Dienstag,

Veröffentlicht: 7 April 2009 in Uncategorized

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7. April – Der Grand Prix von Südafrika 1984 war erst der 2. Grand Prix der F1-Karriere von Ayrton Senna. Dennoch erreichte er in diesem Rennen etwas, was man als einen ersten Schritt in seinem Werdegang vom Neuling zum Superstar werten könnte. Ist klar, was ich meine?

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7/4/2005, Cliff Allison stirbt

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Henry Clifford Allison gelang die Traumkarriere vom Busfahrer zum Formel 1-Piloten, als Colin Chapman ihm das Cockpit für die Debütsaison des Lotus-Werksteams im Grand Prix-Sport im Jahre 1958 anbot. Cliff war bereits Werksfahrer bei Chapman, der ihn bei Formel 3-Rennen entdeckt hatte, wo der Privatfahrer die Cooper-Werkspiloten düpierte, und hatte bis dahin Erfolg mit den lotus 11-Sportwagen erzielt. Zwei 6. Plätze und einmal Vierter beim Grand Prix von Belgien in Spa, das liess wiederum Enzo Ferrari auf den Briten aufmerksam werden und so landete der Busfahrer aus Brough für die Saison 1959 bei der Scuderia Ferrari. Er gewann prompt das 1000Km-Rennen von Buenos Aires mit Phil Hill in einem Testarossa Sportwagen und wurde Zweite beim Grand Prix von Argentinien, eine blendende schien dem Briten vorbestimmt. Doch dann erlitt Allison einen schweren Unfall im Training zum GP von Monaco, an den Verletzungen laborierte noch den Rest des Jahres herum, was ihn den Job bei Ferrari kostete. Bei seinem Comeback mit dem Rennstall UDT/Laystall BRP beim GP von Belgien GP wollte Cliff beweisen, dass er wieder voll da ist, war aber übereifrig. Er überschlug sich mit dem Lotus 18 und zog sich schwere Beinverletzungen zu, die seine Karriere vollends beendeten. Er kehrte heim nach Brough und übernahm das Familienunternehmen, das er bis zu seinem Tod 2005 leitete. Cliff Allison blieb bis dahin ein immer wieder gern gesehener Gast und auch gelegentlich Teilnehmer bei Klassik-Rennveranstaltungen.

Geboren: 8. February 1932 in Brough, England;
Verstorben: 7. April 2005 in Brough, England, 73-jährig.

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7/4/1968, Jim Clark dies

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Jim Clark gilt noch heute als einer der besten Rennfahrer aller Zeiten. Seine Formel 1-Karriere sollte ursprünglich mit dem Aston Martin-Team beginnen, nachdem der Youngster bereits bei Tourenwagen-Rennen überzeugt hatte. Doch als das Projekt kollabierte, erschien schon Colin Chapman mit einer Vertragsofferte. Zunächst würde Clark als Lotus-Werksfahrer Sportwagen- und Formel 2-Rennen fahren, dann F1.. Es sollte eine der bemerkenswertesten Partnerschaften der Geschichte des Motorsport zwischen einem Teameigner und einem Fahrer. 1960 debütierte der Schotte dann beim Grand Prix von Holland als Ersatz für den bei einem Motorrad-WM-Lauf beschäftigten John Surtees, fiel aber wegen eines Getriebeschadens an seinem Lotus aus. Weitere 71 GP-Starts folgten, 33 Mal startete Jimmy dabei aus der Pole Position, führte 43 Mal einen GP an und siegte 25 Mal. Die WM 1962 – wie auch jene 1964 – gewann Clark nur deshalb nicht, weil mechanische Defekte seiner filigranen Gefährte dies verunmöglichten. 1963 dominierte er jedoch klar, gewann 7 von 10 Läufen, 7 Mal davon von der Pole. 1965 kämpfte er Graham Hill, John Surtees und Newcomer Jackie Stewart auf dem Weg zum 2. WM-Titel nieder und schmückte seinen Lebenslauf noch mit dem Sieg bei den 500 Meilen von Indianapolis. Sagenhafte 190 der 200 Rennrunde hatte er dabei geführt und die US-Szene nachhaltig geschockt. Nach einer mühsamen Saison 1966, stellte Chapman Mitte 1967 den Lotus 49 vor, ausgestattet mit dem phänomenalen Ford Cosworth DFV ausgestattet. Zu spät für den WM-Kampf, Clark musste sich mit dem 3. WM-Rang zufrieden geben. 1968 begann nach Mass mit dem Sieg beim Saisonauftakt in Südafrika GP, womit Jimmy den Rekord an GP -Siegen von Juan-Manuel Fangio knackte. Traurigerweise hatte der WM-Leader nur noch einen Monat zu leben. Ein Reifenschaden beim Formel 2-EM-Lauf in Hockenheim schleuderte seinen Lotus von der Bahn und seitwärts gegen einen Baum. Jim Clark war auf der Stelle tot..

