Freitag,

Veröffentlicht: 26 Dezember 2008 in Uncategorized

newey-adrian-gt40-crash

26. Dezember – Letzten Mittwoch erschien ein Bild eines mysteriösen Fahrers am Steuer eines 1993er Williams FW15C Renault V10. Es war das heutige Geburtstagskind Adrian Newey, der heute seinen 50. Geburtstag feiert. Meine Glückwünsche! Übrigens ist der RBR Technik-Direktor selbst begeisterter Rennfahrer und hatte bei den Le Mans Classics 2006 einen Riesenschreck, als an seinem Ford GT40 die Bremsen versagten. Adrian verlangsamte geistesgegenwärtig Fahrt, indem er das teure Stück an die Leitplanke anlehnte, doch die Barrieren in der 2. Schikane beendeten den Höllenritt spektakulär. Der Fahrer konnte dem Wrack glücklicherweise unverletzt entsteigen, der GT40 ist mittlerweile auch wieder tadellos hergerichtet.

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Asdrébal Bayardo 26/12/1922, Azdrébal Esteban Fontes Bayardo wird geboren in Pan de Azucar, Uruguay.

Azdrébal Bayardo versuchte sich in der europäischen Rennszene, scheiterte aber bei seinem einzigen Formel 1-Auftritt, dem Grand Prix von Frankreich 1959, mit einem Maserati der Scuderia Centro Sud bereits im Quali

Geboren: 26. Dezember 1922 in Pan de Azucar, Uruguay;
Verstorben: 9. July 2006 in Montevideo, Uruguay.

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Bill Brack, 2007 26/12/1935, William Brack wird geboren in Toronto, Kanada.

Der kanadische Lotus-Importeur Bill Brack war ein talentierter Fahrer und nahm deshalb auch dankbar die Einladung an, einen Lotus 49B bei seinem Heimat-Grand Prix zu pilotieren. Sein Debüt endete leider mit einer gebrochenen Antriebswelle, seine nächsten drei Versuche in der F1 mit BRM verliefen nicht sehr viel besser. Heute richtet er Veranstaltungen für klassische Rennwagen aus, gemeinsam mit der Canadian Historic Formula Atlantic Association.

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Jan Flinterman 26/12/1992, Jan Flinterman stirbt.

Einst hochdekorierter Kampfflieger im 2. Weltkrieg und danach ein Ass in der Formel 3 mit einem 500cc-Cooper-BSA, wurde Jan beim Grossen Preis der Niederlande von 1952 zum ersten Holländer, neben Dries van der Lof, der bei einem Lauf zur Formel 1-Weltmeisterschaft an den Start ging. Nachdem an seinem gemieteten Maserati A6GCM das Differential gebrochen war, übernahm er das Auto von Escuderia Bandeirantes-Teamkollegen Chico Landi und wurde, mit 7 Runden Rückstand auf Sieger Alberto Ascari, noch als Neunter gewertet. Nach seinem Rücktritt vom Motorsport wurde Jan Geschäftsführer der holländischen Cargo-Fluggesellschaft Martinair.

Geboren: 2. Oktober 1919 in La Haye, Niederlande;
Verstorben: 26. Dezember 1992 in Leiden, Niederlande, 73 Jahre alt.

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Adrian Newey, 2007 26/12/1958, Adrian Newey wird geboren in Stratford-upon-Avon.

Newey trat sofort nach erlangen seines Diploms als Luft- und Raumfahrt Ingenieur an der Uni Southampton 1980 den job als Johnny Cecottos Renningenieur im March Formel 2-Team an und wurde schon bald mit der Schaffung seines ersten Rennwagens betraut. Der aus seiner Feder stammende March GTP Sportwagen gewann auc prompt die IMSA zweimal in Folge. 1983 wurde Newey von March mit deren Indycar Projekt betraut und zeichnete das 84er Auto. Wieder ein Erfolgsmodell, das auf Anhieb 7 siege einfuhr, inklusive den 500 Meilen von Indianapolis. Neweys weitere Ergüsse bescherte den eistertitel in der CART-Serie mit Al Unser1985 und 1986 mit Bobby Rahal.

