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Veröffentlicht: 28 Januar 2009 in Uncategorized

Emerson Fittipaldi, JPS-Lotus 72D, Buenos Aires 1973

28. Januar – Sieg und schnellste Runde beim Auftakt der Formel 1-WM 1973 für Emerson Fittipaldi, der die Tyrrell von Francois Cevert und Jackie Stewart bezwingt, die neue Saison begann für den amtierenden Weltmeister und sein JPS-Lotus-Team nach Mass. Da ahnte Emerson noch nicht, dass sein Nummer 1-Status im Team von seinem neuen Teamkollegen Ronnie Peterson, der diesmal wegen eines Motorschadens nicht punktete, im Verlauf der Saison untergraben würde und ihm das die erfolgreiche Titelverteidigung kosten würde.

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Juan-Manuel Bordeu 28/1/1934, Juan-Manuel Bordeu wird geboren in Balcarce, Argentinien.

Bordeu war ein Schützling von Juan Manuel Fangio und feierte gleich zu Anfang seiner Karriere Erfolge in der Formel Junior. Nach einigen WM-freien Formel 1-Rennen sollte sein WM-Debüt 1961 beim Grand Prix von Frankreich erfolgen, doch ein Unfall bei Testfahrten machte diese Chance zunichte. Er kehrte mit unerfüllten Ambitionen in die Heimat zurück und nahm dort an Turismo Carretera-Rennen und der Temporada Formel 2-Serie teil, bevor er sich 1973 vom aktiven Sport zurückzog und in administrativen Ämtern dem Motorsport treu blieb. Er diente sich immerhin zu Argentiniens Repräsentanten bei der FISA hoch und war teil des Motorsport-Weltrats. Juan-Manuel Bordeu starb 1990 in Buenos Aires an Leukämie im Alter von 56 Jahren.

Geboren: 28. Januar 1934 in Balcarce, Argentinien.
Verstorben: 24. November 1990 in Buenos Aires, Argentinien, 56 Jahre alt.

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Jimmy Bryan, 1960 28/1/1927, James Ernest Bryan wird geboren in Phoenix, USA.

Das breitere Publikum wurde erstmals auf Jimmy Bryan aufmerksam, als er 1954 bei den 500 Meilen von Indianapolis Zweiter wurde – trotz einer gebrochenen Fahrwerksfeder und einem von siedend heissen, ins Cockpit sprühenden Motorenöls verbrühten Bein. Er gewann in jenem Jahr noch die letzten vier Meisterschaftsläufe und wurde 1956 und 1957 Meister. In den Formel 1-Statistiken wird Bryan als Sieger des „Race of Two Worlds“ – das Rennen zwischen alter und neuer Welt – im Jahre 1957 und natürlich als Sieger des Indy 500 in 1958, damals noch ein WM-Lauf. Jimmy Bryan starb bei einem bedeutungslosen Rennen in Langhorne, wo er aus Spass mal wieder ein Rennen auf einer Sandbahn fahren wollte, als sich sein gleich in der ersten Runde überschlug.

Geboren: 28. Januar 1927 in Phoenix, USA;
Verstorben: 19. Juni 1960 in Langhorne, USA, 33 Jahre alt.

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Aldo Gordini 28/1/1995, Aldo Gordini stirbt.

Als der Sohn von Amédée Gordini, dem Gründer des französischen Sportwagen-Herstellers Gordini, wurde Aldo die Passion für Autos, Motoren und Rennen gewissermassen schon mit in die Wiege gelegt. Als erwachsener Mensch war der gebürtige Italiener natürlich soweit vom Rennbazillus infiziert, dass er selbst Rennen fuhr und sich bis in die Formel 2 hinauf arbeitete. Sein Formel 1-Debüt beim Grand Prix von Frankreich blieb allerdings unter den Erwartungen, denn er kurvte blass im Hinterfeld umher. Er gab enttäauscht auf und besiegelte mit dem Ausstieg auch seiner Rücktritt vom aktiven Sport.

Geboren: 20. Mai 1921 in Bologna, Italien.
Verstorben: 28. Januar 1995 in Paris, 73 Jahre alt..

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000 28/1/1909, Enrico Platè wird geboren in Mailand, Italien.

