Luca Badoer, Ferrari F2008, Bologna 2008

7. Dezember – HEUTE VOR 20 JAHREN: Der Veranstalter der jährlich stattfindenden Bologna Motor Show hatte 1988 die Idee auf dem Messegelände ein über zwei Tage stattfindendes Sprint-Rennen für Formel 1-Fahrer und -Rennwagen zu veranstalten. Die Spitzen-Teams waren nicht davon angetan ihre teuren Renner 85 km/h über einen Parkplatz rumpeln zu lassen, doch alle italienischen Teams – ausser Ferrari – sagten begeistert zu, Alex Caffi (BMS Dallara F1 88A), Nicola Larini (Osella FA1/L), Fabrizio Barbazza (EuroBrun ER188), Gabriele Tarquini (First 188), Luis Perez Sala und Pierluigi Martini (beide Minardi M188) traten an. Heuer sandte Ferrari Luca Badoer aus, um mit einem F2008 wenigstens ein paar Demo-Runden zu absolvieren. Weiss noch jemand, wer das 1. Bologna Motor Show F1-Rennen gewann?


Georges Grignard 7/12/1977, Georges Auguste Paul Grignard stirbt.

Georges Grignard fuhr seinen eigenen 4,5-Liter Talbot-Lago bei diversen Rennen und gewann damit 1950 den nicht zur WM zählenden Grand Prix von Paris. Seine einzige Teilnahme an einem Formel 1-WM-Lauf erfolgte beim GP von Spanien in Pedralbes, endete jedoch vorzeitig mit Ausfall wegen technischen Defekts. 1955, Grignard hatte sich bereits vom aktiven Sport zurückgezogen, ersteigerte er die Restbestände der in Konkurs gegangenen Marke Talbot. Georges Grignard verstarb 1977, bis dahin war er Anlaufstelle Nummer 1 für auf Ersatzteilsuche befindlichen Talbot-Sammler aus aller Welt.

Geboren: 25. Juli 1905 in Villeneuve-Saint-Georges, Frankreich;
Verstorben: 7. Dezember 1977 in Le-Port-Marly, Frankreich, 72 Jahre alt.

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Robert Kubica, 2007 7/12/1984, Robert Kubica wird geboren in Krakau, Polen.

In nur drei Saisons festigte Robert Kubica, der erste polnische Formel 1-Pilot, seinen Ruf als künftiger Weltmeister. 2008 feierte er nicht nur seinen ersten Grand Prix-Sieg, er hatte bis zum vorletzten WM-Lauf der Saison auch noch theoretische Chancen auf den WM-Titel. Sein offenkundiges Talent und sein ihm eigener, aggressiver Fahrstil macht ihn zu einem der Favoriten der Saison 2009.

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John Love 7/12/1924, John Maxwell Lineham Love wird geboren in Bulawayo, Südafrika.

Der sechsfache südafrikanische Formel 1-Meister John Love kam aus dem einst aus den heutigen südafrikanischen Staaten Simbabwe und Sambia bestehenden Rhodesien und war in seiner Heimat schon zu Lebzeiten eine Legende. Er begann seine Karriere Anfang der 60er in der europäischen Formel Junior am Steuer von Ken Tyrrells Cooper-Austin. Bei einem schweren Unfall in Albi brach er sich einen Arm so kompliziert, dass die Dauer des Heilungsprozesses ihm Chancen in der Formel 1-WM kostete. Immerhin durfte er 1964 Phil Hill beim Grand Prix von Italien im Cooper Werksteam ersetzen, doch danach beschränkten sich seine F1-Einsätze auf die südafrikanische Meisterschaft. Zwangsläufig wurde Love zum Stammgast in der WM, wann immer der F1-Zirkus in Südafrika an den Start ging, war der Rhodesier am Start und hätte 1967 sogar beinahe seinen Heim-GP gewonnen. In den 80er Jahren betrieb er ein Stock Car Team und abseits der Rennstrecken eine Jaguar-Vertretung. John Love starb 2005 im Alter von 80 Jahren.

Geboren: 7. Dezember 1924 in Bulawayo, Südafrika.
Verstorben: 25. April 2005 in Bulawayo, Südafrika, 80 Jahre alt.

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Ottorino Volonterio, 2004 7/12/191, Ottorino Volonterio wird geboren in Orselina, Schweiz.

Ottorino als Rennfahrer zu bezeichnen ist womöglich ein wenig schmeichelhaft für den Südschweizer. Sicher, er steuerte Rennwagen bei Rennveranstaltung. Fernab der physikalischen Grenzen allerdings. Mit anderen Worten: Ein Gentleman-Driver, der im Debütjahr der Formel 1 mit seinem Maserati an einigen Grands Prix teilnahm. Zeitzeugen meine, Ottorino habe offenbar stets mehr Wert darauf gelegt sein Agieren hinterm Steuer möglichst stilvoll auf die Zuschauer wirken zu lassen, als tatsächlich mal auf Zeitenjagd zu gehen.

Geboren: 7. Dezember 1917 in Orselina, Schweiz;
Verstorben: 10. März 2003 in Lugano, Schweiz, 85 Jahre alt.

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hermano-joao-de-silva-ramos.jpg 7/12/1925, Hermano João da Silva Ramos wird geboren in Paris, Frankreich.

Der Sohn eines reichen brasilianischen Unternehmers und einer französischen Mutter debütierte 1947 im brasilianischen Rennsport auf einem MG, doch von einer Karriere konnte erst die Rede sein, als Nano da Silva Ramos nach Europa zurückkehrte und mit seinem eigenen Aston Martin bei Sportwagen-Rennen antrat. 1955 debütierte er für das Gordini-Team in der Formel 1 und wurde Achter beim Grand Prix von Holland. Im Jahr darauf erzielte er in Monaco mit Platz 5 sein bestes F1-Resultat, trat dann aber im weiteren Verlauf seiner Karriere nur noch sporadisch an, zog sich 1959 endgültig vom aktiven Sport zurück und lebt seither in Biarritz.

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