Dienstag,

Veröffentlicht: 17 Februar 2009 in Uncategorized

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17. Februar – Na? Ist schon jemand darauf gekommen, wer der auf dem Titelbild dieser Woche abgebildet ist? So schwer ist es ja nicht, da das ja nicht gerade ein unbekanntes Gefährt ist, dass er da bewegt. Also: Wer ist der Fahrer und wo wurde das Foto aufgenommen?

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Mike Coughlan, 2006 17/2/1959, Michael Coughlan wird geboren.

Mike Coughlan ist seit vielen Jahren einer der führenden Leute in der Formel 1-Technik-Szene und begann seine Karriere im damals neu gegründeten Unternehmen der beiden ex-Grand Prix-Piloten Tim Schenken und Howden Ganley. Er zeichnete damals eine Reihe von Rennautos verschiedener Rennkategorien, die unter dem Namen TiGa an Privatfahrer verkauft wurden. 1984 dann der Aufstieg in die Designabteilung von Lotus, wo er sich zum Chef empordiente und 1988 Leiter der Abteilung wurde. John Barnard holte ihn dann zur von ihm geleiteten Benetton Advanced Research Group in Südengland, wo Coughlan den Benetton B191 entwarf. Das war der Vorläufer, auf dem alle erfolgreichen Benettons zwischen 1992 und 1994 basierten. Von da ging es zu Tyrrell, doch John Barnard lockte schon bald mit der Position des Leiters der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der soeben gegründeten Ferrari-Technik-Stabstelle im englischne Shalford. Coughlan hielt Barnard die Treue, als dieser sich mit Ferrari überwarf, aus dem Technikbüro wurde B3 Technologies, eine Beratungsfirma für Ingenieursprojekte, erster Kunde wurde im Sommer 1997 Arows. Ein Jahr später wechselte Mike zum Rennstall, nicht zuletzt wegen der leitenden Position des Technik-Direktors. Als Arrwos 2002 ins straucheln geriet, erhielt er von McLaren ein Angebot als Chef-Designer zu arbeiten. Der Rest ist bekannt: 2007 platzte der Spionage-Skandal, allgemein als Stepneygate bekannt, was letztlich zum Ausschluss von Coughlans Arbeitgeber aus der F1-WM führte. Anfang 2008 wurde Coughlan, der nur beurlaubt war, dann freigestellt. Die FIA sprach Berufsverbot im Motorsport für ein Jahr aus, doch heute arbeitet der Brite für Ricardo Transmissions, die grösste Beratungsfirma Englands in Sachen Antriebstechnik und technischem Design.

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Frank Kurtis, 1963 17/2/1908, Frank Kurtis stirbt.

Vom Hinterhof nach Indianapolis, so könnte man den Werdegang von Rennwagenbauer Frank Kurtis umschreiben. Den ersten Auftritt bei den 500 Meilen von Indianapolis beendete sein Kurtis-Kraft Special auf Platz 2 und Ende Jahres konnte der erste Titelgewinn gefeiert werden. Der Traum vom Sieg beim Indy 500 wurde bereits 1949 wahr, als Johnny Parsons den Kurtis Wynn’s Oil Special zum Sieg fuhr. Als Parsons und Kurtis 1950 den Erfolg wiederholten, zählte das Indy 500 zur Formel 1-WM, beide fanden so ihren Weg als Sieger in die F1-Statistiken. Kurtis-Kraft baute im Laufe der Zeit 550 einsatzbereite Midget-Renner, 600 Midgets in Bausatzform und 120 Renner nach dem Reglement der Indy 500. Fünfmal gewann Kurtis Renner bis 1963 das grosse Rennen und dank diesem Ruhm verkaufte Kurtis auf Strassen-Sportwagen mit einigem Erfolg. Frank überliess 1968 das Geschäft seinem Sohn Arlen und starb 1987 in Los Angeles..

Geboren: 25. Januar 1908 in Crested Butte, Colorado, USA;
Verstorben: 17. Februar 1987 in Los Angeles, USA.

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Kommentare
  1. Jo sagt:

    Richard Attwood (Lotus 49R8) 1969 in Monaco – er wurde 4.
    Es waren seine letzten F1 Punkte.

  2. Jo sagt:

    Das Grins mänche sollte eigentlich R8 ) heissen.

  3. grandprixinsider sagt:

    Wie kommst du auf Attwood? Und das mit dem 49R8 habe ich nicht verstanden. Soviel mir bekannt ist, handelt es sich um einen 49B…?

  4. Jo sagt:

    Na:
    Helm, Startnummer und Lotus mit dickem Frontspoiler ohne Heckspoiler –> 1969. Monaco war der erste GP ( nach dem Katastrophalen Spanien GP ) wo die Heckflügel verboten waren…

    R8 ist die Chassisnumer des Lotus 49B – dessen erstes Rennen Pukekohe NZ 1969 war. Das Chassis hat nie einen GP Sieg herausgefahren.

  5. grandprixinsider sagt:

    Na siehste mal, da lerne ich auch noch was dazu. Ich war der Meinung, das in Pukekohe war ein 49T… und sei das auch geblieben. Aber Chapman war ja auch dafür bekannt, mit den Chassis hin und her zu jonglieren. Ich hab da in Sammlerkreisen schon von einigen Ungereimtheiten gehört.

    Aber zu deiner Antwort: Klar, ist Dickie Attwood bei seinem einzigen Einsatz für Team Lotus als Ersatz für den verletzten Jochen Rindt.

  6. Jo sagt:

    Das T Stand einfach nur für die Tasman-Serie. Die Chassis waren die SELBEN wie in der F1 – der Motor war ein auf 2,5l reduzierter Cosworth – ansonsten waren die Autos identisch!
    Meistens wurden die Chassis am Ende der Tasman Rennen nach Europa verschifft. Manchmal blieb ein älteres auch in NZ oder Australien bei lokalen Rennfahrern zurück…
    Mit Chassis R2 – das Auto von Jim Clark in der F1 Saison 1967 – gewann Jim hinterher die Tasman Serie 1968. Bevor der Wagen an das Team von Jo Siffert verkauft wurde…

  7. grandprixinsider sagt:

    Cool! Bist du Lotus-Fan oder einfach „nur“ recherchierfreudig?

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