Donnerstag,

Veröffentlicht: 12 März 2009 in Uncategorized

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12. März – Vor ein paar Tagen fragte ich, wer denn der letzte Ingenieur gewesen sei , der ein Team unter seinem eigenen Namen zu einer Formel 1-WM einschrieb. Ich bekam von Bekannten den Hinweis, Motorsport Aktuell habe verbreitet, das sei John Cooper gewesen. Ach wirklich? Scheinbar reicht die Recherche der werten Kollegen nur bis zur Wikipedia-Homepage. Dort steht dieser Blödsinn nämlich geschrieben. Zumindest in der deutschen Fassung. Nun, man muss zwischen diplomierten Ingenieuren und Rennwagenbauern unterscheiden. Und ein solcher war John Cooper. Allerdings kamen nach ihm noch Jack Brabham, Bruce McLaren, Peter Connew und… für ein Schweizer “Fachblatt” besonders peinlich, ein gewisser Peter Sauber. Letzterer ist andererseits gelernter Elektriker und kein Ingenieur. Wenn ich also davon ausgehe, dass wir von handwerklich geschulten Ingenieuren reden, die nur eben nicht diplomiert sind, dann reden wir von Enzo Osella. Der lernte erst den Motorenbau bei Carlo Abarth, wurde dann zum technischen Leiter des Sportwagenbaus, übernahm später die Rennabteilung selbst und machte daraus die Rennwagen-Manufaktur Osella. Das Bild oben zeigt Eddie Cheever beim Debüt des Osella FA1 beim Grand Prix von Argentinien 1980.

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24/1/2003, Giovani Agnelli wird geboren in Villar Perosa, Italien

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Gianni Agnelli, wie er meist genannt wurde, war der Enkel des gleichnamigen Giovanni Agnelli, dem Gründer des italienischen Autoherstellers FIAT, von dem er die Leitung des Unternehmens 1966 übernahm. Gianni mauserte sich zu einem der erfolgreichsten Industriekapitäne Italiens. Das Unternehmen hatte schon bald den Löwenanteil an Arbeitsplätzen der italienischen Industrie anzubieten und der wachsende Produktionsaustoss machte FIAT zu einem der bedeutendsten Autohersteller Europas. Als Hauptanteilseigner des Unternehmens, wuchs natürlich auch Agnellis Privatvermögen erheblich und damit auch sein Einfluss in Wirtschaft und Politik. Als Gianni Anfang 2003 verstarb, würdigte die zur FIAT-Gruppe gehörende Scuderia Ferrari den grossen Gianni Agnelli , in dem der damals aktuelle Formel 1-Rennwagen Ferrari F2003-GA taufte.

Geboren: 12. März 1921 in Villar Perosa, Italien;
Verstorben: 24. Januar 2003 in Turin, Italien, 82 Jahre alt.

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12/3/1965, Vittorio Jano stirbt

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Vittorio Jano arbeitete zunächst unter Luigi Bazzi an der Konstruktion des Vorkriegs-Grand Prix-Renners Alfa Romeo P2. 1937 baute Jano den Alfetta 158 für den von Enzo Ferrari geleiteten Rennstall, sein erstes eigenes Projekt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er von Lancia angeheuert und kreierte den D50, der Ende 1954 debütierte. Als Gianni Lancia dann seine Formel 1-Autos verkaufen musste und Enzo Ferrari den Bestand übernahm, trat Jano der Scuderia erneut als beratender Ingenieur bei. Später, als Ferrari seine eigenen Autos und Motoren baute, entwarf er den Ferrari Dino V6-Motor. Nachdem sein Sohn verstorben war, nahm sich der schwerkranke Vittorio Jano das Leben.

Geboren: 22. April 1891 in San Giorgio Canavese, Italien;
Verstorben: 12. März 1965 in Italien, 73 Jahre alt.

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26/2/2001, Dennis Nalon wird geboren in Chicago, USA

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Duke Nalon nahm erstmals 1937 an den 500 Meilen von Indianapolis teil, musste dann aber bis 1948 auf seinen nächsten Einsatz im Brickyard warten. Im darauffolgenden wurde er Dritter und holte 1949 die Pole Position. Er führte sogar das Rennen an, crashte dann aber. Von 1950 zählte das Indy 500 zur Formel 1-WM und Duke holte 1951 erneut die Pole Position, was ihm einen Eintrag in die F1-Statistiken sicherte. Doch obwohl er noch bis 1953 beim “500” an den Start ging, konnte Nalon nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Nach dem Duke Nalon lange in Phoenix gewohnt hatte, zog er im Alter nach Indianapolis, wo er bis zu seinem Mitglied des Indy 500 Racers Club war.

Geboren: 12. März 1913 in Chicago, USA;
Verstorben: 26. Februar 2001 in Indianapolis, USA, 87 Jahre alt.

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