Samstag,

Veröffentlicht: 4 April 2009 in Uncategorized

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4. April – Jenson Button zieht mit Fangio gleich: Als Juan Manuel Fangio auch beim 2. Auftritt des 1954 in der F1 debütierenden Mercedes-Benz Rennstalls die Pole Position eroberte, sollte dies ein einsamer Rekord werden. Denn der Argentinier sollte fast 55 Jahren lang der einzige Formel 1-Fahrer bleiben, der es schaffte, ein brandneues Auto gleich bei dessen ersten beiden Starts auf Pole Position zu stellen. Heute bekam der unvergessene fünffache Weltmeister Gesellschaft in den Statistiken, als auch Jenson Button in Sepang die 2. Pole in Folge für die Neulinge BrawnGP herausfuhr.

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4/4/1959, George Amick dies

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George Amick feierte in 50ern grosse Erfolge bei den Midget-Rennen und gewann auch 3 ChampCar-Rennen, als diese nocjh auf Sandbahn-Ovalen umher drifteten. Folglich fuhr „Little George“ auch die 500 Meilen von Indianapolis, als diese zur WM zählte. 1958 überstand er die grosse Massenkollision der 1. Runde und fuhr seinen Demler Special auf dem 2. Platz über die Ziellinie, was ihm zudem die „Rookie of the Year“-Trophäe des besten Neueinsteigers einbrachte. Am 4. April 1959 wurde der Daytona International Speedway mit einem 100 Meilen Rennen eingeweiht. Amick, der von der Pole Position gestartet war, verlor in der letzten Rennrunde in Kurve 3 sein Auto aus der Kontrolle, der Roadster krachte mit den Rädern nach oben auf den Asphalt. Nachdem Marshall Teague bereits bei Trainingsläufen ums Leben gekommen war, verlor auch George Amick sein Leben auf dem neuen Daytona-Oval.

Geboren: 24. Oktober 1924 in Vernonia, USA;
Verstorben: 4. April 1959 in Daytona, USA, 34-jährig.

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5/4/1940, Dickie Attwood wird geboren in Wolverhampton, England

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Richard Attwood machte 1963 mit dem Sieg beim Formel Junior-Rahmenrennen zum Grand Prix von Monaco von sich reden. 1964 stieg er in die Formel 2 auf und gewann den EM-Lauf in Aspern, was ihm ein Cockpit im BRM-Werksteam für den GP von England zu bescheren schien, wo allerdings nach dem Quali sein BRM P67 zurückgezogen wurde. So erfolgte Dick Attwoods erstes F1-Rennen 1965 auf einem Lotus-BRM von Reg Parnell Racing ab dem GP von Monaco. Er holte mit je einem 6. Platz bei den GPs von Italien und Mexiko GP WM-Punkte, konzentrierte sich dann 1967 aber auf seine Sportwagen-Einsätze, bis auf einen Gasstart auf einem Werks-Cooper T81B-Maserati beim GP von Kanada. 1968 ersetzte er den in Indianapolis tödlich verunfallten Mike Spence im BRM Werks-Team ab dem GP von Monaco, wo er gleich mit einer brillanten Fahrt auf den 2. Platz und der schnellsten Rennrunde beeindruckte. Doch danach bleiben gute Ergebnisse aus und Dickie wurde nach dem Grossen Preis von Deutschland frei gestellt. 1969 sprang er in Monaco für den verletzten Jochen Rindt bei Lotus ein und empfahl sich mit einem guten 4. Platz, erhielt dennoch keine weiteren Angebote. Der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans, wo er sich auf einem Porsche 917 mit Hans Herrmann abwechselte, war gewiss der grösste Erfolg seiner Karriere. 1971 zog sich Attwood vom aktiven Sport zurück und arbeitete für die Entwicklungs–Abteilung von Vauxhall als Testfahrer. Nebenher trat er regelmässig bei Klassik-Veranstaltungen, wo er noch heute angetroffen werden kann, nicht selten hinterm Lenkrad.

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4/4/1958, Christian Danne würde geboren in München, Gemany

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Christian Danner hatte mit seinen Einsätzen in Cup-Autos und Gruppe 4-Rennwagen nicht eben den idealen Background, als er von BMW Motorsport-Chef Dieter Stappert für die Formel 2-EM ins March-Werksteam gehievt wurde, aber auch Einsätze in der Tourenwagen-EM hatte. Im F2 beeindruckte er nicht auf Anhieb, gewann dann aber die erstmals ausgetragene Formel 3000-EM und wurde somit zum 1. deutschen Rennfahrer der Neuzeit, der eine internationale Meisterschaft erringen konnte. Sein Formel 1-Debüt erfolgte 1985 beim Grand Prix von Belgien mit Zakspeed, das aber ebenso endete wie der 2. und vorerst letzte Einsatz beim GP von Europa in Brands Hatch: Mit technischem Schaden. Christian begann die Saison 1986 mit Osella, doch als Marc Surer bei einer Rallye schwer verunglückte, topfte BMW den Bayern ab dem Detroit-GP zu Arrows um. Ende 1986 kehrte Danner zu Zakspeed zurück, konnte aber trotz einer recht passablen Saison 1987 kein Cockpit für 1988 ergattern. 1989 engagierte ihn dann Günther Schmid für sein Rial-Team, mit dem er mit dem 4. Platz in Phoenix sein bestes Resultat herausfahren konnte. Dann trudelte die Danner’s F1-Karriere aus, nach Einsätzen in der Formel Nippon und der CART-Serie, feierte der BMW-Pilot grosse Erfolge im Tourenwagen, etwa 1992 die Siege bei den 24 Stunden-Rennen in Spa und am Nürburgring. Es folgten Einsätze mit Alfa Romeo in der ITC, wo es 1995 Siege in Helsinki und am Norisring zu feiern gab. Danach wich die Rennfahrer-Karriere dem Job vor der TV-Kamera in diversen Auto-Sendungen und – natürlich – als langjähriger F1-Kommentator für RTL. Die Entstehung von GP Masters lockte den Münchener 2005 und 2006 nochmal ins Cockpit und 2008 probierte er sich bei der Asian Speedcars-Serie im Stock-Car, doch die TV-Jobs und seine Beratertätigkeit für diverse Unternehmen geniessen heute Vorzug.

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4/4/1931, André Michelin dies

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André Michelin war ein französischer Unternehmer, der gemeinsam mit seinem Bruder Édouard 1988 die Michelin Tyre Co. gründete, ein zusätzlicher Geschäftsbereich neben der 1832 durch Grossväter Aristide Barbier und Nicolas Edouard Daubree gegründete Gummifabrik. Er erfand 1900 auch den Guide Michelin, ein rot umschlagener Restaurantführer mit Beurteilungen der jeweiligen Etablissements. Ein genialer Marketing-Streich für jene Zeit, denn das Werk animierte Reisen zu kulinarischen Tempeln per Automobil. Der Erfolg war ein solcher, dass bald eine eigenständige Organisation gegründet wurde, die das den Gourmetführer nicht nur herausgab, sondern an den Strassen Frankreichs Kilometer-Steine aufstellte und schlieslich Strassenkarten für weite Teile Europas erstellte.

Geboren: 16. Januar 1853 in Paris, Frankreich;
Verstorben: 4. April 1931 in Clermont-Ferrand, Frankreich, 78-jährig.

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