Dienstag,

Veröffentlicht: 24 Februar 2009 in Uncategorized

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24. Februar – Heute ist Alain Prosts Geburtstag und die obige Aufnahme zeigt den vierfachen Weltmeister und seinen damaligen Teamkollegen Niki Lauda, der ja vorgestern seinen Sechzigsten feierte. Die merkwürdige Szene zeigte die Beiden mitten auf einer Zielgeraden neben ihren Autos. Wer weiss, was sich da abgespielt hat?

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Clemente Biondetti 24/2/1955, Clemente Biondetti stribt.

Biondetti war bereits vor dem 2. Weltkrieg Werskfahrer bei Maserati, doch als die Formel 1-WM 1950 debütierte, war der Italiener bereits in den Fünfzigern. Dennoch trieb er ein Projekt voran, das ihm 1950 die Teilnahme Grand Prix Italien in Monza erlaubte. Es war ein merkwürdiger Zwitter, ein mit einem Jaguar-Motor bestückter Ferrari 166. Doch Enzo Ferrari, gar nicht glücklich über die Verunstaltung eines seiner Autos, brachte Clemente von dem Projekt ab, indem er ihn für die Scuderia engagierte. Bei Sportwagen-Einsätzen hatte er bereits für Ferrari viele Erfolge erzielt besonders bei der Targa Florio und mit einer ungeschlagenen Zahl an Siegen bei der Mille Miglia. Auch in der F1 durfte Biondetti 1952 antreten, fuhr 1953 den Lancia D50 und 1954 wieder auf Ferrari, obwohl er durch eine Krebserkrakung geschwächt war. Anfang 1955 verlor den Kampf gegen den Krebs.

Geboren: 18. August 1898 in Budussò, Italien;
Verstorben: 24. Februar 1955 in Florenz, Italien, 56 Jahre alt.

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Pedro de la Rosa 24/2/1971, Pedro Martinez de la Rosa wird geboren in Barcelona, Spanien.

Pedro de la Rosa wurde 1997 Formel Nippon-Meister und empfahl sich so für die Formel 1. 1998 setzte der Katalane als Testfahrer bei Jordan in die Tür und mit Arrows ergab sich ein 2-Jahres-Vertrag und 1999 die Chance zum F1-Debüt . Pedro ging mit dem Glauben in die Saison 2001, dank gültigem Vertrag mit Tom Walkinshaws Team seine dritte Saison absolvieren zu können, wurde dennoch vor die Tür gesetzt. Die Chance seine Karriere fort zu setzen ergab sich bereits ein paar Monate später, als er Luciano Burti bei Jaguar Racing ersetzte. Nach einer weiteren Saison bei den Grünen 2002, ergab sich 2003 die Chance als Test- und Ersatzfahrer zu McLaren zu stossen. Diese Chance liess sich der Spanier nicht entgehen und 2005 konnte er für Montoya in Bahrain einspringen und einen 5. Platz herausfahren. Als der Kolumbianer Mitte 2006 seinen Job hinwarf und McLaren verliess, durfte de la Rosa den Rest der Saison antreten und fügte sich danach in seinen Job als Tester bei McLaren.

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Lance Reventlow 24/2/1936, Lance Haugwitz-Reventlow is born in London, UK

Dem Sohn des dänischen Adligen Graf Court Haugwitz-Reventlow und der Woolworth-Erbin Barbara Hutton, und somit Enkel von Kaufhaus-Mogul Frank Winfield Woolworth, mangelte es nie an Geld. So kam es, dass der junge Lance Reventlow sich ins Cooper-Werksteam einkaufen konnte, um Formel 2-Rennen zu fahren. Vom umtriebigen John Cooper inspiriert, kam er auf die Idee unter dem Namen Scarab seinen eigenen Sportwagen zu bauen. Ende der 50er begann das Abenteuer der Firma Reventlow Automobile, sogar ein Formel 1-Projekt wurde gestartet. Doch in einer Zeit, als Mittlemotor-Rennwagen den Automobilsport zu revolutionieren begannen, war der Scrab F1 mit seinem Frontmotor hoffnungslos überholt, nicht einmal die Qualifikation gelang damit. 1960 mietete sich Reventlow erneut bei Cooper ein, um sein F1-Debüt beim Grand Prix von England zu absolvieren. 1961 versuchte Lance es noch einmal mit dem Scarab, doch ein Unfall zerstörte das einzige Chassis. Reventlow verlor das Interesse am Motorsport und wandte sich bedingungslos den schönen Zeiten des Lebens zu. Als Stiefsohn von Cary Grant war er bald in der Filmszene zuhause und machte durch Affären mit diversen Schauspielerinnen von sich reden. Lance Haugwitz-Reventlow kam 1972 bei einem flugzeugabsturz in den Rocky Mountains ums Leben.

Geboren: 24. Februar 1936 in London, England;
Verstorben: 24. Juli 1972 in den Rocky Mountains, USA, 36 Jahre alt.

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Francois Mazet 24/2/1943, Jean François Jacques Albert Mazet wird geboren in Paris, Frankreich.

