Montag,

Veröffentlicht: 26 Januar 2009 in Uncategorized

David Purley’s LEC after shunt, Silverstone 1977

26. Januar – Heute wäre der 64, Geburtstag des Ex-Formel 1-Piloten David Purley und schaut man sich das obige Bild an, das die Überreste seines LEC Formel 1 nach einem Frontalaufprall im Vorquali zum Grand Prix von England 1977 in Silverstone zeigt, dann kommt man schnell zum Schluss, dass der tapfere Engländer eigentlich zwei Geburtstage gefeirt haben muss. Immerhin überlebte er an jenem 15. Juli 1977 eine abrupte Verzögerung von 173 auf 0 km/h innerhalb von gerade mal 66 Zentimetern. Das entspricht einer Negativbeschleunigung von 179.8 G, dem wohl höchsten G-Kräften, die ein Mensch je überlebte. Purley wurde mit mehrfachen Brüchen an Beinen, Becken und Rippen aus dem total zerstörten Chassis geborgen und erholte sich sogar so gut, dass er unerschrocken ein Comeback in der F1 feierte.

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Edgar Barth, 1964 26/1/1917 Edgar Barth wird geboren in Herold, Deutschland.

Der frühere ostdeutsche Motorradrennfahrer Edgar Barth wechselte auf vier Räder und etablierte sich bald als Spitzenfahrer der Eisenacher Motor Werke. EMW wurde es von der DDR-Regierung erlaubt im Westen anzutreten und so feierte Barth sein Grand Prix-Debüt 1953 beim Grossen Preis von Deutschland. 1956 erhielt er eine Offerte von Porsche für deren Werksteam anzutreten und benutzte den Gastauftritt beim 1000Km-Rennen am Nürburgring, bei dem er sich ein Auto mit Umberto Maglioli teilte, um in den Westen überzulaufen. Barth durfte dann den Formel 2-Porsche bei den Grossen Preisen von Deutschland 1957 und 1958 bewegen, beim GP von Italien und schliesslich beim letzten mal beim GP von Deutschland 1964, diesmal im Privatstall von Rob Walker. Doch er hatte sich inzwischen einen Namen in der Bergrenn-Szene gemacht, wurde 1959, 1963 und 1964 Europameister. Auch bei Langstreckenrennen überzeugte Barth, ging mehrmals in Le Mans an den Start und gewann 1959 die Targa Florio gemeinsam mit Wolfgang Seidel. Bedauerlicherweise konnte er nicht mehr Zeuge des Sieges seines Sohnes Jürgen Barth bei den 24 Stunden von Le Mans 1977 sein, denn Edgar war bereits in den 60ern an Krebs erkrankt und verstorben.

Geboren: 26. Januar 1917 in Herold, Ostdeutschland;
Verstorben: 20. Mai 1965 in Ludwigsburg, Deutschland, 48 Jahre alt.

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David Pruley, 1977 26/1/1945, David Purley wird geboren in Bognor Regis, England.

Purley feierte sein Formel 1-Debüt 1973 in Monaco mit einem privaten March und erlangte Monate später beim Grand Prix von Holand auf tragische Weise Bekanntheit, als er verzweifelt und alleine versuchte das Leben von Roger Williamson zu retten, vergeblich versuchte seinen Freund vor einem grausamen Feurtod zu bewahren. Hernach die „George Medal“ für seinen Heldenmut verliehen zu bekommen war kein Trost für die schauerliche Szenen, die er in Zandvoort durchlebt hatte. Nach einem Ausflug in die englische Formel 5000, wo er 1975 Meister wurde, kehrte Purley mit seinem eigenen F1-Renner in die Grand Prix-Szene zurück. Mike Pilbeam entwarf den LEC, der mit hilfe von Mike Earle eingesetzt wurde und durch die elterliche Firma „Longford Engineering Company“, die Kühlungsgeräte herstellte, finanziert. Doch ein schlimmer Unfall beim Vorquali des GP von England 1977 zerstört den LEC-Renner und befördert Purley mit mehrfachen, Bein-, Becken- und Rippenbrüchen in Spital. Ein späteres Comeback mit dem zweiten LEC-Chassis ist auch wegen verrinnender Mittel aus dem elterlichen Betrieb nicht von Erfolg gekörnt. David wich auf die englische F1-Serie aus, wo er einen Shadow bewegte. Letztlich trat er vom aktiven Rennsport zurück, denn er musste das elterlichen leiten und vergnügten sich fortan nur noch mit Kunstflug-Maschinen. Im Sommer 1985 spielte er mal wieder mit seinem Flieger vor der Südküste herum, fliegt einige Pirouetten. Plötzlich trudelt die Maschine unkontrolliert herab und zerbirst an der Wasseroberfläche, David Purley war sofort tot.

Geboren: 26. Januar 1945 in Bognor Regis, England;
Verstorben: 2. July 1985 in Bognor Regis, England, 40 Jahre alt.

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Bob Gerard 26/1/1990, Frederick Robert Gerard stirbt..

Bob Gerard war möglicherweise der schnellste Fahrer unter den „Gentleman-Drivers“, war vor allem in seiner Heimat sehr erfolgreich, hätte 1949 sogar beinahe den Grand Prix von England gewonnen, nur geschlagen von de Graffenried. Er nahm bis 1957 an fast allen WM-Läufen auf englischem Boden teil, bevor er in die Rolle des Teameigners wechselte. Er setzte vor allem Formel 2-Autos u.a. für Fahrer wie Alan Rollinson, Mike Beckwith und Peter Gethin ein.

Geboren: 19. Januar 1914 in Leicester, England;
Verstorben: 26. Januar 1990 in South Croxton, England, 76 Jahre alt.

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