Montag,

Veröffentlicht: 23 Februar 2009 in Uncategorized

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23. Februar – Heute jährt sich der Todestag von Paul Frére und zum Gedenken des belgischen Motorsportlers und Journalisten präsentiere ich einen Schnappschuss aus einem seiner 11 Grands Prix. Na? Schon klar, wo Paul hier welchen Formel 1 um welche Strecke steuert?

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Giorgio Ascanelli, 2008 23/2/1959, Giorgio Ascanelli wird geboren in Ferrara, Italien.

Zunächst bei Ferrari in der Ingenieursabteilung mit Materialberechnung betraut, gelang Giorgio über den Umweg der Rallye-Abteilung von Abarth in die Formel 1, und zwar als Renningenieur von Gerhard Berger bei der Scuderia Ferrari. Ungewöhnlich für einen Italiener, entschloss sich Ascanelli zu Benetton zu wechseln, um Renningenieur von Ex-Weltmeister Nelson Piquet zu werden. Doch Berger holte ihn zu McLaren, wo er dem Österreicher bis zu dessen Ausstieg in Richtung Ferrari zur Seite stand. Nachdem einer Saison, 1993, als Ayrton Sennas Renningenieur, folgte er erneut dem Ruf Bergers, diesmal zurück zu Ferrari, wo er später auch mit Jean Alesi arbeitete. In jüngerer Vergangenheit leitete Ascanelli die Rennabteilung von Maserati, Wo er das erfolgreiche GT-Programm aus dem Nichts auf die Beine stellte. Als Gerhard Berger, zu jener Zeit Teilhaber von F1-Rennstall Toro Rosso, seinem einstigen Renningenieur den Job als Technik-Direktor in seinem Rennstall anbot, verfiel Giorgio erneut dem F1-Fieber. Mit dem Debütsieg des Rennstalls 2008 in Monza, dank Sebastian Vettel, hat Ascanelli nun einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere erreicht.

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piloto2.jpg 23/2/1946, Alberto Colombo wird geboren in Veredo, Italien.

Nach dem Meistertitel in der italienischen Formel 3-Meisterschaft 1974, schien Alberto Colombos Aufstieg in die Formel 2-EM Programm und von da sollte es natürlich weiter aufwärts gehen. Stattdessen versandete Alberto fast in 6 Saisons F2-EM, als sich 1978 endlich die Chance zum Formel 1-Debüt beim deutschen ATS-Rennstall auftat. Doch mit zu wenig Budget und bei einem Team an Bord, das mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, nicht zuletzt mit einem nicht konkurrenzfähigen HS1-Chassis, war selbst die Quali-Hürde von der Höhe des Mount Everest. In Belgien und Spanien schaffte er es durch die Vorquali, scheiterte aber im Abschlusstraining. Für den GP von Italien schlüpfte Alberto bei Landsmann Arturo Merzario unter, doch der Merzario A1 war eine noch üblere Kiste als der ATS, Colombo schaffte es in Monza nicht einmal über die Vorquali-Hürde. Nach ein paar weiteren Saisons in der F2-EM, zog der Italiener sich vom aktiven Sport zurück um das Sanremo-Team bis spät in die 80 er Jahre zu managen.

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Paul Frere 30/1/1917, Paul Frère wird geboren in Le Havre, Frankreich.

Obwohl in Frankreich geboren, hatte Paul Frère die belgische Staatsbürgerschaft und trat für sein Land 15 Jahre lang als halb-professioneller Rennfahrer bei internationalen Veranstaltungen an, darunter auch bei 10 Formel 1-Rennen. Sein grösster Erfolg war der überraschende 2. Platz beim Grand Prix von Belgien 1965 und brachte ihm eine Statisten-Rolle im 1966 erschienen Filmklassiker Grand Prix ein. Ein weiterer grosser Erfolg feierte er 1960 im Sportwagen 1960, als mit seinem Landsmann Olivier Gendebien die 24 Stunden von Le Mans gewann. Doch sein wahres Talent bestand darin seine Erlebnisse als Schreiber auf spannende Weise nieder zu schreiben. Frère schrieb Artikel für zahlreiche Fachzeitschriften und auch mehrere sehr beliebte Bücher über seine Erlebnisse in der Automobilwelt. Im September 2006 erlitt er in der Nähe des Nürburgrings einen schweren Unfall, bei dem er sich zahlreiche Brüche an Becken und Rippen sowie perforierte Lungenflügel zuzog. Paul Frère erholte sich nie mehr davon, starb im Februar 2008 an seinem Wohnort in Südfrankreich. Monate später, vor dem Grand Prix von Belgien, wurde zu seinen Ehren die Stavelot-Kurve in Spa-Francorchamp in Curve Paul Frère umbenannt.

Geboren: 30. Januar 1917 in Le Havre, Frankreich;
Verstorben: 23. Februar 2008 in Saint-Paul-de-Vence, Frankreich.

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Hans Herrmann, 2007 23/2/1928, Hans Herrmann wird geboren in Stuttgart, Deutschland.