Enrico Platè war selbst ein recht passabler Rennfahrer vor und nach dem 2. Weltkrieg, wurde aber erst zu einer anerkannten und einflussreichen Figur in der späten Grand Prix- und frühen Formel 1-Szene, als er sich als Teameigner verdingte. Er setzte vornehmlich Maseratis für betuchte, aber auch begabte Piloten ein, wie etwa Prinz „Bira“, Harry Schell und Toulo de Graffenried. Aber auch der legendäre Tazio Nuvolari griff bei Platès Team in die Speichen, erkämpfte 1946 beim Grand Prix in Albi seinen letzten Sieg. Enrico Platè kam 1954 bei einem tragischen Unfall beim GP von Argentinien ums Leben, als Jorge Daponte die Kontrolle über dessen A6GCM verlor und in jenen Bereich vor den Boxen abflog, wo Platè gerade die Boxentafel für seinen Fahrer Prinz “Bira” vorbereitete.

Geboren: 28. Januar 1909 in Mailand, Italien;
Verstorben: 2. Februar 1954 in Buenos Aires, Argentinien, 45 Jahre alt.

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Bernd Rosemeyer 28/1/1938, Bernd Rosemeyer dies.

Motorrad-Rennfahrer Bernd Rosemeyer nahm mit Freuden an, als der Auto Union Rennstall ihn 1935 anheuerte. Prompt gewann der Emsländer sein erstes grosses Autorennen am Masarykring. 1936 wurde Rosemeyer mit Siegen bei den Grands Prix von Deutschland, der Schweiz und von Italien Europameister. Im darauffolgenden Jahr triumphierte er erneut beim GP von Deutschland, gewann dazu in den USA den Vanderbilt Cup, in Italien die Copa Acerbo und den britischen GP in Donington Park. Auf der Avus stellte Rosemeyer mit 276.38 km/h einen Rekord auf geschlossenen Rennstrecken auf. Bei der Jagd nach dem prestigeträchtigen absoluten Geschwindigkeits-Rekord, verunglückte Bernd Rosemeyer am 28. Januar 1938 auf der Autobahn Frankfurt-Darmstadt bei über 430 Km/h tödlich.

Geboren: 14. Oktober 1909 in Lingen, Deutschland;
Verstorben: 28. Januar 1938 nahe Mörfelden, Deutschland, 28 Jahre alt.

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Takuma Sato 28/1/1977, Takuma Sato wird geboren in Tokyo, Japan.

Als BAR Taku Sato 2001 als Formel 1-Testfahrer engagierte und der Japaner im selben Jahr die englische Formel 3-Meisterschaft und die prestigereichen F3-Rennen beim „Marlboro Masters“ und dem Grand Prix von Macau gewann, schien der erste japanische Superstar in der Mache. Von Honda gefördert, debütierte Sato mit Jordan – als Teamkollege von Giancarlo Fisichella – in der F1 und holte auch gleich bei seinem Heimat-GP in Suzuka seine ersten WM-Punkte. Doch der Steile Aufstieg des Takuma Sato stagnierte von an wegen unzureichendem Material und zuletzt verlor er seinen Platz in der F1, als das Super Aguri-Team wegen finanzieller Probleme schon früh in der Saison 2008 schliessen musste.

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Jean-Pierre Wimille 28/1/1949, Jean-Pierre Wimille stirbt.

Wimille war bereits vor dem 2. Weltkrieg mehrfacher Grands Prix-Sieger, gewann als Bugatti-Werksfahrer etwa 1936 den prestigereichen GP des ACF (gemeinsam mit Sommer), die 24 Stunden von Le Mans zweimal, 1937 mit Benoist und 1939 mit Veyron. Als im August 1939 Jean Bugatti starb und Frankreich kurz darauf im Krieg war, trat Wimille der französischen Luftwaffe und im späteren Verlauf auch dem französischen Widerstand bei. Gleich nach Kriegsende war er jedoch zur Stelle, als am 9. September 1945 mit dem „Coupe des Prisonniers“ das erste Nachkriegsrennen gestartet wurde. Mit einem werksseitiger Unterstützung von Bugatti gewann er nicht nur dieses, sondern auch weitere Rennen. Hätte es 1947 und 1948 eine WM gegeben, Wimille wäre der unbestrittene Weltmeister gewesen. Jean-Pierre Wimille verunglückte 1949 beim Training zu einem Rennen der argentinischen Temporada-Serie in Buenos Aires, scheinbar von der tiefstehenden Sonne geblendet, mit seinem Simca-Gordini so schwer, dass er kurz nach der Einlieferung ins Spital verstarb. Posthum wurde Wimille bei seiner Besetzung mit der Aufnahme in die „Legion d’Honneur“geehrt.

Geboren: 26. Februar 1908 in Paris, Frankreich;
Vestorben: 28. Januar 1949 in Buenos Aires, Argentinien, 40 Jahre alt.

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