Freitag,

Veröffentlicht: 20 März 2009 in Uncategorized

maserati-250f

20. März – Heute ist der 6. Todestag des Ingenieurs Giulio Alfieri, der den am längsten eingesetzten Formel 1-Rennwagen aller Zeiten entwarf: Den Maserati 250F. Dieses bemerkenswerte Renngefährt debütierte 1954 beim Grand Prix von Argentinien gleich mal mit einem Sieg durch Juan Manuel Fangio. 280 Nennungen wurden allein innerhalb der Formel 1-WM für Fahrer abgegeben, die mit diesem Modell an den Start gingen. Frage: Wer war der letzte Pilot, dem ein Sieg mit einem 250F gelang (+ wann und wo) und wann kam dieser robuste Renner unter wem zum letzten Mal zum Einsatz?

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20/3/2002, Giulio Alfieri stirb

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Giulio Alfieri war ein italianischer Automobil-Ingenieur, der 1953 zu Maserati stiess um dort neben Kollegen wie Gioacchino Colombo und Vittorio Bellentani zu arbeiten. Sein Hauptaufgabe wurde bis in die 60er Jahre hinein die Entwicklung von Renn- und Sportwagen. Er bafasst sich zudem ausführlich mit dem Motorenbau, etwa den 6- und 8-Zylinder-Rennmotoren der bei Grands Prix eingesetzten Maserati der A6er Reihe und dem 250F, der gesamthaft aus Alfieris Feder stammte. Er war es auch, der die Entwicklung von V8- und V12-Rennmotoren vorantrieb, Letzterer kam im Cooper-Maserati Formel 1-Rennwagen zum Einsatz. In der Automobil-Industrie machte er sich endgültig einen Namen mit der Kreation des Strassensportwagens Maserati 3500 GT, im Rennsport legte er einen offenen Zweisitzer nach, den Maserati Birdcage. Beide Autos wurden übrigens mit Leichtbau-Karrosserien versehen und als „Superleggera“-Versionen bekannt. Giulio Alfieri verliess Maserati 1973, arbeitete später einige Jahre für Lamborghini an deren V8- und V12-Motoren und verstarb im Alter von 77 Jahren in Modena.

Geboren: 10. July 1924 in Parma, Italien;
Verstorben: 20. März 2002 in Modena, Italien, 77 Jahre alt.

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20/3/1895, Robert Benoist wird geboren in St Benoit, Frankreich

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Robert Benoist wird noch heute in einem Atemzug mit der Marke Delage genannt, für die er ab 1924 an den Start ging. Sein bestes Jahr war 1927, als er die Grands Prix von Frankreich, Spanien, Italien und England mit dem 1,5-Liter-Delage gewinnen konnte und so dem französischen Hersteller den Markenpokal sicherte. Ab 1928 ging er auf Bugatti an den Start, entschloss sich aber nach 2 Saisons zum Rückzug aus dem aktiven Sport. Allerdings brauchte es nur die Einladung durch Ettore Bugatti, der ihm 1934 einen Job als Werksfahrer anbot, um Benoist wieder hinteres Lenkrad zu locken. Ende 1937 dann der endgültige Abschied von den Autorennen, er zog es vor, die Verkaufs-Niederlassung von Bugatti in Paris zu leiten. Als der 2. Weltkrieg ausbrach, meldete sich Benoist bei der Luftwaffe. Immerhin war er bereits im 1. Weltkrieg als Jagdflieger erfolgreich und – wegen seiner Rennsport-Erfolge – ein Mitglied der „Légion d’Honneur“, der französischen Ehrengarde. Doch es wurden den jungen, wagemutigen Fliegern Vorrang gegeben, so dass er sich der „Resistence“ anzuschliessen, der französischen Widerstands-Bewegung. Die Gestapo kam Robert Benoist auf die Spur, verhaftete und verbrachte ihn ins Konzentrationslager Buchenwald, wo er 1944 hingerichtet wurde.

Geboren: 20. März 1895 in St Benoit, Frankreich;
Verstorben: 12. September 1944 in Buchenwald, Deutschland, 49 Jahre alt.

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20/3/1972, Pedro Lamy wird geboren in Aldeia Galega, Portugal

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Pedro Lamy klopft in der Formel 1 mit Referenzen an, wie der EM-Titel in der Formel Opel, dem Gewinn der deutschen Formel 3-Meisterschaft und dem beinahe Gewinn der Formula 3000-Meisterschaft. Sein Formel 1-Debüt feierte er 1993 beim Grand Prix von Italien in Monza, als Ersatz für den verletzten Alex Zanardi bei Lotus. Das Team nahm ihn dann für 1994 unter Vertrag, doch die Saison wurde von Dramen gezeichnet. Pedro löste – natürlich unbeabsichtigt – die tragische Abfolge von Ereignissen aus, als er JJ Lehto auf dessen abgewürgten Benetton beim Start auffuhr. Glücklicherweise blieb er da unverletzt, doch bald darauf, bei einer Testfahrt in Silverstone nach dem Grand Prix von Monaco, hob Lamys Lotus nach einem Bruch des Heckflügels ab, flog in hohem Bogen von der Strecke ab und landete in einer Fussgänger-Passage. Der sympathische Portugiese überlebt mit zertrümmerten Beinen. Erst Mitte 1995 gelang ihm ein Comeback, nun mit Minardi und er unterstrich seinen ungebrochenen Kampfgeist mit einem WM-Punkt in Adelaide. 1996 sollte dann dennoch seine letzte F1-Saison werden. „Pedrinho“, wie er von Freunden gerufen wird, setzte seine Karriere erfolgreich im GT-Sport, etwa mit dem EM-Titel 1998 in der GT2, nach einem weniger erfolgreichen Jahr in der DTM mit Mercedes in 2000, gewann er die 24 Stunden vom Nürburgring zweimal und wurde 2003 Meister der V8STAR-Serie. Er setzte seine Erfolgsserie in der LeMans-Serie fort, gewann 2004 und 2005 den GT1-Titel und 2007, nun als Peugeot-Werksfahrer mit deren 908 HDI in der LMP1 unterwegs, die Gesamtwertung.

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Kommentare
  1. novion sagt:

    Maserati 250F:
    letzter Sieg beim GP Deutschland 1957 (Nürburgring) durch J. M. Fangio – letzer F1-Einsatz beim GP USA 1960 (Riverside) mit R. Drake …????

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