Montag,

Veröffentlicht: 23 März 2009 in Uncategorized

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23. März – Der Fahrer dürfte ja bekannt sein, oder? Aber was ist das für ein Gefährt, das er da bewegt und von wann und wo ist diese Aufnahme?

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23/3/1981, Mike Hailwood stirbt

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Michael Stanley Bailey Hailwood bestritt, im Gegensatz zu John Surtees, Rennen über weite Strecken parallel auf zwei und auf vier Rädern. Als Motorradrennfahrer gewann «Mike the Bike» insgesamt 10 Weltmeistertitel auf Zweirädern, inklusive fünf aufeinander folgende Titel in der 500cc-Klasse, drei bei den 250cc’s und weitere zwei bei den 350cc’s. In der Formel 1 versuchte er sein Glück erstmals 1963 mit einem Lotus von Reg Parnell und tauchte zwischen 1964 und 1965 immer wieder bei einzelnen Rennen auf. Dann konzentrierte es sich auf die Motorräder und nahm nur hin und wieder an Langstreckenrennen teil, von denen er auch einige gewann. Erst ab 1969 nahm er seine Karriere auf vier Rädern wieder auf und nach drei Jahren in der Formel 5000 heuerte ihn John Surtees ab Ende 1971 für sein Formel 1-Team an. 1972 fuhr er für Surtees nebenbei noch in der Formel 2 und gewann die Europäische F2-Meisterschaft. In der Formel 1 überzeugte er mit einigen beeindruckenden Vorstellungen und kämpfte in Südafrika gegen Jackie Stewart sogar um die Führung bevor er mit einem Aufhängungsschaden liegen blieb. Beim GP von Italien errang er sein bestes F1-Resultat: 2. Platz in Monza.

1973 wurde ihm die George Medal und den Prix Rouge et Blanc Jo Siffert für besonderen Mut verliehen. Er hatte Clay Regazzoni beim Grand Prix von Südafrika aus dessen brennenden BRM gerettet. Der Rest des Jahres verlief jedoch frustrierend, trotz des Sieges beim 1000km-Rennen in Spa in einem Mirage Ford, den er sich mit Derek Bell teilte. Die Saison 1974 begann Mike auf einem dritten McLaren M23 in den Yardley-Farben und damit fuhr er einen weiteren Podestplatz und gute Resultate heraus – bis zu einem schweren Unfall am Nürburgring. Er brach sich dabei beide Knöchel und verletzte sich sein rechtes Knie schwer, der Unfall beendete seine Rennkarriere. 1978 trieb in die Sehnsucht nach Speed und Gefahr wieder in den Sattel, er schrieb sich für die Tourist Trophy auf der Isle of Man ein. Und holte sensationell seinen 13. Sieg beim Insel-Klassiker. Leider erlitt Mike am 21. März 1981 einen schweren Autounfall, bei dem seine Tochter Michelle ums Leben kam und der Ex-Weltmeister zwei Tage später seinen schweren Verletzungen erlag – nur Sohn David überlebte die Tragödie.

Geboren: 2. April 1940 in Great Milton, England.
Verstorben: 23. März 1981 nahe Birmingham, England, 40-jährig.

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23/3/1936, Bruce Kessler wird geboren in Seattle, USA

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Bruce Kessler wuchs als Sohn resident Mode-Designer Rose Marie Ried im Glanz und Glamour von Beverly Hills auf und kam 1958, mit einiger Rennsport-Erfahrung aus diversen Einsätzen in den Scarab-Rennern seines guten Freundes Lance Reventlow ausgestattet, nach Monaco gereist. Er hatte sich für den Formel 1 Grand Prix eingeschrieben und versuchte nun den Connaught-Alta aus dem Team eines gewissen Bernie Ecclestone fürs Rennen zu qualifizieren. Vergebens, auch wenn er auf Rang 21 von 28 Eingeschriebenen auf dem gefährlichen Strassenkurs keine ganz so schlechte Vorstellung bei seinem Gastauftritt in der F1 abgab, einen 2. Versuch gab es dennoch nicht. Bruce fuhr weiter Sportwagen-Rennen, bis einer im regnerischen Le Mans-Nacht einen schweren Unfall erlitt und tagelang im Koma lag. Kessler zog sich danach vom aktiven Sport zurück und konzentrierte sich auf eine seiner anderen Leidenschaft: Das Filme machen. Angefangen mit einem Kurzfilm im Auftrag von Kumpel Lance Reventlow über dessen Scarab, Namens „The Sound of Speed“. Er wurde zu einem der bekanntesten Regisseure für TV-Spielfilme und -Serien, wie etwa Knight Rider, Das A-Team, Der Chef, Bezaubernde Jeannie, Detektiv Rockford und Diagnose: Mord, u.a.. Bruce, der zum dem ein Weltklasse-Hobbyschütze ist, liebt Boote und die Sportfischerei und beteiligte sich an einer Trawler-Werft, wo er sich eine gewaltige Jacht für sein Hobby bauen liess und mit diesem Prachtstück er nun vor Florida herum und geniesst seinen Lebensabend.

