Mittwoch,

Veröffentlicht: 15 April 2009 in Uncategorized

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15. April – Auch wenn da eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Auto Union-Rennwagen vorhanden ist, die etwas anderen Proportionen verraten, dass es sich hierbei nicht um eines jener 16-Zylinder-Vorkriegsmonster handelt. Was für ein Auto ist das also und wer steuert es? Kleiner Hinweis: Dieses Bild ist Zeitdokument eines ganz besonderen Ereignisses in der WM. Na, das ist doch wohl einfach, oder…?

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15/4/2005, Art Cross stirbt

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Arthur Cross stieg als hochdekorierter Veteran des 2. Weltkrieges in den US-Motorsport ein und wurde 1951 in der nationalen AAA-Serie Meister bei den Midget-Rennern und eroberte 1952 bei den 500 Meilen von Indianapolis den allerersten Rookie of the Year Award, also die Auszeichnung des besten Neulings, mit einem 5. Platz beim grossen Rennen ab. 1953 hätte er, und das in einem für Sandbahnen gebauten Dirt-Track-Renner, beinahe das Rennen gewonnen, nur geschlagen vom grossen Ass Bill Vukovich. Beide Fahrer hatten trotz der siedenden Hitze als einzige die Distanz ohne Reservefahrer abgespult und sich so in die Herzen der Fans gefahren. Art und seine Frau verstarben leider beide 2005 binnen weniger Wochen.

Geboren: 24. Januar 1918 in Jersey City, USA;
Verstorben: 15. April 2005 in LaPorte, USA, 87-jährig.

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15/4/1973, Ernst Klodwig dies

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Ernst Klodwig war nicht nur ein Topfahrer der ostdeutschen Motorsport-Szene, er baute sich auch jeweils seine Rennwagen selbst. Ein Vorzeige-Motorsportler also, dem die DDR-Regierung natürlich gerne die Ausreise in den Westen genehmigte, damit Klodwig 1952 und 1953 beim Grossen Preis von Deutschland am Nürburgring das Vaterland vertreten konnte. Bei einem seiner Reisen in den Westen lief Ernst Klodwig dann in den Westen über und verstarb 1973 in Hamburg.

Geboren: 23. Mai 1903 in Berlin, Deutschland;
Verstorben: 15. April 1973 in Hamburg, Deutschland, 69-jährig.

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15/4/1923, Ernesto Prinoth is born in Ortisei, Italy

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Ernesto Prinoth war ein italienischer Unternehmer und Hobby-Rennfahrer, der sich jeweils zu seinem Heimat-Grand Prix 1961 und 1962 mit seinem anderthalb Liter Lotus 18 Climax einschrieb, eingesetzt von der Scuderia Jolly Club. 1961 zog er die Nennung allerdings kurzfristig zurück und im Folgejahr scheiterte er an der Quali-Hürde. Nach seiner Ausflügen in den Rennsport konzentrierte er sich wieder auf seine Geschäfte und hatte als Herstelle von Pistenraupen für Skigebiete grossen Erfolgen. Ernesto Prinoth war gerade bei einem seiner Kunden im österreischichen Innsbruck, als er einen Herzanfall erlitt, den eer leider nicht überlebte.

Geboren: 15. April 1923 in Ortisei, Italien;
Verstorben: 26. November 1981 in Innsbruck, Österreich, 78-jährig.

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15/4/1922, Graham Whitehead is born in Harrogate, UK

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Alfred Graham Whitehead begann auf Anregung seines Halbbruders Peter mit dem Rennfahren, fuhr 1951 dessen ERA bei diversen Rennen und debütierte bereits 1952 in der WM, als er mit einem Formel 2 Alta beim Grand Prix von England an den Start ging. Nachdem die Beiden Whiteheads die 24 Stunden von Le Mans 1958 als Zweite beendeten, gingen Graham und Peter beim Sportwagen-Klassiker Tour de France an den Start. Doch die Teilnahme endete tragisch, als Peter bei einem schweren Unfall ums Leben. Graham Whitehead wurde bei jenem Crash nur leicht verletzt, fuhr noch bis Ende 1961 Rennen und starb 1981 eines natürlichen Todes.

Geboren: 15. April 1922 in Harrogate, England;
Verstorben: 15. Januar 1981 in Lower Basildon, England, 58-jährig.

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Kommentare
  1. Ulrich sagt:

    Das Foto zeigt Ernst Klodwig auf einem Heck-BMW mit Reihensechszylinder beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring, ausgeschrieben für Formel-2-Fahrzeuge. Das Rennen fand vor 250.000 Zuschauern auf der Nordschleife statt. In der 14. von 18 Runden schied Ernst Klodwig aus. Im Gegensatz zur heutigen Zeit, in der wirklich jede Fahrzeugbewegung im TV übertragen wird, gab es damals lediglich eine zeitversetzte Zusammenfassung von 18.00-18.30 Uhr im Rahmen der Sportreportage im Rundfunk.
    Aber was war das Besondere an diesem Rennen?
    Die ersten Auftritte von DDR-Rennfahrern in GP-Rennen?

  2. grandprixinsider sagt:

    Wow, das was ausführlich, besonders interessant die Info zur TV-Übertragung.

    Erster Auftritt von DDR-Rennfahrern in GP-Rennen? Hm, das wüsste ich nicht einmal mit Sicherheit zu beantworten. Weiss das jemand präzise?

    Ich bezog mich bei meiner fage darauf, dass es das erste Mal war, dass ein Monoposto mit hinter dem Fahrer angeordneten Mittelmotor bei einem Formel 1-WM-lauf an den Start ging. Auch wenn es bei Klodwigs Eigenbau mit BMW 328-Motor eigentlich um einen Formel 2 handelte.

  3. Ulrich sagt:

    P.S.: die Zusammenfassung gab’s damals nur im Radio

  4. Ulrich sagt:

    Das Auftauchen von DDR-Fahrern war der Ausschreibung der Fahrerweltmeisterschaft für Formel-2-Fahrzeuge zu verdanken. Bereits 1950 wurde eine Formel-2-DDR-Meisterschaft ausgefahren (die sog. Bestenermittlung). Da es den eisernen Vorhang damals noch nicht gab, starteten ab und zu Ost-Fahrer auch auf der AVUS, beim Eifelrennen, Solitude, Schauinsland oder dem Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburg-Ring.

    Startete nicht Harry Schell bereits 1950 beim Großen Preis von Monaco auf einem Mittelmotor-Cooper?

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