Sonntag,

Veröffentlicht: 15 Februar 2009 in Uncategorized

Graham Hill, Matra MS670, Le Mans 1972

15. Februar – Heute wäre der 80. Geburtstag von Graham Hill, der hier im 1972 bei den 24 Stunden von Le Mans siegreichen Matra abgebildet ist, den er damals mit Henri Pescarolo teilte. Graham Hill wurde damit zum Sieger der Triple Crown des Motorsport, denn er hatte die drei wichtigsten Triumphe errungen, die ein Rennfahrer erzielen konnte. 1966 hatte er bereits die 500 Meilen von Indianapolis und den Grand Prix von Monaco gewonnen. Letzteren gewann der Brite übrigens satte fünfmal, nämlich 1963, 1964, 1965, 1968 und 1969, wodurch er den Beinamen König von Monaco erhielt. Übrigens trennen sich die Ansichten unter den Experten, was denn die Triple Crown eigentlich ausmache. So wird auch behauptet, zur Triple Crown gehören Die klassiker Indy 500 und Le Mans zu gewinnen und dazu die Formel 1-WM. So oder so ist Graham Hill da einsamer Rekordhalter, denn der Brite war ja 1962 und 1968 F1-Weltmeister.

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Graham Hill, 1975 29/11/1975, Norman Graham Hill stirbt.

Charismatisch und charmant, Graham Hill war ein allseits beliebter Rennfahrer. Seine Schlagfertigkeit machte ihn zum Mittelpunkt einer jeden Party. Mit zwei WM-Titeln, 1962 auf BRM und 1968 auf Lotus, gehörte er zu den Besten des britischen Motorsports. Doch seine Leibe zum Rennsport liess ihn den richtigen Zeitpunkt zum Ausstieg verpassen. Als er Ende 1975 endlich seine Rücktritt erklärte, um sich voll auf sein Team und und die Karriere des jungen Tony Brise zu konzentrieren, pilotierte er sein Privatflugzeug 29. November 1975 wie Hasardeur durch dichten Nebel. Die Maschine prallte auf einen nördlich von London gelegenen Golfplatz, alle Insassen kamen ums Leben. Sohn Damon Hill wurde 21 Jahre nach Grahams Tod ebenfalls F1-Weltmeister.

Geboren: 15. Februar 1929 in Hampstead, England.
Verstorben: 29. November 1975 in Arkley, England, 46 Jahre alt.

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Vincenzo Lancia 15/2/1937, Vincenzo Lancia stirbt.

Vincenzo Lancia begann seine Karriere als Testfahrer beim Autohersteller FIAT und entwickelte grosse Begeisterung für die Technik, das Design und Produktionsabläufe. Da er aber auch grosses Talent hinter dem Steuer an den Tag legte, wurde er von seinem Arbeitgeber für die erten Renneinsätze des Hauses eingeteilt. Er stellte sich als ausserordentlich schnell heraus, war vielleicht der schnellste Fahrer seiner Zeit. Doch ständige technische Defekte vereitelten grosse Erfolge, sein bestes Resultat sollte der 2. Platz Vanderbilt Cup 1906 bleiben. In jenem Jahr gründete er mit Partner Claudio Fogolin die Automanufaktur Lancia Automobili und die Fiat-Bosse reagierten pikiert, zogen ihn von den Rennsport-Aktivitäten ab. Zunächst machte Vincenzo einige Versuche auf seinen eigenen Lancias Rennen zu bestreiten, musste aber 1911 einsehen, dass es wichtiger war sich um Produktion und Entwicklung der schnellen und eleganten Sportwagen zu kümmern. Die Marke war bald erfolgreich, denn Lancia fand die ideale Balance zwischen guter Fertigungsqualität und ausreichende Stückmengen. Vincenzo Lancia starb 1937 im Alter von 55 Jahren in seiner Heimatstadt Fovello an einem Herzanfall.

Born: 12th of August 1881 in Fobello, Italy;
Died: 15th of February 1937 in Turin, Italy, aged 55.

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Alex Wurz 15/2/1974, Alexander Wurz wird geboren in Waidhofen, Österreich.

Der Sohn von Rallycross-Ass Franz Wurz war kein Überflieger in den diversen Nachwuchsformeln und rief keine grosse Aufmerksamkeit hervor, bis er 1996 plötzlich vom Siegerpodest des 24-Stunden-Rennens von neben Davy Jones und Manuel Reuter, zu den Massen als jüngster Sieger in der langen Historie des Automobilsport-Klassiker herunterwinkte. 1997 debütierte er beim Grand Prix von Kanada als Ersatzmann für den erkrankten Gerhard Berger bei Benetton und dank einer guten Leistungen wurde er für 1998 dort unter Vertrag genommen. Eine Reihe von 4. Platz beeindruckten zwar zunächst, doch weder Wurz, noch Benetton glänzten hernach und der österreicher wurde seinen Stammplatz Ende 2000 los. Als Karriereschritt gab Alex dem Job als Testfahrer bei einem Top-Team den Vorzug und wechselte zu McLaren. Als sich Juan Pablo Montoya 2005 seine Schulter verletzte, konnte er so endlich einmal ein Topauto bei einem Rennen fahren und holte beim GP von San Marino einen 3. Platz, das beste Resultat seiner Karriere. Ende Jahres wechselte er zu Williams, auch da in der Funktion des Testfahrers, und beeindruckte die Teamleitung während 2006 so nachhaltig, dass ihm das Cockpit neben Nico Rosberg für die Saison 2007 angeboten wurde, nach schier endlosen sechs Jahren als Testfahrer. Nach einer Saison mit wenige Höhepunkten wurde der Wahl-Monegasse noch zum Finallauf in Brasilien durch Kazuoki Nakajima ersetzt und kehrte in seine Rolle als Testfahrer zurück, diesmal für Honda. Zudem agierte Alex bei den Grands Prix als Co-Kommentator für den ORF und bestritt die 24 Stunden von Le Mans für Peugeot, wo 2008 ein 5.Platz heraussprang, und wird heuer erneut für die Franzosen beim Klassiker an den Start gehen.

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Jörg Zander 15/2/1964, Jörg Zander wird geboren in Ratingen, Deutschland.

Nach seinem Abschluss an der Uni Köln bewarb sich Zander erfolgreich bei Toyota, suchte aber schon damals einer Herausforderung im Motorsport. Nach einigen Jahren in der Tourenwagen-Szene war der er entsprechend vorbelastet, als Toyota begann an deren Formel 1-Projekt zu arbeiten, war der Ratinger dort angekommen, wo er hin wollte: Der Formel 1. 2003 wechselte er zu BAR und wurde im September 2005 von Williams abgeworben, wo er den scheidenden Leiter der Design-Abteiling, Gavin Fisher, ersetzte und eng mit Chefaerodynamiker Loïc Bigois und unter dem technischen Leiter Sam Michael arbeitete. Doch schon im März 2006 verzichtete Zander auf den Job und nahm die Offerte von BMW-Sauber an, wo er in der gleichen Position für das Design des 2007er Autos verantwortlich zeichnete. Kaum war das Projekt abgeschlossen, wurde der Deutsche von seinen ehemaligen Arbeitgebern in Brackley gelockt, denn mittlerweile war daraus das Honda-Werksteam geworden und ein weiterer Schritt auf der Karriereleiter wurde möglich: Stellvertretender Technik-Direktor. Doch dann die kalte Dusche im Dezember 2008: Honda gibt den Rückzug aus der Formel 1 bekannt, was 2009 bereit hält, scheint ungewiss.

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