Donnerstag,

Veröffentlicht: 29 Januar 2009 in Uncategorized

Emerson Fittipaldi, Copersucar F5A, Rio 1978

29. Januar – Emerson Fittipaldi schreibt ein weiteres Kapitel Rennsport-Geschichte, als der Brasilianer den Grand Prix von Brasilien als Zweiter beendet und so als erster Formel 1-Weltmeister der Geschichte einen Podestplatz bei einem WM-Lauf im Heimatland mit einem vom eigenen Rennstall gebauten F1-Rennwagen erobert. Es sollte das der einzige Podestplatz blieben, den der zweifache Weltmeister mit einem seiner Eigenbau-Copersucar erringen konnte.

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Jerry Hoyt, 1955 29/1/1929, Gerald F. Hoyt wird geboren in Chicago, USA.

Jerry Hoyt erscheint in den Formel 1-Statistiken mit 4 Starts, doch es handelt sich dabei ausnahmslos um Teilnahmen an den 500 Meilen von Indianapolis. Dort aber hat er einen eigenen Rekord aufgestellt, denn 1955 war er der bis dahin jüngste Fahrer auf der Pole Position für das Indy 500. Leider verunglückte Jerry Hoyt einen knappen Monat später bei einem AAA-Sprint Car-Rennen, als auf sein Auto sich auf dem State Fair Speedway in Oklahoma City in Kurve 3 üerschlug.

Geboren: 29. January 1929 in Chicago, USA;
Vestorben: 10. July 1955 in Oklahoma City, USA, 26 Jahre alt.

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Jody Scheckter 29/1/1950, Jody Scheckter wird geboren in East London, Südfrika.

Scheckter fiel schon bei seinem Formel 1-Debüt 1972 beim Grand Prix von Südafrika als wilder und mutiger junger Kerl mit einer bemerkenswerten Fahrzeugbeherrschung auf. Doch der junge Jody handelte sich bald einen denkbar schlechten Ruf ein, als er 1973 beim Grand Prix von England eine Massencrash auslöste, gerade mal 2 Wochen nach einer Kollision mit Emerson Fittipaldi in paul Ricard. Er brauchte ganz offensichtlich einen Teamchef wie den väterlich strengen Ken Tyrrell, der ihn 1974 als Ersatz für den zurückgetretenen Jackie Stewart engagierte und den Rohdiamanten Scheckter schliff. Prompt mauserte sich der Südafrikaner zum kleinen Kreis der Titelanwärter. Mit dem Wolf-Team kam er 1977, als Vizeweltmeister hinter Niki Lauda, dem Titel am nächsten. Seine Ambitionen erfüllten sich 1979, als er zu Ferrari und auf anhieb mit der Scuderia den WM-Titel erobern konnte. Doch kaum hatte Jody seinen Traum erfüllt, da schien schon 1980 die Luft raus zu sein und er zog sich am Ende des Jahres vom aktiven Sport zurück. In den USA baute er ein Unternehmen auf, dass Simulationen für Feuerwaffen-Training entwickelte und vertrieb und erschien erst wieder an den Rennstrecken, als seine Söhne ihre eigenen Rennkarrieren begannen. Heute lebt Jody in England und hat sich dem organischen Anbau verschrieben.

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Brian Shawe-Taylor 29/1/1915, Brian Shawe-Taylor wird geboren in Dublin, Ireland.

Brian Shawe-Taylor war in der englischen Formel 1-Szene der späten 40er Jahre ein anerkannt schneller Rennfahrer, nahm aber nur an 2 WM-Läufen teil. Beim Grand Prix von England 1950 teilte er sich einen privaten Maserati mit Joe Fry und die Beiden wurden Zehnte. 1951 hatte Shawe-Taylor ein erfolgreiches Jahr mit einem eigenen ERA, sein bestes Resultat fuhr er bei der Ulster Trophy in Dundrod heraus, wo er Giuseppe Farina und Reg Parnell Dritter wurde und den GP von England in Silverstone als Achter beendete. Doch 3 Monate später, während der 2. Runde der Daily Graphic Trophy in Goodwood, wurde er bei einer Kollision mit Antonio Brancas Maserati aus dem Cockpit geschleudert und verbrachte mehrere Wochen im Koma. Er erholte sich letztendlich vollends, kam aber zur Einsicht, dass er das Schicksal wohl besser nicht herausfordern sollte und trat vom aktiven Sport zurück.

Geboren: 29. Januar 1915 in Dublin, Irland;
Verstorben: 1. Mai 1999 in Cheltenham, England, 84 Jahre alt.

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Kunimitsu Takahashi 29/1/1940, Kunimitsu Takahashi wird geboren in Tokio, Japan.

Kunimitsu Takahashi schrieb Rennsport-Geschichte, indem er mit dem Sieg beim 250ccm-Lauf in Hockenheim auf einer Honda als erster Japaner einen Motorrad-Grand Prix gewann. 1965 wechselte er dann in den Automobilsport. Sein einziger Start bei einem Formel 1-WM-Lauf erfolgte 1977 auf einem privaten Tyrrell beim Grand Prix von Japan in Fuji, wo e respektabler Neunter wurde. Auf nationaler Ebene stürmte Takahashi von Erfolg zu Erfolg, gewann in den 80ern viermal die japanische Sportwagen-Meisterschaft. Heute, vom aktiven Sport längst zurückgetreten, leitet er seinen eigenen Rennstall in der japanischen Super-GT-Meisterschaften.

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Tim Wright 29/1/1949, Tim Wright wird geboren in Uxbridge, Enlgand.

Wrights Motorsport-Karriere begann als technischer Zeichner bei March Engineering und stzte sich bei McLaren fort, wo er unter Gordon Coppuck arbeitete. 1979 wechselte er zu Fittipaldi Automotive und als das Team in finanzielle Schwierigkeiten schlidderte, nahm er ein Angebot von Coppuck an, der mittlerweile beim Spirit-Honda-F1-Team wirkte. John Barnard holte Tim dann Ende 1983 zu McLaren zurück, wo er als Designer und Alain Prosts Renningineur bei dessen zwei WM-Titeln 1985 und 1986 agierte. 1990 wechselte er zu Peugeot Talbot Sport und betreute Derek Warwick zum Sportwagen-WM-Fahrertitel und 1992 das Warwick/Dalmas/Blundell-Auto zum Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Nach einem kurzen Zwischenstopp beim Jordan-F1-Team 1993, wechselte Tim uf einladung seines einstigen Peugeot Sport-Kollegen André de Cortanze in die Schweiz zu Sauber. Doch vor allem privat lebten sch die Wrights nicht gut ein und so akzeptierte Tim dankbar einen Job beim Benetton-Testteam und zog Ende 1995 wieder nach England zurück. Er blieb an Bord, als das Team an Renault verkauft wurde und befasst sich heute mit Aufgaben rund um die Nachwuchskategorien Renaults in England.

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Kommentare
  1. Rudolf Hillebrecht sagt:

    1980 hat Emerson Fittipaldi dann noch einen 3. Platz in Long Beach geschafft – da hieß der Wagen nicht mehr Copersucar und war auch im Prinzip ein umlackierter Wolf vom Vorjahr, aber es war ein GP-Podestplatz fürs eigene Team.

  2. grandprixinsider sagt:

    Hm, das stimmt. Da hatte ich wohl die copersucar-Brille auf. Dann muss ich das wohl korrigieren. Jedenfalls Dank füs mitdenken 🙂

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