Freitag,

Veröffentlicht: 20 Februar 2009 in Uncategorized

Roger Penske, Porsche 917-30 at Rennsport Reunion

20. Februar – Der oben abgebildete 1.100PS starke Porsche 917/30 bedeutete Anfang der 70er Jahre die höchste Evolutionsstufe im Segment der Sportprototypen und gewann 1973 mit Mark Donohue am Steuer überlegen den Meistertitel in der CanAm-Serie. Das Auto wurde damals vom Penske-Team eingesetzt und was hier so aussieht, als sei Gil de Ferran am Steuer des Sunoco-Porsche unterwegs, ist de facto Roger Penske höchstselbst. Der erfolgreiche Unternehmer und ex-Rennfahrer (sogar in der Formel 1), der übrigens heute Geburtstag feiert, führte das Schmuckstück vor ein paar Jahren für ein paar Runden anlässlich der Klassik-Veranstaltung Rennsport Reunion in Lime Rock für ein paar Runden aus.

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20/2/1993, Ferruccio Lamborghini stirbt.

Ferruccio Lamborghini Lamborghini, einst ein wohlhabender Inhaber einer Traktorenfabrik in den 40ern, kaufte eines Tages einen Ferrari und zeigte sich bald unzufrieden mit dem Antriebsstrang seines teuren Sportwagens. Er sprach Enzo Ferrari darauf an und der „Commendatore“ wimmelte ihn mit der antwort ab, er solle sich weiter um seine Traktoren kümmern. Diese Abfuhr liess Lamborghini nicht auf sich sitzen und gründete kurzentschlossen seine eigenen Sportwagen-Manufaktur. Das Erstlingswerk der neuen firma, der Lamborghini 350GT, war in allein Details, die Ferrucio an seinem Ferrari auszusetzen hatte, deutlich verbessert. Das 3. Modell, der Miura, war ein für jene Zeit richtungsweisender Sportwagen, eine Legende auf vier Rädern wie Ferraris 250 GTO und 365 GTB/4 Daytona.

Als Markenzeichen wurde eine Stier gewählt, gemäss Ferrucios Sternzeichen. In der Folge wurden alle Lamborghinis in Anspielung auf das Markenzeichen benannt. Der Miura etwa erhielt seinen Namen als Hommage an den berühmten Kampfstier-Züchter Don Eduardo Miura. Nur der Countach machte mit seinen revolutionären Design eine Ausnahme, denn das Wort stammt aus dem byzantinischen – ausgesprochen Kun-tatsch und – und ist Ausdruck erstaunter Bewunderung. Ferrucio Lamborghini hatte seine Firma bereits verkauft, als die Marke 1989 in der Formel 1 debütierte. Der Name Lamborghini war bei 80 Grands Prix zugegen, zunächst als Motorenlieferant, 1991 sogar als Chassis-Hersteller. Zu WM-Punkten reichte es allerdings nicht und das Team zog sich nach nur einer Saison zurück.

Geboren: 28. April 1916 in Renazzo di Cento, Ferrara, Italien;
Verstorben: 20. Februar 1993 in Perugia, Italien, 76 Jahre alt.

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Roger Penske, 2007 20/2/1937, Roger Penske wird geboren in Shaker Heights, USA.

Penske wuchs auf in Cleveland, Ohio, und war ein American Football-Ass in der Highschool, bis er sich bei einem Motorradunfall ernsthaft verletzte. Penske war schon damals ein Autonarr, war so begeistert, dass er einen Ferienjob an einer Tankstelle annahm und die Midget-Rennen rund um Cleveland verfolgte. Doch bevor er sein Studium als Betriebswirt an der Lehigh Universität in Bethlehem in Pennsylvania nicht abschloss, erlaubten seine Eltern keine Rennaktivitäten

Als er schliesslich im Rennsport debütierte, stieg er auf einem Chevrolet Corvette in die SCCA-Modifieds-Serie ein und sammelte erste Erfolge. Neben seinem Job im Verkauf von Alu-Produzent Alcoa, führte seine Karriere als Amateur-Rennfahrer zum US-weiten Meistertitel der SCCA 1961 und wurde von der Zeitschrift Sports Illustrated zum Fahrer des Jahres gewählt. Mit dem Debüt in der Formel 1 auf einem privaten Cooper-Climax Grand Prix der USA in Watkins Glen kam Roger allmählich in den Bereich des Profi-Rennsports.

Als er im darauffolgenden Jahr auch noch die USAC-Rundstrecken-Meisterschaft gewann und auf einem Zerex Special grosse Rennen wie Riverside, Monterey, den Puerto Rico GP, die Nassau Tourist Trophy und ein Klassensieg bei den 12 Stunden von Sebring drängten eine Entscheidung auf. Er nahm ein weiteres Mal am GP der USA teil, diesmal auf einem Lotus-Climax, und stieg 1963 in die NASCAR-Serie ein, wobei Roger das Riverside 250 gewann und beim Yankee 300 bis zum Ausfall führte. Doch Anfang 1964, im Alter von 27 Jahren, entschied sich Penske gegen die Profi-Karriere im Rennsport und setzte stattdessen auf einen Werdegang in der Geschäftswelt.

