Mittwoch,

Veröffentlicht: 4 März 2009 in Uncategorized

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4. März – Heute wäre Jim Clark 73 Jahre alt geworden. Und wie es schon guter Brauch ist, hier eine Momentaufnahme zur Feier des Tages. Der vielleicht beste Rennfahrer aller Zeiten ist hier in einem Lotus abgebildet, ich überlasse es aber euch herauszufinden, welches Modell das ist. Gerne dürft ihr etwas über den Motor dieses Renners erzählen. Entscheidend aber: Aus welchem Jahr stammt das Photo und wo wurde es aufgenommen?

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4/3/1974, William Aston stirbt

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Bill Aston war einst Motorrad-Rennfahrer und wechselte dann auf vier Räder. Sein grösster Erfolg blieb da allerdings ein Geschwindigkeits-Weltrekord für 500ccm-Fahrzeuge auf einem voll verkleideten Cooper-Rennwagen. In der Formel 2 erwies sich Bill als durchaus kompetent und als er Motorenbauer Archie Butterworth traf, beschlossen die Beiden einen eigenen Formel 2-Rennwagen zu bauen. 1952 wurde der Aston Butterworth-Renner, bestehend aus einem an einen Cooper erinnerndes Chassis und Archies luftgekühlter 4-Zylinder-Boxermotor erstmals für einen WM-Lauf genannt. Robin Montgomerie-Charrington qualifizierte das erste Exemplar für den GP von Belgien, fiel aber mit Motorschaden aus. Bill beabsichtigte sein eigenes WM-Debüt mit einem NB42 beim GP von England zu geben, doch das Auto vereinigte soviele Kinderkrankheiten in sich, dass Bill es nach dem Quali zurückzog. Beim nächsten Lauf am Nürburgring lief es nicht viel besser, Bill musste das Auto in der 2. Runde mit Öldruck-Problemen abstellen. Den GP von Holland liess das Ashton Butterworth-Team aus, um das Auto für das Saisonfinale in Monza besser vorzubereiten. Doch bereits beim Quali zum GP von Italien brach das Gefährt erneut zusammen. Es war das Ende aller Ambitionen der Beiden, Bill Aston fuhr fortan Tourenwagen-Rennen und war bis in seine 60er noch im Motorsport aktiv.

Geboren: 29. März 1900 in Hopton, England;
Verstorben: 4. März 1974 in Lingfield, England, 73 Jahre alt.

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4/3/1936, Jim Clark wird geboren in Kilmany, Schottland

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Jim Clark gilt noch heute als einer der besten Rennfahrer aller Zeiten. Seine Formel 1-Karriere sollte ursprünglich mit dem Aston Martin-Team beginnen, nachdem der Youngster bereits bei Tourenwagen-Rennen überzeugt hatte. Doch als das Projekt kollabierte, erschien schon Colin Chapman mit einer Vertragsofferte.

Zunächst würde Clark als Lotus-Werksfahrer Sportwagen- und Formel 2-Rennen fahren, dann F1.. Es sollte eine der bemerkenswertesten Partnerschaften der Geschichte des Motorsport zwischen einem Teameigner und einem Fahrer. 1960 debütierte der Schotte dann beim Grand Prix von Holland als Ersatz für den bei einem Motorrad-WM-Lauf beschäftigten John Surtees, fiel aber wegen eines Getriebeschadens an seinem Lotus aus. Weitere 71 GP-Starts folgten, 33 Mal startete Jimmy dabei aus der Pole Position, führte 43 Mal einen GP an und siegte 25 Mal. Die WM 1962 – wie auch jene 1964 – gewann Clark nur deshalb nicht, weil mechanische Defekte seiner filigranen Gefährte dies verunmöglichten. 1963 dominierte er jedoch klar, gewann 7 von 10 Läufen, 7 Mal davon von der Pole. 1965 kämpfte er Graham Hill, John Surtees und Newcomer Jackie Stewart auf dem Weg zum 2. WM-Titel nieder und schmückte seinen Lebenslauf noch mit dem Sieg bei den 500 Meilen von Indianapolis. Sagenhafte 190 der 200 Rennrunde hatte er dabei geführt und die US-Szene nachhaltig geschockt. Nach einer mühsamen Saison 1966, stellte Chapman Mitte 1967 den Lotus 49 vor, ausgestattet mit dem phänomenalen Ford Cosworth DFV ausgestattet. Zu spät für den WM-Kampf, Clark musste sich mit dem 3. WM-Rang zufrieden geben. 1968 begann nach Mass mit dem Sieg beim Saisonauftakt in Südafrika GP, womit Jimmy den Rekord an GP -Siegen von Juan-Manuel Fangio knackte. Traurigerweise hatte der WM-Leader nur noch einen Monat zu leben. Ein Reifenschaden beim Formel 2-EM-Lauf in Hockenheim schleuderte seinen Lotus von der Bahn und seitwärts gegen einen Baum. Jim Clark war auf der Stelle tot..

