Mittwoch,

Veröffentlicht: 18 Februar 2009 in Uncategorized

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18. Februar – OK, die gestrige Quizfrage war vielleicht zu einfach. Versuchen wir es mal mit einem neueren Schnappschuss. Wieder eine knifflige Heckansicht, aber die Lösung liegt in den Details, da sollte man schon mal auf den Rennwagen kommen. Und wird es nicht allzu schwer den Fahrer zu erraten.

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Renato Balestrero 18/2/1948, Renato Balestrero stirbt.

Balestrero bestritt halbprofessionell Autorennen und gewann 1925 den Grand Prix von Lybien am Steuer eines O.M. mit Zweiliter-Motor, bevor er auf Bugattis und später auf einen Alfa Romeo 308 wechselte. Nach dem 2-. Weltkrieg wurde Renato 1947 italianischer Meister auf einem Fiat-Stanguellini 2800 8C. Seine Karriere dauerte über 25 Jahre an, in denen er an über 200 Rennen teilnahm. Es wäre interessant gewesen den Italiener auf WM-Niveau fahren zu sehen. Doch leider wurde Renato Balestrero vor Entstehung einer WM das Opfer eines tragischen Unfalls auf einer Autostrada in der Nähe Mailands.

Geboren: 27. Juli 1898 in Lucca, Italien;
Verstorben: 18. Februar 1948 nahe Mailand, Italien, 49 Jahre alt.

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Enzo Ferrari, 1988 18/2/1898, Enzo Anselmo Ferrari wird nahe Modena geboren.

Nach dem 1. Weltkrieg, in dem er Bruder und Vater verlor, bekam Enzo Ferrari 1919 einen Job als Test- und dann Rennfahrer bei dem kleinen Autofabrikanten CMN (Costruzioni Meccaniche Nazional), bevor er im Jahr darauf denselben Job bei Alfa Romeo angeboten bekam. Ein 2. Platz bei der Targa Florio und dann 1924 der Sieg bei der Coppa Acerbo in Pescara bleiben mit Abstand die grössten Erfolge des oft kränkelnden Modenesers. Bei Alfa Romeo begann man allerdings seine organisatorischen Fähgikeiten und seine Personalführung weitaus höheren Stellenwert beizumessen, als seinen fahrerischen Attributen. So ermöglichten die Mailänder Enzo seine Scuderia Ferrari als eine Art Renngemeinschaft zu Gründen und Alfa Romeos für schwerreiche Kunden bei Rennen einzusetzen. Im Januar 1932, als sein Sohn Alfredino geboren wurde, verabschiedete sich Enzo vom aktiven Sport und konzentrierte sich ganz auf seinen mittlerweile fast 40 Fahrer betreuenden Rennbetrieb. 1933 übernahm die Scuderia Ferrari, nicht zuletzt durch zwei begeisterte und schwerreiche Textilkaufleute unterstützt, die gesamte Rennaktivitäten von Alfa Romeo und wurde so zu einem der erfolgreichen Rennställe der Vorkriegszeit. Zumindest bis die Werksteams von Mercedes-Benz und Auto-Union auftauchten.

Nachdem Alfa Romeo 1938 wieder werksseitig Motorsport betrieb, wurde Enzo vom Alleinverantwortlichen zum Weisungsempfänger zurückgestuft. Und das konnte nicht gutgehen. Er verliess das Mailänder Werk und nahm eine kleine Gruppe an Mitarbeitern mit. 1940 tauchte Enzo und seine Truppe mit zwei auf Fiat-Basis aufgebauten 8-Zylinder-Sportwagen bei der Mille Miglia unter dem Bewerbernamen Auto Avio Construzione auf, dem Namen des von ihm am Standort der Scuderia Ferrari in Modena gegründeten Unternehmens. Nach dem 2. Weltkrieg, im Dezember 1946, stellte Ferrari seine erste eigene Schöpfung vor, den 125 gab es in den Versionen Sport, Rennversion und Grand Prix. Nur 14 Tage nach seinem offiziellen Debüt gewann das Auto bereits den Grand Prix von Rom. Es war der Startschuss des Autoherstellers Ferrari.

1949 gewann Ferraris 166 Modell die24 Stunden von Le Mans, das berühmteste Autorennen Europas. Von 1950 an ging Ferrari auch in der Formel 1 an den Start und errang 2 Jahre später erstmals den WM-Titel. Anfang der 70er zog die Scuderia Ferrari die in der Marken-WM dominierenden Prototypen zurück um sich auf die Formel 1 zu konzentrieren. Unter Enzos Kommando gewannen Ferrari-Rennwagen 25 WM-Titel und über 5.000 Rennsiege weltweit in diesen 41 Jahren.

