Mittwoch,

Veröffentlicht: 4 Februar 2009 in Uncategorized

Jacques Lafitte, Ligier JS 11, 1979

4. Februar – Wie schon zwei Wochen zuvor in Argentinien dominiert Jacques Laffite auch den 2. Lauf der Formel 1-Saison 1979 mit einem Start-und Ziel-Sieg. Wie schon in Buenos Aires hatte auch diesmal Patrick Depailler sich neben seinem Teamkollegen für die 1. Startreihe qualifiziert und diesmal schaffte der Neuzugang es diese Position auch bis ins Ziel zu verteidigen. Während Laffite nun zum klarer WM-Favoriten avancierte, feierte Guy Ligier den ersten Doppelsieg seines Rennstalls in der Formel 1 ausschweifend. Doch die Überlegenheit der Franzosen-Renner verflüchtigte sich im weiteren Verlauf der Saison, es sollte der einzige Doppelsieg in der weiteren Geschichte des Rennstalls bleiben.

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Ralph Bellamy 4/2/1938, Ralph Bellamy wird geboren in Queensland, Australien.

Ralph Bellamy war einer der bekanntere Designer in der Formel 1 in den 70ern und 80ern, sein Einstieg in den Grand Prix-Sporterfolgte an der Seite von Gordon Coppuck, dem er half den McLaren M14 für die Saison 1970 fertigzustellen. Schon bald wurde er vom Team zum Leiter des Formel 1-Projekts befürdert, der 1971 debütierende McLaren M19A und der M21, ein 1972 erstmals eingesetzter Formel 2, waren seine ersten eigenständige Projekte. Bernie Ecclestone lockte den Australier dann zu Brabham, wo er den Brabham BT34 überarbeitete und daraus den BT37 schuf. Nächste Station: Lotus, wo er den 1973 als Texaco Star Werks-Formel 2 entwarf und Teil des Ingenieurs-Teams war, das den ersten F1-Rennwagen mit Abtrieb erzeugenden Unterboden konstruiert, den revolutionären Lotus 78. Doch Ralph sehnte sich danach sein eigenes Ding durchzuziehen und sah die Chance dazu bei Fittipaldi Automotive. Doch sein Fittipaldi F6 war ein Flop.

Nach einem Abstecher zu Ensign, heuerte Bellamy bei March Engineering an, um deren Formel 2-Chassis und den ersten Formel 3000 der Marke, den March 85B zu entwerfen. 1986 nahm er einen Job bei Lola an, auch dort entwarf er Formel 3000-Chassis, arbeitete aber auch an den von Larrousse Calmels eingesetzten Lola F1-Autos. Er bleib bei Lola, bis er sich Mitte 1988 mit Besitzer Eric Broadley überwarf und zu March zurückging, wo er ab 1989 wieder Formel 3000-Autos entwarf. 1993 zog es den Aussie in die Heimat zurück und in der australischen V8-Meisterschaft wa er als technischer Beratr gefragt. Er nahm später den Job des technischen Leiters bei Vern Schuppans Sportswagen-Team an, bevor er sich zu Ruhe setzte.

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Giorgio Pantano 4/2/1979, Giorgio Pantano is born in Conselve, Italy.

Der ehemalige deutsche Formel 3-Meister und Formel 3000-Vizemeister, nur geschlagen von Sebastién Bourdais, bekam zwar die Chance für Benetton, McLaren, Williams und Minardi zu testen, doch irgendwie schien es ihm nicht zu gelingen ein cockpit in der Formel 1 zu ergattern. Als er schliesslich Anfang 2004 bei Jordan unterkam, währte die Freude über einen wahrgewordenen Bubentraum nicht lange. Das finanziell angeschlagene Team hatte eine schlechtes Jahr und Giorgio war sein Platz noch vor Saisonende wieder los. Er machte einen Schritt zurück und ging wieder in der GP2 an den Start und gewann 2008 mit Racing Engineering die Meisterschaft gegen starke Konkurrenz. Doch die F1 zeigt dem nicht eben pflegeleichten Italiener weiterhin die kalte Schulter.

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Dick Seaman 4/2/1913, John Richard Beattie Seaman wird geboren in Chichester, UK.

Dick Seaman war ein Allround-Sportler aus einer wohlhabenden englischen Familie, der ein ebenso hervorragender Skifahrer, Schütze und Flieger war, wie unerschrockener und talentierter Rennfahrer. Mit einem aufgelandenen MG K3 Magnette fuhr er im Rennstall des amerikanischen Millionärs Whitney Straight 1934 beim Prix de Berne, einem Vorlauf des Grand Prix der Schweiz zu Bremgarten, seinen ersten Sieg heraus. Dass sein Teamkollege Hugh Hamilton mit einem Maserati 8CM beim Hauptrennen zu Tode stürzte, brachte ihn nicht davon ab seine Karriere weiter zu verfolgen. Als sein Vater, William Seaman-Beattie, nach einem Herzversagen starb, gründete Dick sein eigenes Team und gewann 1935 den Grand Prix von Bern auf seinem privaten ERA und schlug ganz nebenbei den Werksfahrer Raymond Mays.

Dicks Sieg beim Grand Prix von Donington 1936 auf einem geliehenen Maserati 8CM, Mercedes-Benz-Rennleiter Alfred Neubauer den Briten zu Tetfahrten nach Monza einzuladen. Dick war schenll. Zu schnell, denn er legte einen W125 in einen Baum ab und brach sich die dabei die Kniescheibe. Doch seine Grundschnelligkeit und Zielstrebigkeit brachten ihm dennoch den Sieg ein. Währende des Grossen Preises von Deutschland 1937 kollidiete Auto Union-Pilot Ernst von Delius bei weit über 250 KM/h mit Seamans Mercedes, worauf dieser aus dem Cockpit geschleudert wurde. Wie durch ein Wunder überlebte er mit Hautabschürfungen, einer gebrochenen Nase und lädiertem Arm. Von Delius hatte nicht soviel Glück, starb später im Spital. Ein Jahr später jubelten 300.000 begeisterte Zuschauer Dick Seaman bei seiner spektakulären Siegesfahrt über die Nordschleife zu.

Die Saison 1939 begann wenig erfreulich, doch Dick freute sich darauf im September mit dem Silberpfeil vor heimischem Publikum in Donington antreten zu können. Doch es sollte nicht sein. Am 25. Juni 1939 führte Englands neuer Motorsport-Held den verregneten belgischen Grand Prix in Spa an. Bei der Anfahrt zur La Source verbremste er sich und flog seitwärts von der Strasse. Das Heck des Mercedes traf einen Baum, das Auto schleuderte herum und traf einen weiteren, der zerborstene Tank explodiert. Der Fahrer liegt bewusstlos in der Feuersbrunst, ein Soldat greift unerschrocken in die Flammen und zieht Dick aus dem Wrack. Im Spital entschuldigt sich John Richard Beattie Seaman – mit schwersten Verbrennungen im sterben liegend – bei Neubauer und seiner Frau für seinen Fahrfehler. Er wird am 30. Juni 1939 in London beigesetzt und selbst Adolf Hitler, der drauf und ran war England den Krieg zu erklären, schickte einen riesigen Kranz.

Geboren: 4. Februar 1913 in Chichester, England;
Verstorben: 25. Juni 1939 in Spa-Francorchamps, Belgien, 26 Jahre alt.

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