Geboren: 4. März 1936 in Kilmany, Schottland;
Verstorben: 7. April 1968 im Motodrom Hockenheim, Deutschland, 32-jäjrig.

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7/4/1911, Harald Ertl wird geboren in Zell am See, Österreich

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Harald Ertl war ein gebürtiger Österreicher, eingebürgert in Mannheim und durch seinen Job als Motor-Journalist stets mittendrin im Sport, der stets seine Leidenschaft war. Erste Erfolge in der Formel Vau und Super Vau führten zu Einsätzen im Tourenwagen und auch sporadisch in den Formeln 3 und 2. Seine angenehme Wesensart machten Ertl zu einem beliebten Gesprächspartner und sein auffälliger Bartwuchs, den er irgendwie unter seinem Helm unterbrachte, zu einer Attraktion im Fahrerlager, Sein Talent zur Geldbeschaffung war berüchtigt und sicherte ihm 1975 immerhin den Einstieg in die Formel 1 auf einem privaten Hesketh 308B beim Grossen Preis von Deutschland am Nürburgring for himself, plus die Läufe in Österreich und Italien. 1976 wurde er Werskfahrer bei Lord Hesketh, aber ein 7. Platz beim GP von England war mit dieser Ausrüstung das höchste der Gefühle. Er war einer der 4 Helfer, die Niki Lauda damals aus seinem brennenden Ferrari bargen und wurde dafür mit einer Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. 1977 gab es nur 5 GP-Einsätze mit Hesketh und 1978 nur noch einige wenige mit Ensign und ATS, das war dann das Ende seiner F1-Kariere. Er konzerntrierte sich dann auf die Deutsche Rennsport Meisterschaft, die er in jenem Jahr auf einem Schnizer Gruppe 5 BMW 320 Turbo gewann und wo er auch in den Folgejahren an der Spitze zu finden war. Harald Ertl starb 1982 beim Absturz eines Privatflugzeuges auf dem Weg nach Sylt. Seine Frau Vera und sein kleiner Sohn Sebastian überlebten das Unglück.

Geboren: 31. August 1948 in Zell am See, Österreich;
Verstorben: 7. April 1982 nahe Giessen, Deutschland, 33-jährig.

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7/4/1966, Walt Hansgen stirbt

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Walter Hansgenfeierte erste Erfolge auf einem auf einem Jaguar basierenden Eigenbau in der SCCA-Serie, wurde dann 1956 von Briggs Cunningham angeheuert und eilte dann von einem zum anderen Titel in der US-Sportwagen-Szene. Nach einem Abstecher nach Europa 1958 fand er Gefallen an den Einbäumen der Formel Junior und gewann auf einem Cooper mehrere Rennen. Seine Chance auf ein Formel 1 ermöglichte ihm 1961 wiederum Cunningham, der ihm einen Cooper für den Grand Prix der USA beschaffte. Er qualifizierte sich auf Startplatz 14 und schlug sich im Rennen ganz ordentlich, bis er dem sich drehenden Olivier Gendebien ausweichen musste und dabei das Auto zerlegte. Im darauf folgenden Jahr nahm er am noch nicht zur WM zählenden GP von Mexiko teil, sah aber das Ziel wegen technischer Gebrechen nicht. Seine 3. und letzte Chance ergab sich 1964, als er auf einem 3. Werks-Lotus erneut beim GP der USA antrat und als Fünfter sogar die Erwartungen übertraf. Doch mit 45 Jahren war an eine F1-Karriere nicht zu denken, Walt beschränkte sich nun darauf seinem Schützling Mark Donohue weiter zu helfen. Die beiden fuhren auf einem Holman Moody Ford GT MKII in Sebring etwa einen 2. Platz heraus. Hansgen reiste nach diesem Erfolg nach Indianapolis, wo er einen Mecom-Lola IndyCar testete, und von dort weiter nach Le Mans zu Trainingsläufen. Auf einer schnellen Runde rutscht er in eine Auslaufzone und prallt dort gegen 2 grosse Sandhaufen. Das Auto überschlägt sich, Walt Hansgen erleidet dabei schwere Kopfverletzungen, an deren Folgen er 5 Tage später verstirbt.

Geboren: 28. Oktober 1919 in New Jersey, USA;
Verstorben: 7. April 1966 in Le Mans, Frankreich, 46-jährig.

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Kommentare
  1. funformula sagt:

    Das tropfenformige Sponsorenlogo enthält die Antwort 😉
    In seiner weiteren Karriere kamen dann noch weitere 613 dazu.

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