Dienstag,

Veröffentlicht: 16 Dezember 2008 in Uncategorized

Keith Duckworth, Clin Chapman, Jim Clark, Graham Hill, Zndvoort 1967

16. Dezember – Heute ist der Todestag von Colin Chapman und um diese Zeit vor 40 Jahren lebte das Team Lotus gemischte Gefühle, denn man hatte Jim Clark verloren, aber auch die Formel 1-WM 1968 mit Graham Hill gewonnen. Das Bild ist vielleicht eines der bedeutendsten von Chapmans Karriere. Seine früheren Mitarbeiter Frank Costin und Keith Duckworth hatte sich selbstständig gemacht und mit Unterstützung von Ford einen F1-Motor gebaut, der es erstmals erlauben würde als tragendes Element eines Rennwagens zu fungieren. Der neue Lotus 49 war auf diese Eigenschaft hin entwickelt worden, so dass der Motor das Chassis mit Getriebe und Hinterradaufhängung verband. Ein Layout, das noch heute gängig ist. Im Bild die Vorstellung des neuen Konzepts im Spätsommer 1967, das sich 1968 als schier unschlagbar erweisen sollte.

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chapman-colin 16/12/1982, Anthony Colin Bruce Chapman stirbt.

Der Sohn eines Hoteldirektors machte an der Londoner Fahchochschule sein Ingenieursdiplom und anschliessend den Pilotenschein, fuhr in der Freizeit Rennen und gründete die Firma Lotus Engineering Co Ltd. Von diesen Anfängen mauserte sich Colin Chapman zu einem der brilliantesten Persönlichkeiten der Geschichte der Formel 1. Er entwarf Rennwagen, baute und steuerte sie Anfangs selbst, war aber auch ein gewiefter Geschäftsmann und verstand es aus dieser Ambition ein Geschäft zu machen. Er verstand sich ausserordentlich gut darin nicht nur seine Produkte zu vermarkten, sondern auch seine eigene Person ansprechend als Eigner und treibende Kraft hinter Team Lotus darzustellen. Colin Chapman bleibt unvergessen als der bemerkenswerten grossen Namen des internationalen Automobilsports.

Geboren: 19. Mai 1928 in Richmond, England.
Verstorben: 16. Dezember 1982 in East Carleton, England, 54 Jahre alt.

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galvez-oscar 16/12/1989, Oscar Galvez stirbt.

Besser unter seinem Spitznamen „Aguilucho“ (kleiner Adler) bekannt, feierte Oscar sein Debüt im Formelsport 1947 mit einer Feuertaufe. Denn auf der Rennstrecke von Rosario trat er gegen die internationale Elite an und wurde prompt hinter Achille Varzi und Gigi Villoresi. Dritter. Wann immer die Europäer zu den Temporada-Rennen nach Südamerika kamen, trat Aguilucho gegen sie an und 1949 gelang mit dem Triumph beim Trofeo Peron in Buenos Aires gar die Sensation, die ausländischen Asse vor eigenem Publikum zu besiegen. Dennoch erhielte er von Staatspräsident Juan Peron nicht diesselbe Unterstützung wie Juan Manuel Fangio und Froilan Gonzalez um die Karriere in Europa fortzusetzen.

Stattdessen fuhr Galvez in Argentinien von Titel zu Titel, gewann 49 der 177 bestrittenen Rennen und wurde in der Heimat unbestrittener Star der nationalen Rennsport-Szene der 50er Jahre. Als Argentinien 1953 erstmals einen WM-Lauf austrug, heuerte Maserati ihn an und er bedankte sich – mittlerweile 40 Jahre alt – mit einem hervorragenden 5. Platz bei seinem F1-Debüt. Er zog sich nach der Saison 1961 vom aktiven Sport zurück und half seinem ebenfalls sehr erfolgreichen Bruder Juan, der jedoch 1963 bei einem Hochgeschwindigkeitsunfall sein Leben verlor. 1989 ehrte die Stadt Buenos Aires indem die Rennstrecke vor den Toren der Stadt in Autodromo Municipal Oscar Galvez umtaufte in Würdigung seines grossartigen Sieges 40 Jahre zuvor gegen die versammelte Spitze des internationalen Automobilsports. Den schwerkranken und bereits 76 Jahre alten Aguilucho freute es, doch Monate später verlor er seinen Kampf gegen den Krebs.

Geboren: 17. August 1913 in Buenos Aires, Argentinien;
Verstorben: 16. Dezember 1989 in Buenos Aires, Argentinien.

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leston-les 16/12/1920, Leslie Leston wird geboren in Nottingham, England.

Der englische Formel 3-Meister 1954 debütierte in der Formel 1 mit dem Connaught Werksteam, fuhr nebenher noch Sportwagenrennen mit einem eigenen Cooper und ging auch in der Formel 3 noch gelegentlich an den Start. Sein bestes Resultat in der F1 erzielte er 1956 mit einem 2. Platz in Brands Hatch. 1957 wechselte er während der Saison zu BRM, fuhr im Aston Martin-Werksteam Sportwagenrennen und setzte einen eigenen Cooper Formel 2 ein, mit dem er in jener Saison immerhin 8 Rennen gewann. Trotz eines 5. Platzes in.Pau blieben Angebote für die F1-Saison 1958 aus und so wandte Les sich der Tourenwagen-Szene zu und gewann prompt die englische Meisterschaft auf einem Riley und 1961 die englische GT-Meisterschaft. Seinen Ruf als exzellenter Allrounder komplettierte er durch zusätzliche einsätze im Rallyesport.

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taylor-henry 16/12/1932, Henry Taylor wird geboren in Shefford, England.

Henry Taylor kehrte dem elterlichen Landwirtschaftsbetrieb den Rücken, um eine Karriere im Motorsport zu versuchen. Über Breitensport und Sportwagenrennen kam der Brite zu Formelwagen und sein erster grosser Erfolg war der Sieg beim Grand Prix von Paris auf Cooper. Er machte Fortschritte in der Formel 2, ein 2. Platz bei der Auvergne Trophy 1959, immerhin vor den McLaren-Werkswagen und 2. Platz in seiner Klasse beim GP von England in Aintree unterstrichen sein Talent. Er stieg schliesslich mit einem privat eingesetzten Lotus in die Formel 1 ein, sein bestes Resultat erzielte Taylor beim GP von Frankreich 1960, wo er auf einem von Yeoman Credit gesponserten Cooper-Climax Vierter wurde. Mitte der 60er, der Traum von Ruhm und Ehre in der F1 war vergangen, nahm er auf Ford Cortina an der Tourenwagen-EM teil, bevor er sich letztlich 1966 vom aktiven Sport zurückzog. Er wurde später Sportchef bei Ford, bevor er nach Südfrankreich zog um eine Bootsgeschäft aufzumachen.

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