Als das Mercedes-Benz-Werksteam 1954 beim Grand Prix von Frankreich in die Formel 1 einstieg, war Hans Herrmann ein Nachwuchsfahrer neben den Stars wie Juan Manuel Fangio, Karl Kling und Hermann Lang. Der Schwabe verblüffte umso mehr mit der schnellsten Rennrunde, schied aber bedauerlicherweise beim Comeback-Rennen der Silberpfeile aus. Ein Podestplatz beim Grand Prix der Schweiz tröstete später über das Missgeschick hinweg. Die Saison 1955 versprach, doch bereits im Training zum GP von Monaco GP verunfallte Herrmann, wodurch er für den Rest der Saison ausfiel. Nach dem Mercedes-Rückzug versucht sich der Deutsche mit Cooper, Maserati, BRM und letztlich, 1961, mit dem enttäuschenden Porsche 718 in der Formel 1. Von 1962 bis 1965 konzentrierte sich Herrmann auf Sportwagen- und Bergrennen und wurde 1966 von Porsche für die Marken-WM engagiert. Den Sieg beim 24 Stunden Rennen von Le Mans verpasste er 1969 auf einem Porsche 908 mit nur 120 Metern Rückstand. Dafür gewann er den Klassiker im Jahr darauf auf einem Porsche 917 mit Richard Attwood. Nach seiner aktiven Laufbahn baute Hans Herrmann eine Firma für Vertrieb von Auto-Ersatzteilen und -Zubehör auf. Heute, mittlerweile im Ruhestand, erscheint der Veteran noch immer gerne bei Klassik-Veranstaltungen und steigt nicht selten für eine flotte Runde in eines seiner früheren Gefährte.

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Arthur Legat 23/2/1960, Arthur Legat stirbt.

Arthur Legat war im Hauptberuf selbstständiger Kfz-Meister und eine in seiner Region populärer Hobby-Rennfahrer, der zwischen1926 und 1959 fester Bestandteil der Rennen im belgischen Chimay war. Höhepunkt seiner Amateur-Karriere war gewiss die Teilnahme an den Grands Prix von Belgien in Spa-Francorchamps in den Jahren 1952 und 1953 auf einem Veritas Meteor. Legat hält einen Rekord, der wohl nicht mehr überboten werden dürfte: Mit der 1952 in Spa trug er sich als ältester Teilnehmer an einem Formel 1-WM-Lauf in die Geschichtsbücher ein – im zarten Alter von 53 Jahren, 7 Monate und 21 Tagen.

Geboren: 1. November 1898 in Haine-Saint-Paul, Belgien;
Verstorben: 23. Februar 1960 in Haine-Saint-Paul, Belgien, 61 Jahre alt.

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Sergio Mantovani 23/2/2001, Sergio Mantovani stirbt.

Mantovani war zwar Hobby-Rennfahrer, nichtsdestotrotz war Sergo ein talentierter Racer, zu seiner Zeit bekannt für seine geschmeidigen Fahrstil. Der Norditaliener nahm 1954 an einigen Grands Prix auf einem Maserati 250F mit gewisser Werks-Unterstützung teil und holte mit zwei 5. Plätzen bei den GPs von Deutschland und der Schweiz jeweils WM-Punkte. Seine vielversprechende Karriere fand ein abruptes Ende, als der 25-jährige mit einem Werksauto bei Testfahrten für den nicht zur WM zählenden GP von Turin eine schweren Unfall erlitt und dabei ein Bein verlor. Sergio blieb dem Sport als Mitglied der Sportkommission des italienische Automobilsport Verbandes verbunden.

Geboren: 22. Mai 1929 in Cusano Milanino, Italien;
Verstorben: 23. Februar 2001 in Mailand, Italien, 71 Jahre alt.

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Satoru Nakajima, 2005 23/2/1953, Satoru Nakajima wird geboren in Okazaki Stadt, Japan.

Satoru Nakajima war der erste Japaner, der sich als Vollprofi in der Formel 1 etablieren konnte. Nach 5 nationalen Formel 2-Meistertiteln in seiner Heimat wurde Satoru zunächst von Honda mit ausführlicher Testarbeit auf einem Williams-Chassis mit dem neuen Honda V6-Turbomotor betraut. Zudem wurde er mit einer Saison auf einem Ralt-Honda in der F2-EM au f seinen bevorstehenden Einsatz in der Königsklasse vorbereitet. 1987 debütierte Nakajima als Teamkollege von Ayrton Senna bei Lotus als Hondas Dreingabe zu den Motoren und holte 7 WM-Punkte aus seiner ersten Formel 1-Saison heraus. Ein echtes Highlight war 1989 seine halsbrecherische Fahrt auf einen 4. Platz beim von einer Sintflut heimgesuchten Grand Prix von Australien, wo er auch noch mit der schnellsten Rennrunde verblüffte. Zynisch aber war, das war die einzige Saison, in der er ohne Schützenhilfe von Honda klar kommen musste. 1990 ging er für Tyrrell an den Start, nun wieder mit Hondas Unterstützung, sah aber nach einer weiteren Saison sein Limit erreicht. Von nun eilte Satoru mit seinem Rennstall PIAA Nakajima Racing in der Formel Nippon von Titel zu Titel und gehört seit jeher in der Super GT-Meisterschaft zu den Top-Teams. Zudem förderte er die Karriere seines jungen Landsmannes Tora Takagi und kümmert sich heuer um die F1-Karriere seines Sohnes Kazuki.

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Kommentare
  1. novion sagt:

    zu Paul Frere
    ich glaube er ist mit einem Gordini beim GP Frankreich 1954 in Reims unterwegs …

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