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23/3/1933, John Taylor wird geboren in Anstey, England

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John Taylor war ein Freund von Mäzen Bob Gerard, der ihn bei nationalen Rennen in England auf seinen Rennwagen einsetzte. Auch sein Formel 1-Debüt feierte er 1964 auf einem von Bobs Rennern, einem Cooper T71/73 mit einem 1 Liter-Cosworth SCA-Motor. Doch dieser Einsatz beim Grand Prix von England blieb vorerst ein Gastauftritt. Erst 1966 Gelang John einen Vertrag mit David Bridges zu schliessen, der einen privaten 2 Liter-Brabham-BRM vom GP von Frankreich an für ihn einsetzte. Er lebte sich gut ein, gleich bei seinem ersten Auftritt für sein neues Team gelang ein brillanter 6. Platz und damit 1 WM-Punkt in seiner erst 2. WM-Teilnahme. Dann die Tragödie am Nürburgring: Nach einer Kollision mit Jacky Ickxs Formel 2 Matra in der ersten Runde des Grossen Preises von Deutschland, fliegt Johns BT 11 ab und fängt Feuer. Der Fahrer kann nur mit schwersten Verbrennungen aus dem Wrack geborgen werden. Wochenlang kämpfte John Taylor in Koblenzer Klinik um sein Leben, verstarb aber schliesslich – ein Monat nach dem Unfall – an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

Geboren: 23. März 1933 in Anstey, England;
Verstorben: 8. September 1966 in Koblenz, Deutschland, 33-jährig.

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23/3/1976, Ricardo Zonta wird geboren in Curitiba, Brasilien

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Ricardo Luiz Zonta mit den Meistertiteln in der brasilianischen Formel Chevrolet und der südamerikanischen Formel 3-Meisterschaft in Tasche nach Europa und bestätigte seinen Marktwert, indem er 1997 Juan-Pablo Montoya im Kampf um den Formel 3000-Titel schlug. Der sympathische Brasilianer wurde ein McLaren-Schützling und nach einem Jahr in der GT1, wo er massgeblich am Titelgewinn von Mercedes-Benz beteiligt war, bei British American Racing neben Weltmeister Jacques Villeneuve platziert. Doch ein schwerer Unfall beim Training zu seinem Heimat-Grand Prix in Interlagos unterbrach erst einmal die viel versprechende Karriere. Als er beim GP von Kanada wieder ins Cockpit kletterte, liess er ein wenig den alten biss vermissen. Die Saison 2000 begann dafür, Ricardo konnte beim Auftakt in Melbourne seinen ersten WM-Punkt mit einem feinen 6. Platz erobern. Doch über die Saison überzeugte er nicht und verlor sein Cockpit für 2001 an Olivier Panis. Zonta wurde dann Test- und Reservefahrer bei Jordan und durfte Heinz-Harald Frentzen zweimal ersetzen. Hungrig nach Siegen und bestrebt seinen Ruf aufzupolieren, stufte sich Zonta selbst in die World Series herab und gewann die Meisterschaft souverän, worauf er von Toyota für 2003 unter Vertrag genommen wurde, allerdings als Test- und Reservefahrer. Er ersetzte LandsmannCristiano da Matta in der 2. Saisonhälfte 2004 und in 2005 beim US GP in Indianapolis Ralf Schumacher, nachdem der sich bei einem Trainingsunfall verletzt hatte. Er nahm danach denselben Job beim Renault F1-Team an, kam aber nie bei GPs zum Einsatz und trat stattdessen in der brasilianischen StockCar V8-Serie an. 2008 kamen dann Starts in der GrandAm-Serie dazu, sowie mit Peugeots 908 HDI die Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans.

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Kommentare
  1. funformula sagt:

    Dem weiss/goldenen Helmdesign nach zu urteilen ist der Fahrer Mike Hailwood, das Fahrzeug ein Lola T142-F5000.
    Die Werbetafeln geben den Hinweis auf das Rennen:
    Es ist in Hockenheim, der zehnte Lauf zur Formel 5000 Meisterschaft 1969.
    Hailwood wurde in diesem Rennen zweiter.

  2. grandprixinsider sagt:

    Tja, dem ist nichts hinzu zu fügen.

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