François Mazet machte in den Formeln 3 und 2 von sich reden und seine exzellenten Kontakte in der höheren Gesellschaft machte es ihm leicht Sponsoren zu finden. So gelang es ihm 1971 seinen eigenen Einsatz auf einem von Jo Siffert gemieteten March 701 beim Grand Prix von Frankreich in Paul Ricard voll zu finanzieren. Es blieb mit dem Auftritt beim Heim-GP, als Dreizehnter im Ziel, als F1-Fahrer, im Fahrerlager blieb er jedoch ein gern gesehener Akteur. So war es Mazet, der Anfang der 8oer Jahre für Lotus den Sponsoren-Deal mit der in Monaco ansässigen Ölfirma Essex. Heute lebt er auf seinem Gut in Südfrankreich und widmet sich seinen Hainen mit Zitrusfrüchten.

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Emanuele Naspetti 24/2/1968, Emanuele Naspetti wird geboren in Ancona, Italien

Naspetti verblüffte 1988 in seiner 2. Saison im Automobilsport mit dem Gewinn der italienischen Formel 3-Meisterschaft, verzettelte sich dann aber in der Formel 3000. Als er endlich eine Chance in der Formel 1 bekam, war es als Ersatz für Paul Belmondo beim finanziell angeschlagenen March-Team F1 team Mitte 1992. Nicht nur war das Auto alles andere als konkurrenzfähig, der Italiener hatte nun auch noch den Ruf eines Pay-Drivers weg, also einer, der Geld mitbringen muss, um ein Cockpit zu ergattern. Da landete er zwangsläufig bei Jordan wo er 1993 für viel Geld ein Cockpit für den Grand Prix von Italien anmietete. Letztlich war ihm klar geworden, dass er sich nur als Profi im Tourenwagen-Sport verdingen würde können. Auch in der GT-Szene und in der ALMS-Serie fand Emanuele Jobs. Heute organisierte er Rennveranstaltungen, agiet als Fahrer-Manager und Instruktor bei Schulung, nebst anderen Gschäften.

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Alain Prost, 2007 24/2/1955, Alain Marie Pascal Prost wird geboren in Lorette, Frankreich.

Als vierfacher Formel 1-Weltmeister 51-facher Grands Prix-Sieger war Alain Prost bei seinem Rücktritt Ende 1993 der damals erfolgreichste Rennfahrer aller Zeiten. Er beschloss sich dann als Teamchef zu versuchen und kaufte das angeschlagene Ligier F1-Team im Februar 1997, eine Motorenbelieferung durch Peugeot für die Jahre 1998-2000 wurde angekündigt. Doch Prost, der Teameigner, war nicht annähernd so kompetent und engagiert, wie man ihn als Rennfahrer kannte. Die Saison 2000 endete in einem totalen Desaster, das Verhältnis zu Peugeot war gänzlich zerrüttet und ohne Motorenlieferant oder grosse Sponsorendeals, sah der Franzose sich gezwungen Anteile am Rennstall an die Diniz-Familie zu verkaufen, um so die Leasingraten für Ferrari-Motoren bezahlen zu können. Anfang 2002 war jedoch die Finanzierungsdecke endgültig eingebrochen und der Rennstall ging Pleite. Seither hat sich Prost wieder auf das besonnen, was er am besten kann und kehrte in der französischen Eisrenn-Szene auf die Siegerstrasse zurück, holte sogar ein paar Meistertitel. Nicht nur mit gelegentlichen Starts in der französischen GT-Meisterschaft gemeinsam mit seinem Nicolas, versuchte er dem Junior die Steigbügel in die Profikarriere zu halten.

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Kommentare
  1. Jo sagt:

    Autos: 1984
    Strecke: eindeutig Brands Hatch!

    Also ich Tippe jetzt mal dass Prost und Lauda Ihre Autos gerade nach dem Rennabbruch abgestellt haben…
    Oder es ist die Aufstellung zum Neustart – warum steht dann allerdings niemand sonst im Grid?

  2. Jo sagt:

    Da ich zur Zeit viel Unterwegs bin greife ich mal vorneweg…
    Titelbild:
    Gleiches Rennen wie letzte Woche…
    Monaco 1969
    Piers Courage
    Brabham BT26
    Er wurde 2. – sein bestes Resultat.

  3. funformula sagt:

    Streber 😉

  4. funformula sagt:

    Jo hat es eigentlich schon geschrieben.
    Durch den Unfall von Jonathan Palmer im RAM am Eingang der Zielgeraden wurde das Rennen unterbrochen.
    Der drittplatzierte Piquet und mit ihm auch viele andere reagierten schnell und clever und kamen an die Box zum Reifenwechsel während die McLaren in gewohnt konservativer Manier draussen blieben und etwas alleigelassen auf der nun gesperrten Start/Zielgeraden parken mussten.

  5. grandprixinsider sagt:

    Unentschieden, würde ich sagen. Jo kam zwar schnell mit Jahr und Ort der Handlung rüber, Harald hat dafür den Grund erklärt, warum Prost und Lauda da einsam rumstanden. Good Job!

  6. Peter sagt:

    Ich kann mich erinnern, es ist eigentlich logisch. Beide sind beim Start wegen einem Defekt stehengeblieben.

    Peter

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