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Veröffentlicht: 19 März 2009 in Formel 1, Grand Prix, Super-Sportwagen
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19. März – Geniessen wir doch der Anblick eines der exklusivsten Supersportwagen der Welt. Was das mit der Formel 1 zu tun hat? Na, sagt bloss das wisst ihr nicht…

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19/3/1995, Trevor Blokdyk stirbt

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Trevor Blokdyk war südafrikanische Speedway-Meister Trevor bekannt, als er 1962 nach Europa zog, um Formel Junior-Rennen zu fahren. Es blieb vorerst beim Ausflug, denn schon bald ging ihm das Geld aus. Zurück in Südafrika bestritt er die nationale Meisterschaft und schaffte es beim Grand Prix von Südafirka – sein einziger GP-Start – mit einem ex-Love Cooper an den Start zu gehen. Er versuchte sich erneut in Europa, diesmal in der Formel 3, doch nach einem üblen Crash in Albi landete er für Monate im Hospital. Nach drei Monaten und unzähligen Operationen and Beinen und Hüfte wurde er aus dem Krankehaus entlassen und setzte sich unbeirrt wieder ins F3-Cockpit. Doch von da schien es keinen Aufstieg zu geben, also kehrte Trevor nach Südafrika zurück und war dort noch ein paar Jahre im nationalen Motorsport unterwegs. Er hatte sich bereits aus dem aktiven Sport und aufs Land zurückgezogen, als er im Alter von 59 Jahren einen Herzanfall erlag.

Geboren: 30. November 1935 in Krugersdorp (Gauteng), Südafrika;
Verstorben: 19. Mürz 1995 in Hekpoort (Gauteng), Südafrika, 59 Jahre alt.

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19/3/1964, Nicola Larini wird geboren in Lido di Camaiore, Italien

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Nicola Giuseppe Larini landete durch den Gewinn der italienischen Formel 3 Meisterschaft im kleinen Formel 1-Rennstall Enzo Colonis. Sein Debüt-Rennen erfolgte erst beim Grand Prix von Sapnien 1987, nachdem er zuvor in Monza nicht die Quali-Hürde geschafft hatte, doch ein Aufhängungsdefekt bedeutete das frühe Ende. Nicola wechselte für 1988 zu Enzo Osellas Team und blieb, trotz des notorisch kleinen Budgets, auch für 1989 treu und verfügte nun über einen etwas gleichwertigeren 3,5-Liter-Ford Cosworth-Motor. Höhepunkt des Jahres war sein Teufelsritt beim verregneten GP von Kanada, wo er zeitweise auf Platz 3 aufgeigte, bis die Feuchtigkeit die Bordelektronik des Osella lahm legte. Auf diesen Auftritt hin folgte das Angebot 1990 für Ligier zu fahren, doch das vermeintlich besser aufgestellte Team enttäuschte. Da schien die Offerte, 1991 für das Lambo Modena-Team 1991 an den Start zu gehen, umso verlockender. Doch nach nur einer Saison war der Rennstall am Ende. Ferrari bot Larini dann den Job als Testfahrer an, den bis dahin Gianni Morbidelli inne hatte. Nebenher fuhr er für Alfa Romeo Tourenwagen-Rennen, gewann 1992 die italienische Superturismo Meisterschaft und bestritt für Ferrari zwei GPs, als Ivan Capelli in jener Saison von der Scuderia gefeuert wurde. Neben seinen Einsätzen in der DTM ging Nicola 1993 seinem Testjob bei Ferrari nach und sprang 1994 für den verletzten Jean Alesi in der F1 ein. Beim ersten Rennen wurde er in Ayrton Senna’s Williams hineingerempelt, sein 2. Start war beim Schicksalrennen in Imola, wo er hinter Michael Schumacher Zweiter wurde. Der Italiener konnte sich über sein bestes F1-Resultat, auch noch vor heimischem Publikum, nie so recht freuen. Seine letzte Chance in der F1 tauchte auf, als Peter Sauber für 1997 eine Motorenbelieferung durch Ferrari einfädeln konnte und er so als Dreingabe bei den Schweizern landete. Trotz eines 6. Platzes bei seinem Comeback in Melbourne, kam Larini nie so recht im Team klar und schien geradezu froh nach nur 5 Rennen entlassen zu werden, um sich wieder mit Alfa der Tourenwagen-Rennen zu widmen. In dieser Szene feierte er fortan grosse Erfolge und nach werksseitigem Rückzug durch Alfa, wechselte er 2005 in das Chevrolet-Werksteam, wo mit Erfolg an der Tourenwagen-WM teilnimmt.

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19/3/1943, Vern Schuppan wird geboren in Whyalla, Australien

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Vernon Schuppan erschien 1972 beim Grand Prix von Belgien im Formel 1-Fahrerlager als einer der zahlreichen Fahrer des BRM-Teams mit gerade mal einem Sieg bei einem Formel 2-Schaurennen in Brands Hatch. Es sollte vorerst bei einem einmaligen Auftritt bleiben und Vern schien auch durchaus zufrieden damit seine weitaus erfolgreicheren Einsätze in der Marken-WM den Vorrang zu geben. Als sich allerdings ein Mäzen fand um sich in Mo Nunns Ensign-Team einzukaufen, war der Australier zumindest bei den europäischen Rennen 1974 mit von der Partie. Doch das Leben als Hinterbänkler schmeckte ihm überhaupte nicht und, als wollte er seinen Stellenwert jeweils unterstreichen, gewann Schuppan 1974 und 1976 den gutdotierten Grand Prix von Macau, damals mit Formel Pacific-Autos ausgetragen. Zwischendurch hatte er 1975 einen weiteren, glanzlosen Einzelauftritt in Graham Hills Team. Nachdem der Allrounder bei den 500 Meilen von Indianapolis sein Debüt gefeiert und die australische Formel 5000-Serie 1976 hatte gewinnen können, erschien Vern abermals in der F1 und bestritt einige GPs mit Surtees. Dabei gelang ihm ein 7. Platz als bestes Resultat seiner Karriere beim GP von Deutschland. Doch als er Holland an der Quali scheitert, wendet sich Vern endgültig von der F1 ab. Ein 3. Platz 1981 beim Indy 500, der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1983 und der Gewinn der japanischen Sport-Prototypen-Meisterschaft in jenem Jahr waren plakative Beweise dafür, dass er durchaus über das erforderliche Talent verfügt. Alleine eine faire Chance in der F1 fehlte. Nach seinem Rücktritt vom aktiven Sport baute er Supersportwagen, doch säumige japanische Käufer und eine damals grasierende Rezession zwangen ihn in die Pleite. Der alte Kämpfer begann wieder bei null und arbeitete als Mechaniker und Berater für diverse Rennställe. So wurde er auch Geschäftspartner von Stefan Johansson in dessen Indy Lights-Team. Vern Schuppan lebt heute abwechselnd in Portugal und Adelaide, wo er im Immobilien-Geschäft agiert. Kürzlich wurde er in den Klub der einstigen F1-Piloten aufgenommen, dem Club International des Anciens Pilotes de Grand Prix F1.

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Kommentare
  1. funformula sagt:

    Was der Supersportwagen mit der Formel 1 zu tun hat?
    Es ist sein Konstrukteur!
    Wer das ist?
    Dies herauszufinden dürfte aufmerksamen Lesern der heutigen Lebensläufe nicht schwerfallen 😉

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