Donnerstag,

Veröffentlicht: 5 März 2009 in Uncategorized

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5. März – OK, ich gebe es zu: Ich habe einen Bock geschossen und Mario Andretti einen Tag zu früh thematisiert. Also habe ich den Sieger des GP von Südafrika von 1971 auf morgen (wo der Termin hingehört) verschoben und hier eine Aufnahme vom selben Rennen stattdessen eingebaut. Welcher Fahrer, welches Auto von welchem Team das ist, wisst ihr ja eh. Oder?

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5/3/1975, Luciano Pucci Burti wird geboren in Sao Paulo, Brasilien

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Luciano Burti kam in die Formel 1 mit dem ungewöhnlichen Ruf ein schneller und besonnener junger Mann zu sein. Massgeblich Anteil an dieser Entwicklung in den Nachwuchs-Kategorien hatten Jackie und Paul Stewart, die den Brasilianer dann auch bereits 1998 zum Testfahrer ihres Formel 1-Teams beförderten. Als aus Stewart Grand Prix dann Jaguar Racing wurde, blieb Burti in dieser Funktion und durfte 2000 beim Grand Prix von Österreich debütieren, als Eddie Irvine erkrankte. 2001 wurde Luciano als Fahrer aufgestellt, wurde aber bereits nach wenigen GPs durch Pedro de la Rosa ersetzte und zu Prost Grand Prix transferiert. Beim GP von Belgien erschreckte er Millionen TV-Zuschauer, als ein allzu optimistisches Überholmanöver auf Irvine schief geht und er mit Vollgas in die Reifenstapel abfliegt. Er hatte grosses Glück den gewaltigen Einschlag zu überleben. Prosts Rennstall war wenige Monate später am Ende und Burti nahm dankbar einen Testfahrer-Job bei Ferraris F1-Team an. Er kam jedoch nicht sehr oft zum Einsatz und nachdem sich auch sonst keine Offerten in der F1 ergaben, wechselte er in die brasilianische StockCar-Serie. Seit ein paar Jahren arbeitet Burti auch als F1-Experte für das brasilianische TV.

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5/3/1940, Graham McRae wird geboren in Wellington, Neuseeland

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„Cassius“ McRae, so sein Spitzname, gewann zahlreiche Meistertitel während seiner Karriere, etwa die Tasman Serie von 1971 bis 1973. Er gewann 1972 parallel auch die Formel 5000-Meisterschaft in den USA. Weitere grosse Erfolge waren der dreifache Sieg beim Grand Prix von Australien und seine einzige Teilnahme an den 500 Meilen von Indianapolis im Jahre 1973, als zum Rookie of the Year erkoren wurde, dem besten Neuzugang. In jenem Jahr gab er beim GP von England auch sein Debüt in der Formel 1. Bedauerlicherweise stand im hierfür nur nur Frank Williams völlig chancenloser Iso-Marlboro zur Verfügung. Niemand weiss, wozu McRae mit einem vernünftigen Auto fähig gewesen wäre. Der ausgebildete Ingenieur widmete sich allerdings lieber dem Bau seines eigenen Rennwagens. Seine Firma McRae Cars baute den von Len Terry ursprünglich als Leda LT27 entworfenen F5000-Renner, woraus der McRae GM1 entstand. Der Chef selbst fuhr sein Eigenbau in England, wo das Team ansässig war, trat aber auch zu F5000 -Rennen in Neuseeland, Australien und Amerika an. 1978 eroberte „Cassius“ in Australien seinen 5. Meistertitel in der F5000 und zog sich in die Heimat zurück um fortan Repliken von klassischen Sportwagen zu bauen. Leider erkrankte er vor einigen Jahren, litt bisweilen an Wahnvorstellungen. Doch nach entsprechende Behandlung geht es Graham heute wieder bedeutend besser, er besucht wieder klassische Motorsport-Veranstaltung und ist in der Organisation der neuseeländischen Formel Ford-Meisterschaft. Der Bau der Repliken ist allerdings eingestellt, aber Graham restauriert gerade einen seiner GM1 F5000-Renner und beabsichtigt ihn bei historischen Rennen selbst zu fahren.

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5/3/1977, Thomas Maldwyn Pryce stirbt

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Tom Pryce fuhr 1973 für Ron Dennis im Motul Rondel Racing Formel 2-Team, als er ende Jahres das Angebot erhielt den Token Formel 1 zu fahren, also jenes Auto, das ursprünglich von Dennis in Auftrag gegeben worden war und von Motul Geldern 1974 hätte finanziert werden sollen. Als die Mittel ausblieben, übernahmen die Geschäftsleute Tony Vlassopoulo und Ken Grob das Projekt. Pryce debütierte mit dem soeben fertiggestellten Auto beim Grand Prix von Belgien, ein 20. Startplatz und früher Ausfall mit Aufhängungsschaden versprach allerdings nicht Gutes. Die Nennung für den GP von Monaco wurde abgewiesen und der junge Waliser hüpfte kurzentschlossen – heute undenkbar – in Ippocampos Racings March 743 und gewann trotzig das Formel 3-Rahmenrennen. Es folgte ein Angebot vom Shadow F1-Team und beim GP von Deutschland sammelte Tom bereits erste WM-Punkte.

1975 landete in Österreich erstmals auf dem Podest, holte einen 4. Platz in Deutschland, drei 6. Plätze und beim GP von England sensationell die Pole vor heimischem Publikum. Er blieb bei Shadow für 1976, holte einen weiteren 3. Platz in Brasilien und ein paar 4. Plätze. Anfang 1977 wurde der vielversprechende Brite in Kyalami Opfer eines bizarren Unfalls, als ihm ein Streckenposten vors Auto lief. Der Mann wurde erfasst und, der Feuerlöscher, den er mit sich zu einem brennenden Auto trug, erschlug Tom Pryce beim Aufprall. Auch der Streckenposten überlebte den Unfall nicht. Glück hatte dagegen Jacques Laffite, dessen Ligier am Ende der Geraden vom führerlosen Shadow voll getroffen wurde. Der Franzose kam mit dem Schrecken davon.

Geboren: 11. Juni 1949 in Ruthin, Walis, Gross-Britannien;
Verstorben: 5. März 1977 an der Kyalami Rennstrecke, Südafrika.

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Kommentare
  1. Ulrich Fraj sagt:

    Dave Charlton im Brabham BT33 vom Team Motor Racing Developments.

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