Mittwoch,

Veröffentlicht: 25 Februar 2009 in Uncategorized

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25. Februar – Heute würde François Cevert seinen 65. Geburtstag feiern und, obwohl der Franzose Anfang der 70er Jahre einer der vielversprechendsten Formel 1-Piloten war und auch schon einen Grand Prix-Sieg errungen hatte, fand ich die obige Aufnahme weitaus interessanter. Sie zeigt den jungen Cevert am Steuer eines Tecno Formel 2-Werksautos auf der Nordschleife des Nürburgrings. Bedenkt man, dass das Foto vom Wochenende des Eifelrennens 1969 stammt, fällt noch jemand etwas auf, was diesem Bild einen gewissen Seltenheitswert verleiht?

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Tony Brooks, 2005 25/2/1932, Charles Anthony Standish Brooks wird geboren in Dukinfield, England.

Tony Brooks der erste britische Fahrer, der auf einem britischen Formel 1-Rennwagen eine Sieg erringen konnte. Ort der Handlung war Syrakuse, wo er 1955 auf einem Connaught den nicht zur WM zählenden Grand Prix von Sizilien gewann. Als Brooks im darauffolgenden Jahr in Silverstone auf BRM sein WM-Debüt beging, brach er sich bei einem schweren Unfall den Unterkiefer. Doch 1957 kamen dann auch die Erfolge in der WM, etwas der 2. Platz beim GP von Monaco auf Vanwall und gar der Sieg beim Heimat-GP in Aintree, allerdings unter kräftiger Mithilfe von Stirling Moss. Letzterer war wegen technischen Defekts ausgefallen und übernahm, was damals noch möglich war, das Auto vom Teamkollegen zur einer stürmischen Fahrt zum Sieg. 1958 lief es für Tony noch besser, er siegte ganz aus eigener Kraft bei den GPs von Belgien, Deutschland und Italien, beendete die Saison als WM-Dritter hinter Mike Hawthorn und Stirling Moss. Für 1959 wechselte er zu Ferrari und siegte in Frankreich sowie erneut am Nürburgring. In der Jahreswertung musste er sich nur Weltmeister Jack Brabham geschlagen geben, der mit dem damals revolutionären Cooper mit hinter dem Fahrer platzierten Mittelmotor unschlagbar schien. Natürlich wollte Brooks für die kommende Saison eines dieser wieselflinken Autos sicher haben und wechselte deshalb zum Yeoman Credit-Cooper-Team, doch die Saison 1960 verlief enttäuschend, nur dreimal landete der Brite in den WM-Punkten. 1961 fuhr er für BRM, doch das war ein Jahr zum vergessen. Genau das tat Brooks, er beendete seiner Fahrerkarriere und kümmerte sich fortan um sein Autohaus im englischen Weybridge. Mittlerweile ist Tony in Rente, schreibt aus Spass Stories über die guten alten Zeiten für einige Fachmagazine und schaut immer wieder mal bei Klassik-Veranstaltungen vorbei.

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François Cevert, 1973 25/2/1944, Albert François Cevert Goldenberg wird geboren in Paris, Frankreich.

François Cevert war Anfang der 70er eines der vielversprechenden Talente in der Formel 1 und machte auch Abseits der Rennstrecken durch seine diversen Romanzen von sich reden, u.a. mit dem damaligen Top-Modell Brigitte Bardot. Drei Saisons lang spielte er im Team von Ken Tyrrell artig den Leutnant für WM-Favorit Jackie Stewart und just, als der Rücktritt des dreifachen Weltmeisters bevorstand und Cevert die Nachfolge als Nummer 1 bei Tyrrell hätte antreten dürfen, ereilt den Franzosen in den superschnellen Esses von Watkins Glen ein Unfall, er überschlägt sich nach einem heftigen Einschlag in die Leitplanken und schlitterte kopfüber auf den Metallschienen entlang. Das Cockpit des Tyrrell 006 wird fürchterlich zerstört, Cevert ist sofort tot.

Geboren: 25. Februar 1944 in Paris, Frankreich;
Verstorben: 6. Oktober 1973 in Watkins Glen, USA, 29 Jahre alt.

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Kommentare
  1. grandprixinsider sagt:

    Sorry für das Chaos heute Morgen. Probleme mit dem Server, nun funzt wieder alles.

  2. Linther sagt:

    Beim Eifelrennen 1969 traten zum letzten Mal Formelautos mit den unglaublich hohen Heckflügeln an. Eine Woche später gab’s die Horrorunfälle wegen einknickender Heckflügel und ihres anschließenden Verbotes beim Formel-1-Grand-Prix in Spanien.

  3. funformula sagt:

    Mir fällt auf dem Bild der Heckflügel auf den hohen Streben auf.
    Scheinbar waren die in der Formel 2 zu dieser Zeit noch erlaubt.
    In der Formel 1 waren sie nach dem GP von Spanien und den Unfällen von Rindt und Hill ab Mitte Mai 1969 verboten.
    Das Eifelrennen fand Anfang September 1969 statt.

  4. grandprixinsider sagt:

    Wir haben einen neuen Champion: Ulrich hat sehr richtig bemerkt, dass dieses Formel 2-Rennen unmittelbar VOR dem spanischen GP stattfand und nach den Ereignissen dort waren die hohen Flügel verbannt.

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