Gilles Villeneuve, Ronnie Peterson, Fuji 1977

23. Oktober – James Hunts 10. Grand Prix-Sieg wird in Fuji wird von einem schweren Unfall überschattet. Der junge und ungestüme Gilles Villeneuve kollidiert mit Ronnie Peterson, der Ferrari des Kanadiers überschlägt sich in die Auslaufzone hinein, wo sich mehrere Zuschauer und einige Fotografen unrechtmässig positioniert haben. Unter den zahlreichen verletzten sind auch zwei Tote zu beklagen.

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23/10/1937, Giacomo Russo wird geboren in Mailand, Italien.

Unter dem Pseudonym „Geki“ gewann Russo gleich mehrere Titel in der italienischen Formel Junior und Formel 3, bevor er sich an das Abenteuer Formel 1 wagte. Zunächst mietete er 1965 von Rob Walker einen Brabham-BRM für den Grand Prix von Italien, scheiterte aber an der Qualihürde. Im darauffolgenden Jahre überredete er Colin Chapman einen dritten Lotus in Monza für ihn einzusetzen, damit fiel er jedoch mit technischem Gebrechen aus. 1967 gelang Geki dann endlich Geki mit einem 9. Platz eine Zielankunft beim Heim-GP. Sein Hauptaugenmerk blieb allerdings bei Sportwagen-Rennen mit dem Werksteam von Alfa Romeo und gelegentliche Teilnahmen in der Formel 2. Bei einem Strassenrennen in Caserta wurde der Italiener Opfer eines bizarren Zwischenfalls. Nach einer Massenkollision im F3-Rennen sprang der Schweizer Beat Fehr aus seinem havarierten Auto und versuchte vom das Feld vor der Unfallstelle zu warnen. Geki war der Erste, der die Unfallstelle, erschrak sich offenbar, verlor seinen Matra aus der Kontrolle., traf erst Fehr und dann eine Betonmauer. Beide Fahrer überlebten den tragischen Unfall nicht.

Geboren: 23. Oktober 1937 in Mailand, Italien;

Verstorben: 18. June 1967 in Caserta, Italien, 29 Jahre alt.

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23/10/1966, Alessandro Leone Zanardi wird geboren in Bologna, Italien.

Alessandro Zanardi debütierte 1991 als F3000-Vizemeister mit einem einmaligen Einsatz für Jordan in der Formel 1 und nach einem Jahr als Testfahrer bei Benetton hätte mit dem finanziell angeschlagenen Lotus-Team 1993 seine erste volle F1-Saison erfolgen sollen. Ein schwerer Unfall in Spas berüchtigter Eau Rouge, den er mit Glück beinahe unverletzt übersteht, bedeutet des verfrühte Ende der Saison. 1996 zog er in die USA um, wurde von da an Alex gerufen und gewann die Auszeichnung des „Rookie of the Year“, also des besten Neueinsteigers. Mit dem Ganassi-Team fuhr er bis 1998 insgesamt 15 Siege, 28 Podestplätze und zwei Meistertitel heraus. Frank Williams lockte den Italiener 1999 in die Formel 1 zurück, doch bereits nach einer enttäuschenden Saison wurde Alex wieder ausgeladen.

Nach einem Jahr Rennpause kehrte Alex 2001 in die CART-Serie zurück. Beim „American Memorial“ am Lausitzring führte Zanardi endlich wieder einmal, beschleunigte aber bei der Ausfahrt aus den Boxen zu forsch. Sein Reynard drehte sich genau auf die Fahrspur von Alex Tagliani, der fast ungebremst mit über 320 Km/h in Zanardis Auto einschlug. Das Chassis des Reynard zerbrach, Alex verlor beim Aufprall beide Beine und, trotz schneller und kompetenter Versorgung, fast vier Liter Blut. Tagelang schwebte er in Lebensgefahr.

Drei jahre später, am 19. Oktober 2004, führte Zanardi bereits ein fast normales Leben, dank zweier Beinprothesen, und feierte sein Comeback auf einem BMW 320i beim ETCC-Lauf in Monza. Zuvor hatte er bereits damit verblüfft, dass er am Lausitzring jene fehlenden 13 Runden jenes schicksalhaften Rennens mit ein speziell von CART umgerüsteten ChampCar nachholte. Bei vollem Renntempo! Seither ist Zanardi als BMW-Werksfahrer und Siegfahrer in der WTCC unterwegs.

Gill

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Kommentare
  1. Helga sagt:

    Sehr schöner Blog. Ihre Seite gefällt mir sehr gut. Ich bin längjähriger Formel 1 Fan und beschäftige mich sehr mit der Geschichte der Formel 1. Meine beiden Lieblingsfahrer sind Ayrton Senna und Gilles Villeneuve.

    Leider ist Ihnen bei dem Beitrag vom 23. Oktober ein Fehler passiert, der Fahre ist nicht Jacques sonder Gilles Villeneuve. Vielleicht könnte man diesen kleinen Fehler ausbessern.

    Ich habe immer gerne Ihre Artikel in div. Motorsportzeitungen gelesen.

    Ich selbst schaue Formel 1 seit Phoenix 1990, wobei ich aber auch schon 1989 ein paar Rennen gesehen habe.

    Meine erste Erinnerung an die Formel 1 ist der GP von Portugal/Estoril 1984 als Lauda zum 3. Mal Weltmeister wurde.

