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Veröffentlicht: 17 April 2009 in Formel 1, Grand Prix

1979-patrese-arrows-a2

17. April – Heute ist Riccardo Patreses 55. Geburtstag und da fällt mir unwillkürlich der bizarr aussehende Arrows A2 aus 1979 ein. Bei weitem nicht das beste Auto, das der Italiener während seiner langen Formel 1-Karriere bewegte, aber gewiss das eigenwilligste. Übrigens: Bis zum Grand Prix von Australien heuer stand eine einzigartige Leistung in der Geschichte der Formel 1 in Riccardos Lebenslauf. Um was handelt es sich da?

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patrese-ricardo-2001

17/4/1954, Riccardo Patrese wird geboren in Padua, Italy

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Riccardo Patrese kam mit einer bemerkenswerte Liste an Erfolgen im Kartsport und in der Formel 3 1977 zu seinem Debüt in der Formel 1 mit dem Shadow-Team beim Grand Prix von Monaco. Als eine Gruppe von Teemitgliedern sich vom Rennstall abspalteten um das neue Arrows-Team zu gründen, ging der vielversprechende Youngster mit. Schnell hinterliess er den Eindruck auf der Strecke überagressiv und Abseits der Piste arrogant zu sein. Da überraschte es nicht, dass er als Sündenbock auserkoren wurde und die Schuld am Startunfall 1978 in Monza schuld zu sein, der Ronnie Petersons Leben kostete. Eine Chance für ein Top-Team zu fahren ergab sich erst 1982 bei Bernie Ecclestones Brabham-Rennstall als Teamkollege von Nelson Piquet, was in Monaco zu seinem ersten GP-Sieg führte. Nach einem Abstecher zu Alfa Romeo in den Jahren 1984 und 1985, kehrte Riccardo für 2 Saisons zu Brabham zurück, bevor er bei Williams unterschrieb, wo er ab 1988 bis zu seinem Karriereende bleib. Anfang der 90er hatte das Team das beste Material und Patrese zählte 1991 zu den WM-Anwärtern, auch im Jahr darauf. Doch 1992 wurde er von Teamkollege Nigel Mansell im Kampf um den Titel überflügelt. 1993 war Patreses letzte Saison, er stand bei Benetton im Schatten des auftrumpfenden Michael Schumacher, und trat nach 257 Grand Prix von der F1 Bühne ab. Dieser Rekord an Teilnahmen an WM-Läufen konnte erst 2008 durch Rubens Barrichello geknackt werden. Ein überraschendes Comeback in der Grand Prix Masters-Serie bewies, dass der Italiener nichts verlernt hatte und so durfte er 2008 sogar einmal einen F1-Test mit Honda absolvieren. Heute beschränkt sich der Italiener auf PR- und TV-Jobs und hält sich mit Tennis, Reiten – sogar bei Springreit-Turnieren tritt er gelegentlich an – und Skifahren.

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Kommentare
  1. Bernd sagt:

    Ich glaube, seine 17 Jahre in der Formel 1 waren bis dahin unerreicht. Jetzt der Rubens wohl gleichgezogen.

  2. grandprixinsider sagt:

    Richtig!

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