Neujahrstag,

Veröffentlicht: 1 Januar 2009 in Uncategorized

Jim Clark, Lotus, South African GP 1965
1. Januar – Gutes neues Jahr: Das waren noch Zeiten in den Sechzigern. Man glaubt es kaum, aber am Neujahrstag 1965 fand der erste Formel 1 WM-Lauf der neuen Saison statt (Sieger war Jim Calrk auf Lotus), gerade mal 5 Wochen nach dem dramatischen Finale von 1964 in Mexiko? Da hatte John Surtees Jim Clark in letzten Runde noch den Titel vor der Nase weggeschnappt. Das nur an die Adresse all derer, die sich an kein so spannendes Finale wie 2008 in Interlagos erinnern konnten…

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Marcel Balsa 1/1/1909, Marcel Lucien Balsa wird geboren in Creuse, Frankreich.

Marcel Balsa war einer der Topleute in Frankreich, als er 1952 sein Formel 1-Debüt anlässlich des Grossen Preises von Deutschland am Nürburgring anging. Es ar ein kurzer Auftritt, nach 6 Runden fiel er bereits aus. Nach seinem Sieg beim Coupe de Printemps 1953 in Montlhéry zog er sich allmählich aus der Rennsport-Szene zurück.

Geboren: 1. Januar 1909 in Creuse, Frankreich;
Verstorben: 11. August 1984 in Maisons-Alfort, Frankreich, 75 Jahre alt.

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Zsolt Baumgartner 1/1/1981, Zsolt Baumgartner wird geboren in Hajdú-Bihar, Ungarn.

Baumgartner schrieb Motorsport-Geschichte als erster Ungar, der bei einem Formel 1-Grand Prix an den Start ging, passenderweise vor heimischem Publikum beim GP von Ungarn 2003. Als Ersatzmann für den verletzten Ralph Firman im Jordan-Team, bestritt den GP von Italien jenr Saison. Für 2004 unterschrieb er bei Minardi und sicherte dem Rennstall nach einer über 2 Jahre langen Durststrecke einen WM-Punkt mit Platz 8 beim GP der USA.

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Manuel de Teffé Hoonholtz Baron Manuel de Teffé von Hoonholtz stirbt.

De Teffé war der Sohn des brasilianischen Botschaftersin Rom der 20er und frühen 30er Jahren und beging später selbst eine diplomatischen Laufbahn. Auch in seinem Hobby war er erfolgreich, wurde in seiner Heimat Brasilien zum besten einheimischen Fahrer des Jahres 1937 gewählt. Er war auch massgeblich an der Organisation des Rennens am Gávea Stadtkurs in Rio de Janeiro beteiligt, dem ersten internationalen Autorennen Brasiliens. 1939 gewann der Baron das Rennen gegen starke einheimische Konkurrenz und Topfahrern aus Europa.

Geboren: 30. März 1905;
Verstorben: 1. Januar 1967.

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Carlo Franchi 1/1/1938, Carlo Franchi wird geboren in Mailand, Italien.

Franchi war ein beliebter Teilnehmer in der italienischen 2-Liter-Gruppe 6-Prototypen-Szene, dort aber besser bekannt unter dem Pseudonym „Gimax“ – die Anfangsbuchstaben der Namen der Söhne Gigi und Massimo. Der einzige Versuch des Italieners in der Formel 1 Fuss zu fassen, war allerdings weniger erfolgreich. Vegeblich versuchte er einen Surtees 1978 zum Grand Prix von Italien in Monza zu qualifizieren. Er zog sich 1984 vom aktiven Sport zurück, um sich um seine Geschäft zu kümmern, doch einer der Söhne folgte in seinen Fussstapfen. Unter dem Pseudonym „Gimax Junior“ war der in den 80ern in der englischen F1-Meisterschaft unterwegs.

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Jean-Marc Gounon 1/1/1963, Jean-Marc Gounon wird geboren in Aubenas, Frankreich.

Gounon gehörte stets zu den Schnellsten, wo auch immer er antrat und wenn es die Voraussetzungen erlaubten. Dennoch dauerte es bis 1993, immerhin schon im Alter von 30 Jahren, bis er seinen Weg in die Formel 1 fand. Er kaufte sich 1993 für die beiden letzten WM-Läufe bei Minardi, einen festen Platz konnte er dennoch nicht ergattern. Die nächste Chance ergab sich 1994 bei Simtek, als Andrea Montermini beim Training zu seinem Debüt-GP in Spanien crashte und erst einmal ausfiel. Jean-Marc glänzte mit einem 9. Platz bei seinem Heimat-GP, übrigens die beste Platzierung in der kurzen Geschichte des Rennstalls. Doch als das Sposnorgeld ausging, wurde der Franzose notgedrungen durch Mimmo Schiattarella ersetzt. Gounon hat seither seine Karriere erfolgreich in Sportwagen und Gts fortgesetzt.