Newey geht nach Europa und nach kurzem Frendgehen zu March zurück, wo er dem Team eine innovative Aerodynamik für deren Formel 1 kreiert. 1989, als March von Leyton House aufgekauft wird, wird er zum Technik-Direktor erhoben. Doch trotz unbestrittener Qualität des Designs der Autos, sackt das Team immer mehr ab und das Williams-Angebot kommt 1990 gerade recht. Newey und Patrick Head bilden eine dominantes Design-Duo und zu Saisonmitte 1991 wird klar, dass Neweys FW14 ein Topauto ist, was sich 1992 bestätigte. Nigel Mansell errang den Fahrer- und den ersten Konstrukteurstitel, zu dem Newey entscheidend beitrug. Alain Prost legte mit überragenden FW15 jeweils einen weiteren Titel nach.

Dann die tragödie beim San Marino Grand Prix 1994, der neu zum Team dazugestossene Ayrton Senna verunglückt tödlich, jahrelang schwebt die Drohung einer Anklage wegen Todschlags über der gesamten Technik-Mannschaft und erste Unstimmigkeiten mit der Williams-Führungsspitze werden offensichtlich. 1997 wechselt Newey zu McLaren und muss gleichzeitig versuchen die Kreation von Neil Oatley zu verbessern und zugleich sein eigenes 98er Modell zu entwerfen. Der Doppelsieg beim Finallauf in Jerez deutet bereits an, dass Neweys Genieblitze eingeschlagen haben. Der McLaren MP4/13 sollte das Auto werden, das es zu schlagen galt. Mika Häkkinen wurde 1998 und 1999 Weltmeister und verpasste den WM-Titel 2000 denkbar knapp.

Das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts artete zum Duell Schumi gegen Newey aus, dem Gespann Michael Schumacher/Ferrari hatte McLaren nicht selten das bessere Auto gegenüber gestellt. Newey hat 6 F1-Konstrukteurs-Titel und beinahe 80 Grands Prix-Siege in seinem lebenslauf aufgehäuft, die grössten Erfolg stammen sicher aus der 90er Jahren. Seit 2006 ist das Aero-Genie nun Technik-Direktor bei Red Bull Racing in der Formel 1 und natürlich für das Design des von Red Bull Technologies entworfenen und beim GP von Italien siegreichen Toro Rosso STR3 mit verantwortlich.

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Moisés Solana, 1969 26/12/1935, Moisés Solana Gómez wird geboren in Mexiko Stadt.

Moisés Solana war der Sprössling eines in Mexiko bekannt Rennsport-Clans und ein erfolgreicher Pilot in diversen nationalen Rennserien seines Heimatlandes. Zwischen 1963 und 1968 nahm er auch mehrmals am Grand Prix von Mexiko teil. Hier und da trat er auch im Ausland an und beeindruckte mit Leistungen, wie etwa dem 7. Startplatz auf einem Werks Lotus 49 beim GP der USA 1967. er starb 1969 am Steuer eines McLaren Elva M6B beim Bergrennen Valle de Bravo-Bosencheve, als der ex-CanAm-Renner von der Strecke abkam, einen Betonsockel traf und in Flammen aufging.

Geboren: 26. Dezember 1935 in Mexiko Stadt, Mexiko;
Verstorben: 27. July 1969 nahe Donato Guerra, Mexiko.

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Trevor Taylor 26/12/1936, Trevor Patrick Taylor wird geboren in Gleadless, England.

Trevor Taylors Formel 1-Karriere wurde begleitet von einer Reihe spektakulärer Unfall, die glücklicherweise allesamt nur seinem Ruf in der Szene zum Schaden gereichten, nicht seinem physischen Wohlbefinden. Als sich in der F1 kein Teamchef mehr fand, der bereit gewesen wäre ihm ein Auto zur Verfügung zu stellen, wich Taylor auf die englische Formel 5000-Meisterschaft aus, wo er allerdings zu den Topleuten zählte.

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