    Damals (ich war ein Kind) war ich sehr stolz auf meinen Landsmann Niki Lauda.

  2. grandprixinsider sagt:

    Böser Schnitzer! Danke für den Hinweis, Helga. Kennen Sie schon P1Mag? Seit heute steht Ausgabe 2 auf http://www.P1Mag.de bereit. Empfehlen Sie uns doch bitte unbedingt in Ihrem Forum weiter. Lieben Dank für die Aufmerksamkeit.

  3. Helga sagt:

    Leider kannte ich das P1 Mag bis heute noch nicht. Aber ich habe es mir gerade herunter geladen und freue mich schon sehr darauf, es zu lesen.

    Besonders die Artikel über Ayrton Senna und Roland Ratzenberger interessieren mich da besonders.

    Ayrton Senna´s Unfall hat mich damals sehr getroffen. Ich konnte mir lange Zeit kein Foto von ihm anschauen ohne in Tränen auszubrechen.

    Er war der Fahrer durch den ich Formel 1 Fan wurde und er wird immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben.

    Für mich wird er immer der Beste bleiben.

    Auch wenn es jetzt schon 15 Jahre her ist, mir ist es als wäre es gestern gewesen.

    Gerhard Bergers Worte, es war als wäre die Sonne vom Himmel gefallen könnten nicht treffender sein.

    Auch für mich war es damals als wenn die Sonne vom Himmel gefallen wäre, an diesem sonnigen ersten Maitag.

    Für mich war der 1. Mai 1994 und der 30. August 2000 der Tag an dem meine Mutter starb, die schwärzesten Tage meines Lebens.

    Ayrton´s Tod war für mich wie wenn ein Familienmitglied gestorben wäre.

    Ich weiß noch wie betroffen ich am Samstagnachmittag war, nach dem ich Roland Ratzenbergers Unfall live auf Eurosport mit engl. Komentar sah.

    Mir war irgendwie sofort klar, dass das kein normaler Rennunfall war. Und ich hatte erhrlich gesagt wenig Hoffnung als ich sah wie er da im Auto hing.

    Ich stand da auch ziemich unter Schock, schließlich war das der erste Unfall den ich gesehen habe, wo jemand gestorben ist.

    Und ich wußte ehrlich gesagt auch nicht was ich fühlen sollte, ich war nur tief betroffen und traurig.

    Doch weinen konnte ich nicht, noch nicht.

    Selbst nach Ayrton´s Unfall den ich ebenfalls live im Fernsehen gesehen habe, konnte ich nicht weinen.

    Bei Ayrton hatte ich noch Hoffnung, bei Roland war mir irgendwie sofort klar das er es nicht schaffen würde.

    Doch bei Ayrton habe ich gehofft und gebettet.

    Ich habe doch im Fernsehen genau gesehen das Ayrton seinen Kopf noch bewegt hat.

    Diese Bewegung gab mir damals die Hoffnung, dass er zwar verletzt war, aber lebt.

    Das es aber sehr ernst um Ihn stand war mir klar.

    Ich habe mir das Rennen bis zum Ende angeschaut, immer in der Hoffnung, Heinz Prüller würde uns sagen Ayrton ist zwar schwer verletzt, aber er lebt und wird wieder gesund.

    Leider kam dieser Satz nicht.

    Als bei den Nachrichten dann die offizielle Todesnachricht kam, bin ich in Tränen ausgebrochen.

    Ich habe mich dann in den Schlaf geweint. Irgendwann bin ich dann aufgewacht und dachte, das kann doch nicht sein das muss ein schlechter Traum sein, es kann doch nicht sein das Ayrton tot ist.

    Leider war es kein Traum. Es war Realität.

    Der Fahrer der mir am meisten bedeutet hat war nicht mehr am Leben.

    Und es schmerzte mich damals und es schmerzt mich auch noch heute.

    Auch Roland Ratzenbergers Tod hat mich sehr getroffen, da er ein Landsmann von mir war und auch aus Salzburg war so wie ich.

    Ich wußte zwar nicht so viel über ihn da er ja erst seit Anfang der Saison 1994, bei der Formel 1 dabei war und ich mich damals nur auf die Formel 1 konzentriert habe und keine anderen Rennserien angeschaut habe.

    Doch die kurze Zeit die er dabei war, reichte um ihn sehr sympathisch zu finden wenn er für den ORF interviewt wurde.

    Roland Ratzenbergers Grab ist auf dem selben Friedhof (Salzburg/Maxglan nahe der Friedhofskirche) wo sich auch das Grab meiner Mutter befindet und ich kann mich noch genau erinnern wie es mich damals fast umgehauen hat als ich mit zitternden Knien das erste Mal vor seinem Grab stand.

    Ich habe da nicht nur am Roland sondern auch an Ayrton gedacht.

    [URL=http://img3.imagebanana.com/view/v2jcodx/DSCN0027.JPG][IMG]http://img3.imagebanana.com/img/v2jcodx/thumb/DSCN0027.JPG[/IMG][/URL]

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    Ich wünsche Ihnen mit Ihrem Magazin und dem Blog viel Erfolg.

    Ich freue mich schon auf weitere interessante Geschichten rund um die Formel 1.

    Liebe Grüße sendet Ihnen Helga aus Salzburg

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