Dienstag,

Veröffentlicht: 3 Februar 2009 in Uncategorized

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3. Februar – 1946 machte Tony Gaze , ein während des 2. Weltkriegs am Flugfeld den englischen Westhampnett stationierter australischer Air Force-Pilot, dem Herzog von Richmond und Gordon – in der Szene heute besser als Freddy March bekannt – den Vorschlag aus den Umgehungsstrassen rund um den Flugplatz doch eine Rennstrecke zu machen. March klemmte sich ans Steuer eines Sportwagens, fuhr ein paar Runden um das Flugfeld herum und stimmte dann begeistert zu. Da Westhampnett zu den Ländereien des Herzogs gehörte, war dies die Gründungsstunde der Rennstrecke Goodwood, eine zeitlang eine der besten Rennpisten Englands. Heute ist Goodwood zwar weitgehend inaktiv, doch hier steigt alljährlich die Klassik-Veranstaltung schlechthin des britischen Motorsport, das Goodwood Festival of Speed. Ehre wem Ehre gebührt, also lassen wir Tony nicht nur wegen seinem heutigen 89. Geburtstag hochleben.

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Tony Gaze, 1952 3/2/1920, Frederick Anthony Owen Gaze wird geboren in Melbourne, Australien.

Tony Gaze was an awarded Spitfire pilot in Britain and shot down in combat over France in 1943 but escaped back to England and in June 1944 became the first Allied airman to land back on European soil. After the war he took up racing in Australia and returning to had a go with his own HWM-Alta in the Belgian, British and German Grands Prix, but failed to qualify at Monza. But it would be in sports car racing that he enjoyed greater success, first in Europe and then in Australia, where he’d retire from racing to take care of his farm in the state of victoria.

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Richard Utley, 2007 3/2/1935, Richard Utley wirdd geboren in Lytham, England.

Utleys Name erscheint in Formel 1-Statistiken als Teilnehmer beim Grossen Preis von Deutschland. Allerdings sass der Brite nie in einem Formel 1-Rennwange, sondern war einer jener Formel 2-Piloten die damals auf der Nürburgring-Nordschleife das Formel 1-Feld auffüllen durften. Die Teilnahme an diesem GP auf seinem Tojeiro-Climax F2-Renner war allerdings bereits das Highlight seiner Karriere. Als ihm dies klar wurde, widmete er sich der Konstruktion eines eigenen Formel Junior-Rennwagens, dem er den eigentümlicher Weise einen an ein Segelschiff erinnernden Namen verpasste: Caravelle. Das Aujto war zwar weder sportlich, noch kommerziell ein Erfolg, aber Richard bewegt das Schmuckstück, 45 Jahre nach seiner Fertigstellung, noch immer bei historischen Autorennen.

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Chico Serra, 2007 3/2/1957, Francisco Adolpho Serra wird geboren in São Paulo, Brasilien.

Chico Serra war Nelson Piquets härtester Rival in der englischen Formel 3-Meisterschaft und später einer der Topleute in der Formel 2-EM, bevor Emerson Fittipaldi ihn als seinen Nachfolger als Fahrer ins Fittipaldi Formel 1-Team holte, nachdem der zweifache Weltmeister Ende 1980 vom aktiven Sport zurückgetreten war. Serras bestes Resultat war ein einsamer WM-Punkte, den er mit einem 6. Platz beim Grand Prix von Belgien 1982, noch mit dem alten Fittipaldi F8D unterwegs, hart erkämpfen musste. Der neue F9 stellte sich als Fehlschlag heraus und ohne vorzeigbare Resultate hatte das finanziell angeschlagenen Team kaum Chancen einen potenten Sponsor zu finden. Nachdem die Gebrüder Fittipaldi gezwungen waren ihr Team zu schliessen, versuchte Chico sein Glück 1983 bei Arrows, was ebensowenig von Erfolg gekrönt war. Daraufhin kehrte der Brasilianer in die Heimat zurück, wo er Tourenwagen und später StockCars fuhr. Zwischen 1999 und 2001 war er bei den StockCars, Chevy V8-befeuerte Rahmenrohr-Chassis mit Tourenwagen-Karosserien aus Kevlar, schier unschlagbar und holte den titel dreimal in Folge. Heute ist er allerdings mehr in brasilianischen Renn-Trucks unterwegs oder geht bei der nationalen GT3-Serie an den Start. Dafür ist Sohn Daniel heute eine der grossen Nachwuchshoffnungen der StockCar V8-Serie.

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Johnny Claes, 1947 3/2/1956, Octave John Claes stirbt.

Johnny claes war ein talentierter Jazz-Musiker, der mit seinem Combo „The Clay Pigeons“ in den späten 40ern absolut hipp war. Der britische Millionenerbe fing sich den Rennbazillus bei einem Besuch des Grand Prix von Frankreich ein, wo er als Übersetzer der englischen Teilnehmer fungierte. Schliesslich entschloss sich Johnny zum Kauf eines Talbot Lago, mit dem er bei 2 Grands Prix jeweils einen 7. Platz belegte, nämlich 1950 in Monaco und 1951 in Belgien. Das sollten allerdings seine insgesamt besten Resultate bleiben. Johnny Claes wurde nur 39 Jahre alt, er starb an den Folgen von Tuberkulose.

Geboren: 11. August 1916 in London, England;
Verstorben: 3. Februar 1956 in Brüssel, Belgien, 39 Jahre alt.

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Paul Emery 3/2/1993, Paul Emery stribt.

Paul Emery war Designer und Ingenieur und hatte eine Menge innovative und visionäre Ideen, war der Entwicklung im Motorsport mit seinen Ideen Jahrzehnte voraus. Doch fehlende finanzielle Ressourcen verhinderten meist die Umsetzung in die Tat. 1956 bestritt Emery den Grand Prix von England mit seinem Eigenbau Emeryson und 1958 ging er beim GP von Monaco, als Teamkollege eines Bernie Ecclestone, für Connaught an den Start. Nachdem Paul eine Weile das Familienunternehmen geleitet hatte, verkaufte er die Firma schliesslich an Hugh Powell und entwarf, nun als Angestellter, ein Gefährt Namens Scirrocco noch bevor VW auf diesen Produktnamen kam. Danach machte er sich als Rennmotorenbauer wieder selbstständig. Sohn Peter setzte dafür bei Emeryson die Renwagenbauer-Tradition der Familie fort und fertigte Formel Junior-Rennwagen.

Geboren: 12. November 1916 in London, England;
Verstorben: 3. Februar 1993 in Epsom, England, 76 Jahre alt.

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