Freitag,

Veröffentlicht: 6 Februar 2009 in Uncategorized

Stirling Moss, Ferguson P99

6. Februar – Der Ferguson P99, hier Sir Stirling Moss beim Goodwood Revival 2005 abgebildet, ist der einzige siegreiche Formel 1-Rennwagen mit Allradantrieb. Dieses revolutionäre Konzept, samt erstmals bei einem Rennwagen verwendeten Scheibenbremsen und einer frühen Form von ABS ausgestattet, debütierte 1961 beim Grand Prix von England in Aintree mit Jack Fairman am Steuer. Stirling Moss schrieb damit später Geschichte, als er das Goldpokal-Rennen von Oulton Park gewann, ein nicht zur WM zählendes F1-Rennen. Trotz der klaren Vorteil bei nasser Fahrbahn, sollte dies der einzige grosse Erfolg des Allrad-Renners auf der Rundstrecke bleiben. Dafür fand der P99 seine Bestimmung bei Bergrennen und Peter Westbury gewann schliesslich die englisch Bergmeisterschaft 1964 mit dem P99. Tony Rolt, der heute vor einem Jahr verstarb, war die treibende Kraft hinter dem Allradkonzept, das damals in das von Claude Hill entworfene Chassis eingebunden und von Harry Ferguson Research wurde.

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Roger Laurent 6/2/1997, Roger Laurent sitrbt.

Der fünffache belgische Motorradmeister Roger Laurent wechselte in den 40er Jahren in den Automobilsport und nahm an einer Reihe nicht zur WM zählenden Formel 1-Rennen teil. 1952 wagte er dann den Sprung ins kalte Wasser und nahm auf einem Ferrari 500 an 2 WM-Läufen teil. Sein bestes Resultat blieb der 6. Platz beim Grossen Preis von Deutschland in jenem Jahr am Nürburgring. Sein letztes F1-Rennen bestritt der Belgier 1954 im italienischen Syrakus, bevor er sich Sportwagen-Rennen zuwandte und u.a. zweimal Vierter bei den 24 Stunden von Le Mans wurde.

Geboren: 21. Februar 1913 in Liège, Belgien;
Verstorben: 6. February 1997 in Uccle, Belgien, 83 Jahre alt.

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Umberto Maglioli 6/2/1999, Umberto Maglioli stirbt.

Maglioli war ein erfahrener und schneller Sportwagen-Pilot, der gelgentlich auch in der Formel 1 antrat und als Ersatzfahrer bei Maserati, Ferrari and dann Porsche unter Vertrag. 1954 wechselte er sich beim Grand Prix von Italien mit Froilan Gonzalez auf einem Ferrari ab und die Beiden belegten den 3. Platz. 1955 sprang er erneut bei der Scuderia Ferrari ein, als beim GP von Argentinien ein Hitzerennen anstand und wechselte sich mit Giuseppe Farina und Maurice Trintignant am Steuer ab, was in jenen Tagen bei WM-Läufen statthaft war. Im Backofen von Buenos aires Sprang ein weiterer 3. Platz heraus. Für den Porsche-Werksfahrer bei Sportwagen-Rennen ergab sich 1956 beim Grossen Preis von Deutschland noch einmal eine letzte Chance an einem WM-Lauf teilzunehmen, und zwar mit einem 1.5 Liter-F1-Renner aus Zuffenhausen. Nach seinem Rücktritt vom aktiven Sport zog er sich nach Lugano zurück und stellte edle Uhren und Chronographen her. Umberto Maglioli starb 1999 in Monza nach langer Krankheit.

Geboren: 5. Juni 1928 in Bioglio, Italien;
Verstorben: 6. Februar 1999 in Monza, Italien, 70 Jahre alt.

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Tony Rolt 6/2/2008, Anthony Peter Roylance Rolt stirbt.

Major Tony Rolt MC was a British war hero who took part in the first ever F1 World Championship race at Silverstone in 1950 sharing a car with Peter Walker and later adding another 2 Grands Prix starts to his tally. He also won the 1953 24 Hours of Le Mans endurance race with Duncan Hamilton in a works C-Type Jaguar, nearly reapeting the result the following. Aside being an accomplished race driver, Tony was an engineer with a vision of making four-wheel drive work for performance cars. He retired from racing in 1955 and, with his mechanic Freddy Dixon, formed Dixon Rolt Developments which pioneered the viscous coupling.

Major Tony Rolt war ein englischer Kriegsheld, der nach dem 2. Weltkrieg als Rennfahrer erfolgreich war. Er nahm auch am ersten Formel 1-WM-Lauf 1950 in Silverstone teil, teilte sich damals eine Auto mit Peter Walker. Er ging später noch bei 2 weiteren Grands Prix an den Start und gewann mit Duncan Hamilton 1953 die 24 Stunden von Le Mans auf einem Werks-Jaguar C-Type. Beinahe hätte es auch 1954 zum Sieg beim Langstrecken Klassiker gereicht. Doch Rolt war auch ein ideenreicher Ingenieur und gründete nach seinem Rücktritt vom aktiven Sport 1955 mit seinem Mechaniker Freddy Dixon die Firma Dixon Rolt Developments, die Allradantrieb und Viskose-Kupplungen entwickelte.

Der Unternehmer und Traktorhersteller Harry Ferguson finanzierte den Bau eines Formel 1-Rennwagens mit Allradantrieb, daher der Name des Projekts: Ferguson P99. Das Auto sollte als einziger siegreicher Allrad-F1 in die Geschichte eingehen, als Stirling Moss das Golpokal-Rennen von Oulton Park damit gewann. Das Allrad-Konzept war auch in den USA erfolgreich und fand 1966 erstmals Anwendung in einem Strassen-Sportwagen, dem Jensen FF. Nach Fergusons Tod gründete Rolt 1971 im Alleingang FF Developments und die Firma boomte, denn die nun ausgereifte Technologie fand immer mehr Anwendung in der Automobilindustrie. Rolt verkaufte das Unternehmen später an Ricardo Consulting Engineers und zog sich als reicher Mann zurück.
Als Tony Rolt 2008 starb, war er der letzte noch Lebende unter jenen Rennfahrern, die am allerersten Formel 1-Grand Prix in Silverstone 1950 teilgenommen hatten.

Geboren: 16. Oktober 1918 in Bordon, England;
Verstorben: 6. Februar 2008 in Warwick, England, 89 Jahre alt.

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