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Jacky Ickx 1/1/1945, Jacques Bernard Ickx wird geboren in Brüssel, Belgien.

Jacky Ickx begann seine Rennsport Karriere 1964 und mauserte sich zu einer Legende des belgischen Motorsports. 1967 gewann er die Formel-EM 2 und stieg gleich in die Formel 1 auf. Er siegte bei 8 Formel 1 Grands Prix, den ersten Triumph holte er 1968 beim GP von Frankreich. 1969 siegte er in Deutschland und Kanada, 1970 in Österreich, Kanada und Mexiko, 1971 in Holland und 1972 das letzte Mal in Deutsschland. Doch von da an ging es in der Formel 1 abwärts und 1979 sollte seine letzte Saison in der Topliga sein. Der Traum vom WM-Titel verpasste Jacky zweimal knapp, er wurde 1969 und 1970 Vizeweltmeister.

Seine Siege im Langstreckensport waren weit eindrucksvoller. Weltmeister in den Jahren 1982 und 1983, 6 Siege bei den 24 Stunden von Le Mans in den Jahren 1969, 1975, 1976, 1977, 1981 und 1982. Ebenfalls in seinem lebenslauf taucht der Titel in der Can Am Serie 1979 auf, sowie der Sieg bei der Raid-Rallye Paris-Dakar im Jahre1983.

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Mauri Rose 1/1/1981, Maurice Rose stirbt.

Mauri Rose gewann die 500 Meilen von Indianapolis 1941, 1947 und 1948. Als das Indy 500 im Jahre 1950 zum Lauf der Formel 1-WM wurde, kam Mauri auf Platz 3 ins Ziel und verschaffte sich damit einen Platz in den F1-Statistiken, der seinen Fähigkeiten und Erfolgen eigentlich nicht voll gerecht wurde. Immerhin wurde er als Vorlage für den Charakter des Gegners von Clark Gable (der den Rennfahrer Mike Brannan spielte) von den Machern des Hollywood-Rennfahrerepos „To Please A Lady“ hergenommen. Die jüdische Gemeinde verweist auch immer gerne darauf, dass Mauri der erste Jude war, der das Indy 500 gewinnen konnte. Rose war zu dem ein fähiger Automobil-Ingenieur. 1980 wurde Mauri Rose als Ehrengast nach Indianapolis eingeladen um dem Indy 500 beizuwohnen, am Neujahrstag darauf verstarb er dann 74-jährig.

Born: 26th of May 1906 in Colombus, USA;
Died: 1st of January 1981 in Royal Oak, USA, aged 74.

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Hap Sharp 1/1/1928, James Sharp wird geboren in Tulsa, USA.

Der Texaner Hap Sharp nahm Anfang der 60er als Privatfahrer an 6 Grands Prix teil, alle auf dem nordamerikanischen Kontinent. Als Öl-Magnat fiel es ihm auch leicht sein Hobby zu finanzieren, dazu finanzierte er auch noch Jim Halls Chaparral Sport-Prototypen-Projekt. Gemeinsam siegten die beiden 1985 in Sebring am Steuer eines Chaparral ein Rennen. Sharp nahm sich 1993 in Argentinien das Leben.

Geboren: 1. Januar 1928 in Tulsa, USA;
Verstorben: 7. Mai 1993 in San Martin, Argentinien, 65 Jahre alt.

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Hans Joachim Stuck, 2007 1/1/1951, Hans Joachim Stuck wird geboren in Grainau, Deutschland.

„Strietzel“ Stuck, ist der Sohn von „Bergkönig“ Hans Stuck und mache sich zu Beginn seiner Karriere einen Namen als Tourenwagen-Spezialist. Doch der Bayer machte auch in der Formel 2 einen guten Eindruck und durfte 1974 seine Formel 1-Debüt geben. Bei 79 Grand Prix-Starts holte der lange Grainauer 29 WM-Punkte, sein bestes Resultat war ein 3. Platz beim Grossen Preis von Deutschland 1977. Obwohl er sich zum GP der USA-Ost für die 1. Startreihe qualifizierte und im verregneten Watkins Glen zeitweise das Rennen anführte, wurde „Stritzel“ für die Saison 1978 gegen Niki Lauda ausgetauscht. Stuck konzentrierte sich auf die sportwagen-Szene und gewann 2 Mal die 24 Stunden Le Mans auf Porsche 962 und wurde 1990 DTM-Meister auf Audi. Nach einem schweren Unfall am Nürburgring, konzentriert sich Stuck nun auf seine Rolle als Motorsport-Berater bei VW.

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