lange auf sich warten, Mitte 1958 durfte der Ami beim Grand Prix von Frankreich sein F1-Debüt feiern. Hill verhalf in jenem Jahr Mike Hawthorn beim alles entscheidenden WM-Finale in Marokko zum WM-Titel, als er seinen 2. Platz dem englischen Kollegen überliess. 1961 war Ferrari unter den neuen 1.5-Liter-F1-Regularien wettbewerbsfähig und Phil gewann den Grand Prix von Belgien und kurz darauf auch den Lauf in Italien. Das Rennen in Monza wurde allerdings vom tragischen Tod von Teamkollege Wolfgang von Trips überschattet. Hill wurde mit einem Punkt Vorsprung auf den verunglückten von Trips freudloser Weltmeister und somit der erste Amerikaner, dem ein solcher Erfolg gelang. Bis sich bei ihm Symptome von Parkinson bemerkbar machten, war damit beschäftigt klassisches Automobile und Klaviere zu restaurieren, kommentierte Rennen im TV, griff bei bei Klassik-Veranstaltungen immer wieder gern ins Lenkrad und half seinem Sohn Derek dessen Rennfahrer-Karriere voranzutreiben. Er leitete ausserdem die Belange von Ancien Pilotes, der Vereinigung von ehemaligen Rennfahrern. Doch vor allem war dieser intelligente und angenehme Zeitgenosse ein exzellenter Botschafter unseres Sports, besuchte bis zuletzt zahlreiche Klassik-Veranstaltungen. Phil Hill war gerade auf dem Weg zu einem solchen Termin, als sich sein Zustand Ende August 2008 rapide verschlechterte und er schliesslich im Alter von 81 Jahren verstarb.

Geboren: 20. April 1927 in Miami, USA;
Verstorben: 28. August 2008 in Monterey, USA, 81-jährig.

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20/4/1930, Stuart Lewis-Evans wird geboren in Lutton, England

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Stuart Lewis-Evans war ein anerkannt schneller Mann in der Formel 2 mit BRP und auf Aston Martin bei Sprotwagen-Rennen und hatte grossen Anteil an Vanwalls Gewinn der Konstrukteurs-WM im Jahre 1958. Eine Tragödie dann am Ain-Diab-Kurs in Marokko, als Lewis-Evans Vanwall VW57 mit blockiertem Antrieb von der Strecke abkam und in Flammen aufging. Mit schwersten Verbrennungen wurde der Brite geborgen und sofort nach England ausgeflogen. Nach sechs Tagen in der Intensivstation des East Grinstead Hospital verstarb Stuart Lewis-Evans an den Folgen seiner schweren Verbrennungen

Geboren: 20. April 1930 in Lutton, England;
Verstorben: 25. Oktober 1958 in East Grinstead, England, 28-jährig.

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20/4/1946, Gordon Smiley wird geboren in Omaha, USA

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Gordon Smiley, aus dem US-Bundesstaat Nebraska, war ein begabter Rennfahrer, der sowohl in Sportwagen, als auch in Formelwagen siegreich war. In der SCCA-Serie hielt er einmal nicht weniger als 25 Rundenrekorde. 1979 kam Smiley nach Europa um sich in Richtung Formel 1 zu versuchen. Es blieb allerdings bei einem Start in der englischen Aurora Formel 1-Serie in Silverstone. Ohne Aussichten in der F1, kehrte er in die USA zurück und nahm 1980 und 1981 an den 500 Meilen von Indianapolis teil. Als Smiley sich 1982 qualifizieren will, hat er mit seinem unruhigen March zu kämpfen. Statt des angepeilten Durchschnitts von 200 Stundenmeilen erreicht er nur 196. Als er seinen 2. Anlauf nimmt, bricht ihm Eingangs Kurve 3 das Heck kurz aus, er korrigiert instinktiv und das auto biegt nach rechts ab, prallt frontal in die Mauer. Das Szenario, das sich den Helfern bietet, ist schockierend: Smileys Helm war weggeflogen, das Cockpit bizarr zerquetscht, Motor und Getriebe lagen abgerissen umher. Es war ein der brutalsten Unfälle überhaupt, Gordon Smiley war sofort tot.

Geboren: 20. April 1946 in Omaha, USA;
Verstorben: 15. May 1982 in Indianapolis, USA, 36-jährig

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