Roger verliess Alcoa um Geschäftsführer bei Chevrolet-Händler McKean in Philadelphia zu werden. Im Jahr darauf kaufte er die Firma und begann weitere Autohäuser quer durch die USA aufzukaufen. Doch die Liebe zum Motorsport erlosch nie, 1966 gründete er Penske Racing rund um den rennfahrenden Ingenieur Mark Donohue und das junge Team gewann gleich in der Debüt-Saison ein CanAm-Rennen in Mosport Park auf einem Lola. 1967 gewann Donohue die USAC-Rundstrecken-Meisterschaft und dominierte 1968 die TransAm-Serie auf einem Penske-Camaro. Donohue gewann auch die USRRC-Meisterschaft und das CanAm-Rennen in Bridgehampton. Donohue holte 1969 erneut den TransAm, nachdem er in jenem Jahr auch die 24 Stunden von Daytona mit Charles Parsons gewonnen hatte und wurde beim Debüt des Teams bei den 500 Meilen von Indianapolis Siebter und damit Rookie of the Year, also bester Neueinsteiger beim Indy 500.

Penske gründete dann die Penske Corporation und seine Geschäfte erstreckten sich zudem auf Versicherungen, Reifenvertrieb, Autovermietung, Veranstaltung von Autorennen und die Verwaltung von Rennstrecken. 1982 war Penskes Unternehmen so solide, dass der Kauf von Hertz Truck Leasing möglich wurde. Heute ist dieses Unternehmen auf drei Geschäftsbereiche aufgeteilt, darunter sind auch Detroit Diesel und Penske Truck Leasing.

Roger Penske ist Vorstandsmitglied bei Philip Morris und American Express, er kontrollierte das zweitgrösste Autohändler-Netzwerk der USA mit über 200 Niederlassungen, teilweise auch im Ausland. Die Performance Division umfasst ein Indycar-, ein NASCAR- und ein in der ALMS agierendes Sportwagen-Team. Penske Racing hat mehrere CART- und Indycar-Titel gewonnen, war beim Indiy 500 mehrfach siegreich und zwischen 1974 und 1977 sogar in der Formel 1 am Start. Das Citicorp-Penske-Team gewann 1977 den Grossen Preis von Österreich und ist damit das letze US-Team, das einen F1-WM-Lauf gewinnen konnte.

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Bobby Unser, 2004 20/2/1934, Robert William Unser wird geboren in Colorado Springs, USA.

Soweit es die Formel 1 betrifft, ist Bobby Unser nur ein weiterer US-Rennfahrer in der Statistik. Faktisch wurde ihm ein Einsatz auf einem nicht konkurrenzfähigen BRM P126 beim Grand Prix der USA 1968 in Watkins Glen schön geredet. Es endete mit einem üblen Unfall und sollte auch der einzige Auftritt Bobbys in der WM bleiben. Stattdessen wurde aus Bobby Unser einer der grössten Stars der Indycar-Szene. Nachdem er die USAC-IndyCar-Meisterschaft in jenem Jahr für sich entschied, holt er 1974 ein weiteres Mal den Titel. Er gewann zudem die 500 Meilen von Indianapolis 3 Mal, sein Bruder Al und Neffe Al Junior erzielten ebenfalls grosse Erfolge im US-Sport. Heute ist Bobby in Rente, lebt in seinem Ferienhaus in Mexiko und verbringt die meiste Zeit bei seiner 2. Leidenschaft, dem fischen. Bobby ist aber auch noch in ein paar Klassik-Veranstaltungen in den USA involviert, wird noch immer gerne als Redner gebucht und erscheint hie und da noch heute im TV.

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Loius Zborowski 20//2/1895, Graf Louis Zborowski wird geboren in London, England.

Aus wohlhabendem Hause, in London geborener Sohn eines polnischen Grafen und der amerikanischen Millionenerbin Margaret Laura Astor Carey, war Kosmopolit Louis Zborowski ebenso dem Rennbazillus verfallen, wie ssein Vater. International trat er 1923 erstmals in Erscheinung, einigte sich mit Aston Martin für das Rennen in Brooklands und den Grand Prix von Frankreich, bei den 500 Meilen von Indianapolis bewegte er einen Bugatti und machte in den USA einen Deal, um einen American Miller 122 beim Grand Prix von Italien in Monza zu fahren. 1924 stiess der junge Graf zum Mercedes-Werksteam, verunglückte beim Grand Prix Italien aber tödlich, als er bei einem Ausritt einen Baum traf.

Geboren: 20. Februar 1895 in London, England;
Verstorben: 19. Oktober 1924 in Monza, Italien, im Alter von 29 Jahren.

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