Abseits der Rennstrecken war die Marke mit dem springenden Pferd nicht minder erfolgreich. Enzos Strassenautos waren eine Kombination aus Hochleistungs-Technik und aerodynamisch und optisch gelungenem Design, was diese Fahrzeuge zu begehrenswerten Luxusartikeln für öffentliche Strassen machte. Die Marke war auf dem weltweiten Mark auf Anhieb erfolgreich und die steigenden Absatzzahlen machten Enzo Ferrari innerhalb weniger Jahre zu einem schwerreichen Mann. Der Nachkriegs-Boom endete für Ferrari allerdings Mitte der 50er Jahre und 1956 kam noch ein privater Schicksalsschlag dazu. Der an Muskelschwund erkrankte Sohn Alfredino stirbt, woran zudem die Ehe zerbricht. Deprimiert zieht sich der „Commendatore“ in eine Art selbstgewählte Klausur in sein Büro zurück, versteckt seine Trauer hinter tiefdunklen Brillen und lebt nur noch für seine Firma.

Seine Manager-Qualitäten und Detailverliebtheit brachte das Unternehmen auch durch schwierige Zeiten und als der Weg in den 60ern alleine zu schwer wurde, liess Enzo 1965 Industrieriese Fiat als Teilhaber an Bord und gewährte dem Konzern 1969 eine Erhöhung der Anteile auf 50%. 1971 gab Enzo freiwillig die Firmenleitung ab, behielt aber dennoch im Hintergrund die Zügel bis zu seinem Tod in der Hand. Besonders der Bau von Supersportwagen in streng limitierten Stückzahlen, die dank der faszinierenden Mischung aus schlichter Exklusivität, gepaart mit Rennsport-Technik, eine lange Warteliste unter wohlhabenden Sammlern erzeugten. Es war der letzte Schliff, der Enzo endgültig zur lebenden Legende machte.

Enzo Ferraris allmählicher Rückzug von der Scuderia Ferrari nahm seinen Lauf, als er 1985 seine Anteile begann an Fiat zu verkaufen, bis 1988 hatte er dem Autoriesen 90% seines Lebenswerks abgetreten. Wenige Wochen, nachdem er offizielle die Leitung der Scuderia Ferrari niedergelegt hatte, verstarb Enzo Ferrari 1988 in Modena.

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Giovanni Lavaggi 18/2/1958, Giovanni Lavaggi wird geboren in Augusta, Italien.

Einen Mangel an Hartnäckigkeit kann man Giovanni Lavaggi sicher nicht vorwerfen, wenn es darum geht, sich Kindheitsträume zu erfüllen. Traum Nummer 1. Einmal an der Formel 1-WM teilnehmen. Als Spätzünder in seiner Fahrerkarriere – im reifen Alter von 26 Jahren – blieb ihm nicht viel Zeit sich auf dieses Ziel vorzubereiten. Seine einzige Erfahrung in einem Formelwagen war eine dürftig finanzierte Saison in der Formel 3000 im Jahre 1992. Als er sich mit dem Pacific-Team 1995 für seinen ersten Grand Prix qualifizierte, hatte er sein Ziel erreicht. Der Sizilianer legte 1996 sogar noch einmal mit Minardi nach, aber das war es dann auch, was die F1 betraf. Als Ingenieur schwelte in Lavaggi allerdings ein weiterer Traum, nämlich seinen eigenen Rennwagen zu bauen. Auch diesen Traum erfüllte sich Giovanni 2007 mit dem Einsatz des eigenen LMP1-Renners.

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Kommentare
  1. funformula sagt:

    OK, mal schauen, ob ich der Sache auf die Schliche komme:

    Die kleinen Seitenflügel am Heckflügel verraten die Saison: 1983 oder 1984
    Weiße Verkleidung: möglich sind Brabham, Williams, Arrows, Spirit und RAM
    Die zwei Auspuffrohre lassen auf einen Motor mit zwei Zylinderbänken schließen: V6 – V12, dies in Verbindung mit der runden Ölcatchtank-Heckflügelhalterung und es bleibt nur noch der Williams-Honda FW09 übrig.
    Der Helm im Rückspiegel erscheint weiß, also Rosberg, denn Laffites Helm ist dunkelgrün.
    Hab ich alles richtig ???

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