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Veröffentlicht: 16 April 2009 in Formel 1, Grand Prix
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16. April – Ron Dennis tritt aus der Formel 1 ab, eine Ära der grössten McLaren-Erfolge geht zu Ende. Diese Aufnahme ist ein Zeitdokument eines Schlüsselmoments des Formel 1-Rennstalls aus Woking, sozusagen der Startschuss zu der Erfolgswelle unter der Leitung des oft als überheblich beschriebenen Perfektionisten. Sicher ist es hinreichend bekannt, was an diesem Tag geschah und wo dieses Ereignis stattfand, oder?

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16/4/1979, Christijan Albers wird geboren in Eindhoven, Niederlande

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Christijan Albers mit dem Gewinn der Deutschen Formel 3-Meisterschaft 1999 und dem Aufstieg in die Formel 3000 in 2000 schien der Niederländer auf gutem Weg in die Formel 1. Doch das geschah erst über einen Umweg in die DTM, wo er von 2001 bis 2004 an den Start ging und nebenher als Testfahrer für Minardi fungierte. Sein F1-Debüt durfte Christijan schliesslich 2005, nachdem er auch mit Jordan F1-Testfahrten und bei Walker Racing einen ChampCar probiert hatte, mit der Mannschaft aus Faenza geben. Nach einer soliden Debütsaison wechselte er für 2006 zu MF1 Racing und zog sich erneut achtbar aus der Affäre. Als das Team 2007 unter dem Banner des niederländischen Sportwagen-Herstellers Spyker antrat, war Albers zunächst natürlich erste Wahl. Doch die Stimmung schlug bald um und als er sich beim Grand Prix von Frankreich einen peinlichen Patzer beim Boxenstopp leistete, wurde er schliesslich gefeuert. Für 2008 kehrte der Blondschopf in die DTM zurück.

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16/4/1928, Pietro Bordino stirbt

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Pietro Bordino begann seine Rennsport-Karriere zunächst als beifahrender Mechaniker und diente sich schliesslich zum FIAT-Werksfahrer hoch. Sein grösster Erfolg war gewiss 1922 der Sieg Grand Prix von Italien auf einem FIAT 802, dem Einweihungsrennen der Monza-Rennstrecke. Der Italiener wurde auch zu den wesentlichen Autorennen in den Usa abkommandiert und gewann in jenem Jahr auch gleich bei 2 Veranstaltungen. Auch bei den 500 Meilen von Indianapolis ging er zweimal an den Start, ein Erfolg im Brickyard blieb ihm aber verwehrt. 1927 feierte er seinen letzten grossen Sieg für FIAT beim GP von Mailand in Monza, für 1928 wechselte er auf einen flinkeren Bugatti um. Das Auto brrachte ihm kein Glück: Bei Trainingsläufen zum GP von Alessandria kollidierte er mit einem Hund, das Auto überschlug sich in einen Bach und Pietro Bordino ertrank, eingeklemmt unter seinem Gefährt.

Geboren: 22. November 1887 in Turin, Italien;
Verstroben: 16. April 1928 in Alessandria, Italien, 40-jährig.

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16/4/1988, José Dolhem stirbt

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Louis José Lucien Dolhem war Didier Pironis Halbbruder und versuchte sich nach einigen passablen Resultaten in der Formel 2 1974 auch in der Königsklasse. Er trat für Surtees bei 3 Grands Prix an, konnte sich aber weder in Frankreich, noch in Italien qualifizieren. Der nächste Versuch hätte beim GP der USA erfolgen sollen, doch das Team zog sich nach dem tödlichen Unfall von Teamkollege Helmut Koinigg von der Veranstaltung zurück. Dolhems Karriere war auch weiterhin Schwankungen ausgesetzt, mal absolvierte er eine volle Saison, mal gab es nur Einzelstarts. Gerade 8 Monate nach Pironis tödlichem Unfall 1988, wurde Dolhem Opfer beim Absturz eines Privatfliegers in der Nähe von Saint-Just-Saint-Rambert in der Loire-Region.

Geboren: 26. April 1944 in Paris, Frankreich;
Verstorben: 16. April 1988 in Saint-Just-Saint-Rambert, Frankreich, 43-jährig.

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16/4/1918, Dick Gibson wird geboren in Bourne, England

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Richard Gibson gehört zu jener Gruppe von Fahrern, die zwar Teilnahmen bei Formel 1-WM-Läufen im Lebenslauf stehen haben, daber aber auf Formel 2-Rennwagen zurückgriffen. In seinem Fall war es ein Cooper T43, den er 1957 und 1958 jeweils beim Grossen Preis von Deutschland einsetzte, in beiden Fällen aber nach wenigen Runden mit technischem Defekt ausschied. Anfang 1959 nahm er an der internationalen südafrikanischen Meisterschaft teil, siegte in Natal, Kapstadt, sowie Pietermaritzburg und holte so den Titel. Nach einem hervorragenden 7. Platz beim Grand Prix von Südafrika 1960 erlitt der Brite allerdings einen schweren Unfall und verbrachte lange Zeit in Krankenhaus. Den Helm an den Nagel gehängt, verschlug es Gibson in die USA, wo er lange Zeit in Arizona lebte. Heute lebt er allerdings, trotz hohem Alter in guter Verfassung, nahe der spanischen Stadt Cadiz.tritt

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Kommentare
  1. Rudolf Hillebrecht sagt:

    Müsste die erste Fahrt eines McLarens mit einem Turbomotor sein (von Porsche gebaut, von TAG finanziert). Am Steuer John Watson, das Jahr 1983, bei der Strecke muss ich raten: Silverstone?

  2. grandprixinsider sagt:

    So ist es. Und Ort dieser entscheidenden Ausfahrt war … die Porsche-Teststrecke in Weissach.

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