Samstag,

Veröffentlicht: 31 Januar 2009 in Uncategorized

Alan van der Merwe, Honda F1, Bonneville 400

31. Januar – Heute ist der Geburtstag von Alan van der Merwe, der mit Fug und Recht behaupten kann, der schnellste Formel 1-Fahrer aller Zeiten zu sein. Zumindest solange es geradeaus geht. Im Juli 2006 unternahm das mittlerweile in der Versenkung verschwindende Honda F1-Team erfolgreich den Versuch einen von der FIA sanktionierten Weltrekord mit einem speziell präparierten F1-Rennwagen mit 3-Liter-V10-Motor aufzustellen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 397.360 Km/h über zwei Läufe auf dem Salzsee von Bonneville gelang dies mit fliegender Messung über die Distanz einer Meile. Auch die Messung über einen Kilometer Distanz ergab mit 397.481Km/h – Höchstgeschwindigkeit von 400,459 km/h in eine Richtung – ergaben neuen Rekord. Schneller war bislang noch kein F1-Rennwagen gemessen worden.


Harry Blanchard 31/1/1960, Harold Blanchard stirbt.

Harry Blanchard war ein erfolgreicher Autohändler aus Greenwich im US-Bundesstaat Connecticut, der mit Porsche-Sportwagen aus Hobby an Autorennen in ganz Nordamerika teilnahm. 1959 gewann er die US-Meisterschaft für seriennahe Sportwagen auf einem Porsche 550A und begann gleichzeitig mit seinem deutschen Mechaniker Karl Kaihofer einen gebrauchten 718 RSK Spyder in einen Monoposto umzubauen. Das Auto hatte rein gar nichts mit jenen 718er Formel-Rennwagen zu tun, die das Werk vereinzelt baute, es war ein völlig eigenständiges Projekt. Harry ging damit im Dezember 1959 beim allerersten Grand Prix der USA in Sebring und wurde Siebter. Weil er einen Abflug hatte, taucht er mit 4 Runden Rückstand im Ergebnis auf. Es sollte jedoch die einzige GP-Teilnahme bleiben, sowohl von Harry, als auch dem Eigenbau-Porsche-F1-Rennen. Im Januar 1960 erhielt Harry von Porsche die Einladung einen Werks-RSK gemeinsam mit Wolfgang Seidel beim 1000Km-Rennen von Buenos Aires zu fahren. Er war für die Startphase eingeteilt, hatte jedoch bereits in der 1. Runde einen Unfall, Porsche überschlug sich mehrfach und landete schliesslich kopfüber, Harry Blanchard konnte nur noch tot geborgen werden.

Geboren: 13. Juni 1929, Burlington, USA;
Verstorben: 31. Januar 1960 in Buenos Aires, Argentinien, 30 Jahre alt.

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Joakim Bonnier, 1972 31/1/1930, Joakim Bonnier wird geboren in Stockholm, Schweden.

Jo Bonnier war ein wohlhabender Gentleman-Driver, aber einer mit schwerem Gasfuss, der in der Szene zudem ausserordentlich beliebt war. Er debütierte 1956 in der Formel 1 auf Maserati und sein grösster Erfolg in der Topliga war den ersten Grand Prix-Sieg der Marke BRM 1959 in Zandvoort herausgefahren zu haben. Er ging auch weiterhin in der F1 an den Start, jedoch fortan stets als Privatier und damit wurden seine Chancen auf vordere Plätze auch immer rarer. Dafür engagierte er sich mit Eifer an der Gründung und dem Erfolge der Grand Prix Drivers‘ Association, also der F-Fahrervereinigung. Neben der F1 fuhr Jo mit Erfolg Sportwagen-Rennen, gewann zweimal die Targa Florio (1960 und 1962) sowie 1962 die 12 Stunden von Sebring. Er verunglückte 1972 bei den 24 Stunden von Le Mans tödlich, als sein privat eingesetzter Lola-Cosworth T280 nach einer Kollision mit dem Ferrari Daytona des Schweizers Florian Vetsch abhob und in den Bäumen am Pistenrand zerschellte.

Geboren: 31. Januar 1930 in Stockholm, Schweden;
Verstorben: 11. Juni 1972 auf der Rennstrecke zu Le Mans, Frankreich, 42 Jahre alt.

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Tino Brambilla, 2007 31/1/1934, Ernesto Brambilla wird geboren in Monza, Italien.

Tino Brambilla war ein Motorrad-Rennfahrer in der 350er WM, der dann zum Automobilsport überwechselte und sich vor allem in der Formel 2 behauptete. Er versuchte 1963 vergebens sich mit einem Cooper der Scuderia Centro Sud für den Grand Prix von Italien zu qualifizieren. 1969 wurde er zwar von der Scuderia Ferrari für sein Heimat-Rennen genannt, doch letztlich wurde Pedro Rodríguez beim GP eingesetzt. Letztendlich gelang Tino es nicht an einem F1-Rennen teilzunehmen, das blieb seinem jüngeren Bruder Vittorio überlassen, der so die Brambilla-Ehre in der F1 ein paar Jahre später rettete.