Geboren: 4. März 1936 in Kilmany, Schottland;
Verstorben: 7. April 1968 im Motodrom Hockenheim, Deutschland, 32 Jahre alt..

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4/3/1933, Nino Vaccarella wird geboren in Palermo, Italien

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Nino Vaccarella ist in seiner Heimat Sizilien eine lebende Legende, dank seiner drei Siege beim Klassiker Targa Florio. Zwar versuchte sich der Sizilianer in der Formel 1, jedoch bei weitem nicht mit ähnlichen Voraussetzungen, wie bei seinen Einsätzen in der Sportwagen-Szene. Zunächst bestritt er nicht zur WM zählende F1-Rennen für die Scuderia Serenissima seines Förderers Graf Giovanni Volpi di Misurata, sein WM-Debüt war für den Grand Prix von Monaco 1962 vorgesehen. Doch mit dem ältlichen Lotus 18/21 war selbst die Quali-Hürde zu hoch. So musste er bis zum GP von Italien in Monza warten, wo er sich als Neunter achtbar schlug. Seine beiden weiteren WM-Einsätze waren simple Einzelauftritte. 1962 ging er beim GP von Deutschland auf Serenissimas in die Jahre gekommenen Porsche an den Start und 1965 erhielt er von Enzo Ferrari einen Werkseinsatz beim GP von Italien als Bonus für den Le Mans-Sieg in der vorangegangenen Saison. Im Gegensatz zu seiner holprigen F1-Karriere, verlief Ninos Sportwagen-Karriere äusserst erfolgreich. Als Ferrari-Werksfahrer errang Vaccarella wichtige Siege bei Langstrecken, darunter Klassiker wie Le Mans, das 1000KM-Rennen am Nürburgring 1000km und die 12 Stunden von Sebring. Der ausgebildete Jurist und bis zu seiner Fahrerkarriere als Lehrkörper arbeitende Vaccarella ist heute im Ruhestand und lässt sich gerne beim historischen Motorsport-Veranstaltungen blicken.

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4/3/1972, Johannes Franciscus Verstappen wird geboren in Montfort, Holland

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Jos Verstappen ist der erfolgreichste Formel 1 der Niederlande. Er kam über den Gewinn in Deutschen Formel 3-Meisterschaft 1993 und den Sieg beim F3 Masters in Zandvoort im selben Jahr zum Job als Benetton-Test- und -Ersatzfahrer. So kam es, dass der junge Holländer – eigentlich viel zu früh – bereits bei den ersten beiden Saisonrennen 1994 in der F1 debütierte, als Ersatz für den verletzten JJ Lehto. Als JJs Leistungen hernach enttäuschen, darf Jos ab dem GP von Frankreich wieder für Benetton an den Start gehen. Trotz zweier 3. Plätze in Ungarn und Belgien, sowie einem 5. Platz beim GP von Portugal, wurde Jos fürs Saisonende gegen Johnny Herbert ersetzt. Die Abstecher beim kollabierenden Simtek-Team 1995 und in den Folgesaisons bei Footwork und Tyrrell waren seiner Karriere nicht eben zuträglich. Stewart Grand Prix holte Jos für die letzten 9 Rennen der Saison 1998 als Ersatz für Jan Magnussen an Bord. Ende 1998 wurde er von seinen Tyrrell-Weggefährten Rupert Manwaring und Dr. Harvey Postlethwaite für das Honda-F1-Projekt engagiert, absolvierte 1999 reichlich Testfahrten mit der Aussicht auf ein Cockpit für 2000. Doch die Japaner machten einen Rückzieher, Verstappen hatte Glück ein Cockpit bei Arrows ergattern zu können. Nach zwei Saisons mit dem Team wurde er Anfang 2002 einfach vor die Tür gesetzt, Heinz-Harald Frentzen nahm seinen Platz ein. Nach einer Saison Pause landete er für 2003 bei Minardi. Nach 107 Grands Prix war seine F1-Karriere 2004 dann zu Ende. Nach einer Zwangspause erschien Jos beim A1 GP-Weltcup als Fahrer für das Team der Niederlande. 2008 hatte Verstappen eine grossartige Saison auf einem privat eingesetzten LMP2-Porsche in der Le Mans-Series, errang bei den 24 Stunden von Le Mans den Klassensieg und holte durch einen Sieg beim 1000 Km-Rennen am Nürburgring 1000 km den Fahrertitel in der LMP2-Klasse.

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Kommentare
  1. funformula sagt:

    Das Bild zeigt Jim Clark im Indianapolis Lotus 38 mit dem 4,2l Ford V8 Motor.
    Er startete 1965 beim Bergrennen im schweizerischen Ollon-Villars.
    Ein Formel 1 Superstar bei einem Bergrennen, man stelle sich das mal heute vor 😉
    Good old times!!!

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