Dienstag,

Veröffentlicht: 31 März 2009 in Uncategorized

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31. März – Natürlich ist dies kein Formel 1-Rennwagen, doch die Hintergrund-Story hat in zweierlei Hinsicht mit der F1 zu tun. Weiss jemand, worum es sich hierbei handelt?

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31/3/1956, Kevin Cogan wird geboren in Culver City, USA

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Kevin Cogan erschien mit einigen Siegen in der US-Formel Ford und der Formel Atlantic in der Formula 1, allerdings erst einmal 1980 in der englischen Aurora-Serie. Da fuhr er für Teddy Yip einen Theodore Racing Wolf WR31 und der Hong-Kong Millionär war so angetan, dass er dem Kalifornier einen RAM Williams FW07 für den Grand Prix von Kanada anmietete. Doch Cogan scheiterte an der Quali-Hürde, ebenso wie beim nächsten Versuch am Steuer eines von Ken Tyrrells Autos 1981 beim GP der USA-West in Long Beach. Kevin fielen damit praktisch die Türen der F1 zu und er wandte sich daraufhin der Indycar-Szene zu. 1986 verpasste er den Sieg bei den 500 Meilen von Indianapolis nur knapp, auf den letzten Metern geschlagen von Bobby Rahal. Er überstand 1989 einen haarsträubenden Unfall beim Indy 500 und brach sich 1991 ein Arm und ein Bein bei einem weiteren Crash am Brickyard. Er zog sich schliesslich 1993 aus dem aktiven Sport zurück und wurde ein erfolgreicher Geschäftsmann.

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31/3/1955, Tim Densham wird geboren in Warwick, England

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Tim Densham stiess gleich nach seinem Ingenieur-Abschluss an der Polytechnic-Uni von Lancaster zu Team Lotus, wo er ab 1980 unter dem legendären Colin Chapman in der Design-Abteilung mitarbeitete. Neben seinen Aufgaben im Designbüro wurde Tim auch als Renningenieur eingesetzt und bald zum leitenden Ingenieur für die Versuchsabteilung von Team befördert. 1990 wechselte er zu Brabham und wurde nach einem Jahr zum Chef-Designer für das Modell BT61 ernannt. Leider verendete das Team, das Auto war auf dem Papier fertig, wurde aber nie gebaut. Densham heuerte bei Tyrrell an und war auch dort in der Doppelfunktion Designer/Ingenieur tätig, verabschiedete sich aber von dort 1998, um still und heimlich sich einem noch geheimen, neuen Honda F1-Projekt anzuschliessen. Als die Japaner aber das geplante Werksteam wieder verwarfen, kam das Angebot von Benetton, wo Tim als Chef-Designer für den Benetton-Playlife B200 voll verantwortlich zeichnete. Als der Rennstall von Renault Sport übernommen wurde, musste der Brite Zugeständnisse machen, ist aber bis heute dem Team treu.

Jackie Pretorius, Brabham BT26A, Kyalami 1971

31st of March – Jacobus Pretorius, better known as Jackie Pretorius, has died as a conquence from injuries sustained three weeks ago during an assault at his home in Glen Austin near Johannesburg, three weeks ago. His wife Shirley died as a result of her injuries in a similar assault assault some years ago.

My heart goes out to family and friends in these difficult moments.

An additional post has been placed in the 31st of March post in honour of Jackie.

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31/3/2009, Jacobus Pretorius stirbt

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Jacobus Pretorius, besser bekannt als Jackie Pretorius, war Nachfahre holländischer Einwanderer und genoss, nicht nur als Mitglied einer bekannten Familie, in seiner Heimat Kultstatus. Im Motorsport feierte er seine grossen Erfolge in den 60ern und frühen 70ern. Abseits der Rennstrecken war er durch seine Verwandtschaft zu Andries Pretorius, der einst die Transvaal Republik gründete, und dessen Sohn Martinus, der der erste Präsident der Republik Südafrika war, die Konstitution des jungen Staates entwarf in die Stadt Pretoria gründete, als Andenken an dessen Vater. 1971 hatte Jackie seine wohl beste Saison mit dem Team e südafrikanische Meisterschaft und die Rennen in Killarney und auf der Roy Hesketh-Strecke in Natal gewann. 1973, als er die nationale Serie mit einem Ex-Motul-Brabham bestritt, heuerte ihn Frank Williams als Ersatz für den verletzten Nanni Galli in Kyalami an. Damit hat der Mann aus Transvaal vier Starts beim Heim-GP im Lebenslauf. Am Ende jener Saison erklärte er 39-jährig seine Rücktritt vom aktiven Sport und widmete sich bis zur Rente seinem Job bei Wynn Oil. 2003, lange nach Ende seiner Karriere, wurde das Ehepaar Pretorius an seinem Alterssitz in Midrand Opfer eines bewaffneten Einbruchs, bei dem Jackies Ehefrau Shirley von den Kriminellen erschossen wurde. 6 Jahre später wurde Jackie nun selbst Opfer eines brutalen Überfalls in seinem Haus in Glen Austin, einem Vorort von Johannesburg, und verstarb nach Wochen an den Folgen seiner Verletzungen.

Geboren: 22. November 1934 in Potchefstroom, Südafrika:
Verstorben: 31. März 2009 in Johannesburg, Südafrika, 74-jährig.

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Kommentare
  1. Rudolf Hillebrecht sagt:

    Sieht aus wie der Ligier, den Kevin Cogan 1984 in der CART-Serie für Curb Racing gefahren ist.

  2. grandprixinsider sagt:

    Richtig, das war 1984, auch Dan Gurney war involviert. Das Auto debütierte in Long Beach unter der Nennung Dubonnet-Ligier-Cosworth LC02 mit Kevin Cogan im Cockpit … und fiel nach 3 Runden aus.

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