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Mauro Baldi 31/1/1954, Mauro Baldi wird geboren in Reggio-Emilia, Italien.

Baldis Formel 1-Debüt geschah 1982 mit Arrows nach dessen absoluter Dominanz in der Formel 3-EM. 1983 wechselte er zu Alfa Romeo, wo er mit einem 5. Platz beim Grand Prix von Holland in Zandvoort sein bestes Resultat erzielte. Nach zwei weniger erbaulichen Saisons mit dem unterfinanzierten Spirit-Team und parallelen Einsätzen Als Werksfahrer von Martini-Lancia in Marken-WM 1984 and 1985, entschloss sich Mauro seine bei den Sportwagen erfolgreiche Karriere zu pflegen, statt sich in der F1 herum zu ärgern. 1986 fuhr er für Richard Lloyd Racing einen privaten Porsche 956, dann bekam er 1988 wieder Werksfahrer-Status beim Sauber-Mercedes-Team. Auf einem Auto mit Jean-Louis Schlesser eingeteilt, gewann Baldi die Fahrerwertung der 1990er WM. 1991 verliess er Sauber in Richtung Peugeot, wo er einen Zweijahres-Vertrag unterschrieb, und liess sich doch wieder auf ein F1-Abenteuer ein, indem er die meisten Tests für das Modena Lambo-Projekts absolvierte. Doch die Erfolge beschränkten sich auf die Sportwagen-Rennen. Er gewann die 24 Stunden von Le Mans 1994 mit den Kollegen Yannick Dalmas und Hurley Haywood auf Porsche. 1998 war sein letztes Erfolgsjahr mit Siegen bei den beiden US-Langstrecken-Klassikern 24 Stunden von Daytona, mit Arie Luyendyk und Didier Theys, sowie der den 12 Stunden von Sebring, auch hier auf Ferrari 333, diesmal mit Didier Theys und Gianpiero Moretti.

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JJ Lehto 31/1/1966, Jyrki Jarvilehto wird geboren in Espoo, Finnland.

Jykri kürzte schon früh in seiner Karriere seinen schier unaussprechlichen Namen auf den besser zu vermarktenden Namen JJ Lehto, was sich 1988 als sinnvoll erwies, den er gewann die damals weitaus bedeutungsvollere englische Formel 3- Meisterschaft und so konnten sich die F1-Bosse den Namen des jungen Stars besser merken. Sein F1-Debüt geschah 1989 und im Laufe seiner Karriere bestritt er 62 Grands Prix, bestes Resultat bleib ein 3. Platz 1991 beim GP von San Marino in Imola. Drei Jahres später wurde JJ an selber Stelle in einen Startunfall involviert und verletzte sich den Rücken. Danach schien er irgendwie nicht mehr denselben Biss zu haben und war nicht besonders traurig der F1 den Rücken in Richtung DTM zu kehren. 1995 feierte er mit dem Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans auf einem McLaren F1 GTR seinen bis dahin grössten Erfolg. 10 Jahre später, also 2005, gelingt ihm mit den Kollegen Tom Kristensen und Marco Werner derselbe Erfolg noch einmal, nachdem das Trio bereits Anfang des Jahres die 12 Stunden von Sebring hatte gewinnen können. Neben der Teilnahme in der SpeedCar-Serie und einiger Rallye-Einsätze, fährt JJ noch immer in der Le Mans Series und kommentiert, wenn die Zeit es erlaubt, finnische Fernsehen F1-Rennen.

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Alan van der Merwe 31/1/1980, Alan van der Merwe wird geboren in Johannesburg., Südfrika.

Als der Meister der englischen Formel 3-Meisterschaft 2003 einen Vertrag mit BAR-Honda als einer der Testfahrer des Teams für 2004 abschloss, konnte der Südafrikaner zurecht annehmen, dass er irgendwann eine echte Chance auf ein Cockpit in der Formel 1 haben würde. Doch eben dies trat nicht ein. Vielleicht ist es ihm ein Trost, dass er dennoch seinen Namen in Geschichtsbüchern eingetragen findet. Alan ist nämlich der erste Rennfahrer, der einen F1-Rennwagen mit über 400 km/h bewegte. Er war der Einsatzpilot beimProject Bonneville 400 genannten Versuch des mittlerweile zum Verkauf stehende Honda F1-Teams mit einem einen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen und das gelang mit 400,459 km/h Spitze auf dem Salzsee von Bonneville in den USA. Zuletzt trat Alan international als Fahrer des südafrikanischen Nationalteams beim A1 Grand Prix Weltcup des Automobilsports in Erscheinung.

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