Freitag,

Veröffentlicht: 5 Dezember 2008 in Uncategorized

Jenson Button, Honda, 2008

5. Dezember –Honda zieht zum 2. Mal in dieser Saison die Reissleine, nachdem man bereits dem B-Team Superaguri Anfang der Saison die Grundlage entzog, sieht sich nun auch das im englischen Brackley ansässige Werksteam vor dem Aus. Ein offizielles Statement lässt noch auf sich warten, aber offenbar reagiert Honda auf die übergreifend Wirtschaftskrise. Das Team steht zum Verkauf, bis März soll ein neuer Käufer gefunden werden. Scheitert dies, dann wird der Firmensitz in England einfach dicht gemacht. Was aus der Belegschaft wird, wo Jenson Button nun unter kommen soll, all das ist den Japanern völlig gleich. Der Abschied aus der Formel 1 dürfte kaum von kürzer Dauer sein, hier kehrt der erste Automobilhersteller der Formel 1 den Rücken. Ein Einzelfall? Oder ein neuer Trend?

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Jordi Gené, 2006 5/12/1970, Jordi Gene wird geboren in Sabadell, Spanien.

Jordi Gene war in allen möglichen Kategorien erfolgreich. Ob Tourenwagen, Langstreckenrennen, Trucks, Einbäume oder Motorräder, Jordi ist auf allem schnell. Mit nur 15 Jahren wurde er der jüngste Champion in der spanischen Formel Fiat. Mit 17 zog er nach England um und widmete sich auf der Insel 5 Jahre lang seiner Karriere, bewährte sich gegen Widersacher wie Rubens Barrichello, David Coulthard, Olivier Panis und Jacques Villeneuve. Nicht schien einer Karriere in der Formel 1 im Wege zu stehen, doch letztlich blieb nur ein Testvertrag mit Benetton übrig, aus dem Bravo-Team, mit dem er in der F1 hätte debütieren sollen ,wurde nie etwas. Sein Bruder Marc schaffte es später mit Minardi in die F1, fuhr für BMW-Williams und wurden dann Testfahrer bei Ferrari. Jordi ist heute SEAT-Werksfahrer in der WTCC.

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Ken Downing 5/12/1917, Kenneth Henry Downing wird geboren in Chesterton, England.

Obwohl als Privatier unterwegs, war Downing mit seinem Connaught A-type 2-Liter Formel 2-Renner der bestplatzierte Brite in der Startaufstellung zum Grand Prix von England 1951. Nur die Werks-Ferrari von Farina, Ascari und Taruffi, sowie Manzons Gordini standen vor ihm am Start. Doch ein tollpatschiger Nachzügler vermieste ihm ein besseres Ergebnis im Rennen als den 9. Platz. Beim GP von Holland, sein zweiter und letzte Auftritt in der WM, schied er wegen Defekts aus. Doch er blieb der Marke Connaught durch seine Auftritte in der Sportwagen-Szene treu.

Geboren: 5. Dezember 1917 in Chesterton, England;
Verstorben: 3. Mai 2004 in Südafrika, 87 Jahre alt.

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Kommentare
  1. Martin Schuler sagt:

    Vielleicht ist es ein neuer Trend, dass sich die Hersteller aus der Formel 1 zurückziehen. Ich muss ganz ehrlich sein, jetzt, wo die Einheitsmotoren beschlossen sind, hoffe ich fast, dass Toyota und Ferrari in den nächsten Jahren ebenfalls aussteigen. Denn mit Einheitsmotoren verliert die Formel 1 ihren Charakter. Es ist nunmal auch ein Wettbewerb der Ingenieure und damit auch der Motorenbauer.
    Ich bedauere die aktuelle Entwicklung sehr!

  2. grandprixinsider sagt:

    Ich muss mich wirklich wundern, wie leichtfertig die Weltpresse aus dem Honda-Rückzug ein Eintreffen der Krise in der Formel 1 konstruiert. Solange Teams wie Ferrari, Toyota, BMW und andere einen Profit aus TV-Einnahmen, Sponsoren, Merchandising etcetc erwirtschaften, werden Sie auch an den Start gehen.

    Wirklich eng wird es erst, wenn Hauptsponsoren und TV-Stationen, die mit der FOM Verträge haben und für das Futter sorgen, zahlungsunfähig werden. Eben vor diesem Kreislauf fürchten sich Ecclestone und Mosley und der Weg zum Einheitsmotor ist nicht der schlechteste um Kosten zu senken und vorzubeugen. Zumal die Hersteller ja trotzdem ihre eigenen Motoren bauen können. nur eben nach den Cosworth-Spezifikationen. Man denke an die guten alten Zeiten, als bis auf Ferrari, Matra und BRM alle Teams mit Cossies unterwegs waren. Oder war die Formel 1 in den 70ern etwa unansehnlich…?

  3. Martin Schuler sagt:

    Ich habe mir gedacht, dass der Einwand mit den 70er Jahren kommt. Allerdings glaube ich nicht, dass ein Hersteller selber entwickeln wird, wenn ein Einheitsmotor kommt. Eher wird man sich überlgegen, ob es nicht eine andere Rennserie gibt, in der man sich besser mit der eigenen Leistungsfähigkeit profilieren kann. Weiterhin waren die Motoren in den 70ern meines Wissens nicht so stark reglementiert wie heute. Außerdem galt damals keine Einschränkung, die eigene Entwicklung dürfe nicht stärker als der „Einheitsmotor“ (der Ford Cosworth war damals einfach das beste Paket und hat sich so zum Einheitsmotor gemacht) sein. Allerdings ist es natürlich richtig und lobenswert, die Kosten zu senken und so auch den kleinen Teams Wettbewerbsfähigkeit zu ermöglichen.
    Viele Grüße

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